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Das Fest (DVD)
101 Min.. .
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Helge wir 60. Zu seiner Geburtstagsfeier lädt er alle Verwandten und Freunde ein. Auch seine drei Kinder kommen. Der seelisch labile Christian, der nicht über den Selbstmord seiner Zwillingsschwester Linda hinwegkommt, die wilde und eigenwillige...
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DVD; FSK: ab 12 Jahre, farbig, Spieldauer:...
Regie:
Thomas Vinterberg
Weitere Produktdetails
Alle Informationen zu Das Fest (DVD)
Produktbeschreibung
Helge wir 60. Zu seiner Geburtstagsfeier lädt er alle Verwandten und Freunde ein. Auch seine drei Kinder kommen. Der seelisch labile Christian, der nicht über den Selbstmord seiner Zwillingsschwester Linda hinwegkommt, die wilde und eigenwillige Helene und Michael, das schwarze Schaf und ewige Sorgenkind. Als Christian die Geburtstagsrede hält, kommt es zum Eklat ... Und Helene, die im alten Zimmer ihrer Schwester übernachtet, macht eine schreckliche Entdeckung...
Weitere Produktinformationen
Am 60.Geburtstag des Gastronomen Helge trifft sich seine Familie im romantischen Landgasthof des Jubilars. Verwandte und Freunde setzen sich erwartungsvoll um die feierliche Tafel - doch die Idylle erhält eine schmerzhaft dramatische Wendung: Helges ältester Sohn Christian beschuldigt in seiner Rede den Vater, seine Zwillingsschwester in den Selbstmord getrieben und die Geschwister in der Kindheit sexuell mißbraucht zu haben. Mutter Elsa versucht, das angeschlagene Image ihrer Familie mit einer versöhnlichen Ansprache an ihre Kinder zu retten. Doch Christian konfrontiert sie an der Festtafel mit der Erinnerung an eine Szene, in der sie selbst Zeugin des Mißbrauchs wurde. Schützenhilfe erhält der Nestbeschmutzer durch das Personal: Chefkoch Kim, sein Vertrauter aus Kindertagen, und dem Zimmermädchen Pia, verliebt in Christian, lassen alle Autoschlüssel verschwinden. Der Versuch der verstörten Gäste, dem Familieninferno zu entkommen, schlägt fehl. Es bleibt nur noch die Wahrheit...
DVD; FSK: ab 12 Jahre, farbig, Spieldauer: 101 Minuten; Bild: Vollbild; Sprache: Deutsch, Dänisch ; Arthaus DVD
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Rezension
Ich schwöre, mich in Zukunft als Regisseur dem persönlichen Geschmack zu enthalten. Ich bin nicht länger Künstler. Ich schwöre, keine Werke zu schaffen, da ich den Augenblick für wichtiger halte als das Ganze.
Ein Auszug aus der Satzung von Dogma 95, der Vereinigung, zu der sich im Frühjahr '95 in Kopenhagen vier dänische Regisseure zusammenschlossen und dessen Urkunde wie ein Glaubensbekenntnis dem Wettbewerbsbeitrag Festen ebenso wie Lars von Triers Idioten im Screening vorangestellt war. ... mehr Der Jury-Preis ging zu gleichen Teilen an Vinterbergs wellenbrechendes Familien-Melodram wie an Claude Millers La classe de neige.
Die Regisseure verpflichten sich in ihrer Doktrin, zehn Regeln zu befolgen, die sich allesamt vom Autorenkino abwenden. So gestatten sie Dreharbeiten ausschließlich on location, verlangen den Gebrauch der Handkamera, verbieten oberflächliche Action (keine Mörder, keine Waffen) ebenso wie Genre-Movies oder die Namensnennung des Regisseurs in den Credits.
Ob die Filmemacher jedes ihrer Statements selbst ganz so ernst nehmen, sei dahingestellt. Thomas Vinterberg jedenfalls, der junge dänische Regisseur, hat seinen Schwerpunkt ganz auf die Charaktere und die realistische Schilderung eines durchaus alltäglichen Milieus gelegt. Und das führt dazu, daß die Enthüllungen in Festen, so der Originaltitel, um so schockierender wirken.
Zum 60. Geburtstag des Vaters, eines jovialen Hoteliers, trifft sich die Familie in seinem noblen Landgasthaus. Die glaubwürdig-realitätsnahe Beschreibung der familiären Verhältnisse der Geschwister geht unter die Haut. Gewaltbereitschaft, Rassismus, Tablettensucht, latente sexuelle Störungen und Depressionen umgeben die drei, die verstört sind durch den Selbstmord ihrer Schwester. Helge, der Jubilar, bittet Christian, seinen ältesten Sohn, an diesem Abend etwas zu ihrem Tod zu sagen. Der hat auch eine Rede vorbereitet, die er vor versammelter Festgesellschaft vorträgt. In ihr beschuldigt er den Vater in gesetzten Worten, seine Zwillingsschwester in den Selbstmord getrieben zu haben und stellt ihn als Päderasten bloß, der die Zwillinge in der Kindheit wiederholt mißbraucht habe.
Wie die Eltern, der Zeremonienmeister und die Verwandtschaft versuchen, diese mißliebigen Enthüllungen zu verdrängen, die Erkenntnis niedersaufen und den Kläger zum Angeklagten machen, ist hochdramatisch und raubt den Atem. Christian wird des Hauses verwiesen. Doch wie ein Racheengel kehrt er immer wieder zurück, verfolgt unbeirrt sein Ziel, bis alle ihm Glauben schenken und der Vater seine Unschuldsrolle aufgeben muß. Kurze Zeit scheint es, und das wirkt wie göttliches Erbarmen, als sei Vergebung möglich. Doch das Vergehen war zu schwer, zu groß sind die Schäden, die die Kinder davongetragen haben. Der Vater muß gehen, er wird aus der Gemeinschaft ausgestoßen.
Vinterberg, der mit seinem Abschlußfilm der dänischen Filmhochschule eine Oscar-Nominierung errang, zeigt in seinem vierten Spielfilm Mut zum inhaltlichen Risiko, wenngleich er sich in diesem Jahr in Cannes damit in bester Gesellschaft befand: die Päderasten- und Inzest-Movies hatten Hochkonjunktur. Seine gnadenlose Direktheit im Formalen, die Absenz jeglicher Schnörkel und Zugeständnisse, macht die sperrige Thematik nicht gerade eingänglicher, verleiht dem Film aber eine ungeheure, wenngleich kühle Intensität. Eine breite Rezeption ist dem streckenweise durchaus komischen Family-Drama zu wünschen, wenngleich sein Erfolg eher im Festival- und Arthausbereich denn im kommerziellen Umfeld zu finden sein wird. boe. Kurzansicht
Ein Auszug aus der Satzung von Dogma 95, der Vereinigung, zu der sich im Frühjahr '95 in Kopenhagen vier dänische Regisseure zusammenschlossen und dessen Urkunde wie ein Glaubensbekenntnis dem Wettbewerbsbeitrag Festen ebenso wie Lars von Triers Idioten im Screening vorangestellt war. ... mehr Der Jury-Preis ging zu gleichen Teilen an Vinterbergs wellenbrechendes Familien-Melodram wie an Claude Millers La classe de neige.
Die Regisseure verpflichten sich in ihrer Doktrin, zehn Regeln zu befolgen, die sich allesamt vom Autorenkino abwenden. So gestatten sie Dreharbeiten ausschließlich on location, verlangen den Gebrauch der Handkamera, verbieten oberflächliche Action (keine Mörder, keine Waffen) ebenso wie Genre-Movies oder die Namensnennung des Regisseurs in den Credits.
Ob die Filmemacher jedes ihrer Statements selbst ganz so ernst nehmen, sei dahingestellt. Thomas Vinterberg jedenfalls, der junge dänische Regisseur, hat seinen Schwerpunkt ganz auf die Charaktere und die realistische Schilderung eines durchaus alltäglichen Milieus gelegt. Und das führt dazu, daß die Enthüllungen in Festen, so der Originaltitel, um so schockierender wirken.
Zum 60. Geburtstag des Vaters, eines jovialen Hoteliers, trifft sich die Familie in seinem noblen Landgasthaus. Die glaubwürdig-realitätsnahe Beschreibung der familiären Verhältnisse der Geschwister geht unter die Haut. Gewaltbereitschaft, Rassismus, Tablettensucht, latente sexuelle Störungen und Depressionen umgeben die drei, die verstört sind durch den Selbstmord ihrer Schwester. Helge, der Jubilar, bittet Christian, seinen ältesten Sohn, an diesem Abend etwas zu ihrem Tod zu sagen. Der hat auch eine Rede vorbereitet, die er vor versammelter Festgesellschaft vorträgt. In ihr beschuldigt er den Vater in gesetzten Worten, seine Zwillingsschwester in den Selbstmord getrieben zu haben und stellt ihn als Päderasten bloß, der die Zwillinge in der Kindheit wiederholt mißbraucht habe.
Wie die Eltern, der Zeremonienmeister und die Verwandtschaft versuchen, diese mißliebigen Enthüllungen zu verdrängen, die Erkenntnis niedersaufen und den Kläger zum Angeklagten machen, ist hochdramatisch und raubt den Atem. Christian wird des Hauses verwiesen. Doch wie ein Racheengel kehrt er immer wieder zurück, verfolgt unbeirrt sein Ziel, bis alle ihm Glauben schenken und der Vater seine Unschuldsrolle aufgeben muß. Kurze Zeit scheint es, und das wirkt wie göttliches Erbarmen, als sei Vergebung möglich. Doch das Vergehen war zu schwer, zu groß sind die Schäden, die die Kinder davongetragen haben. Der Vater muß gehen, er wird aus der Gemeinschaft ausgestoßen.
Vinterberg, der mit seinem Abschlußfilm der dänischen Filmhochschule eine Oscar-Nominierung errang, zeigt in seinem vierten Spielfilm Mut zum inhaltlichen Risiko, wenngleich er sich in diesem Jahr in Cannes damit in bester Gesellschaft befand: die Päderasten- und Inzest-Movies hatten Hochkonjunktur. Seine gnadenlose Direktheit im Formalen, die Absenz jeglicher Schnörkel und Zugeständnisse, macht die sperrige Thematik nicht gerade eingänglicher, verleiht dem Film aber eine ungeheure, wenngleich kühle Intensität. Eine breite Rezeption ist dem streckenweise durchaus komischen Family-Drama zu wünschen, wenngleich sein Erfolg eher im Festival- und Arthausbereich denn im kommerziellen Umfeld zu finden sein wird. boe. Kurzansicht
Mitwirkende
| Regisseur: | Thomas Vinterberg |
| Darsteller: | Ulrich Thomsen (Sohn Christian) Henning Moritzen (Vater Helge) Thomas Bo Larsen (Sohn Michael) |
| Label: | Arthaus Premium |
| Vertrieb: | StudioCanal |
| Verlag: | Arthaus DVD |
| Verleih: | StudioCanal |
| Produktionsfirma: | Nimbus Film |
| Land/ Jahr: | 2006 |
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