Kol Ischa

Kol Ischa

Jüdische Frauen lesen die Tora

Im traditionellen Judentum waren Toragelehrsamkeit und Gottesdienst stets von Männern bestimmt. Weibliche Spiritualität fand ihren Ausdruck hauptsächlich im persönlichen Gebet und im häuslichen Umfeld. Erst an der Schwelle... mehr
2007, 277 Seiten, Maße: 16,2 x 23,2 cm, Gebunden, Deutsch
Hrsg. v. Yvonne Domhardt. Esther Orlow u. Eva Pruschy Chronos ISBN-10: 3034007884
ISBN-13: 9783034007887
 

Produkt-Beschreibung zu: Kol Ischa

Im traditionellen Judentum waren Toragelehrsamkeit und Gottesdienst stets von Männern bestimmt. Weibliche Spiritualität fand ihren Ausdruck hauptsächlich im persönlichen Gebet und im häuslichen Umfeld. Erst an der Schwelle zum 20. Jahrhundert wurde es auch Frauen ermöglicht, sich mit den religiösen Quellen auseinander zu setzen. Im Zuge der politischen Gleichberechtigung erlangten Frauen in vielen jüdischen Gemeinden das Stimm- und Wahlrecht und prägen seitdem das Gemeindeleben aktiv mit. Im öffentlich-kultischen Bereich hingegen nimmt die Frau nicht aktiv teil. An vielen Orten innerhalb und ausserhalb Europas sind kleinere Bet- oder Studiergemeinschaften entstanden, die es Frauen ermöglichen, im Rahmen traditionell geführter, doch egalitärer Gottesdienste Bibelauslegungen öffentlich vorzutragen. Als einzige Strömung kennt das Reformjudentum die volle Gleichberechtigung auch im kultischen Bereich. Weibliche jüdische Gelehrsamkeit in ihrem ganzen Facettenreichtum wird in diesem Buch anhand der Auslegungen der 54 Wochenabschnitte der Tora - der fünf Bücher Mose - aufgezeigt. Dabei decken diese Auslegungen nicht nur religiöse Aspekte ab, sondern verstehen sich auch literarisch, historisch, anthropologisch und psychologisch. Traditionalistinnen, jüdische Feministinnen, Streitbare und Versöhnliche, Ältere und Jüngere reflektieren in ihren Textanalysen jüdische Überlieferung und bringen sie mit heutigen Fragestellungen ins Gespräch. So verschafft sich die Stimme der selbstbewussten - ihrer selbst bewussten - jüdischen Frau mehr Gehör in der Öffentlichkeit. Der Sammelband ist ein Begleiter durch das jüdische Jahr. Die Beiträge vermitteln nicht nur Wissen und Anregungen, sondern zeigen auch und ganz besonders neue Aspekte weiblich-jüdischer Spiritualität auf. Ziel der Publikation ist es zudem, den pluralistischen innerjüdischen Diskurs zu dokumentieren und einem grösseren Publikum zugänglich zu machen sowie Frauen zur eigenständigen Auseinandersetzung mit religiösen Quellen zu ermutigen - ein durch seine Ausrichtung sowie die Textauswahl einzigartiges Unterfangen im deutschsprachigen Raum.
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Klappentext zu: Kol Ischa

Im traditionellen Judentum waren Toragelehrsamkeit und Gottesdienst stets von Männern bestimmt. Weibliche Spiritualität fand ihren Ausdruck hauptsächlich im persönlichen Gebet und im häuslichen Umfeld. Erst an der Schwelle zum 20. Jahrhundert wurde es auch Frauen ermöglicht, sich mit den religiösen Quellen auseinander zu setzen. Im Zuge der politischen Gleichberechtigung erlangten Frauen in vielen jüdischen Gemeinden das Stimm- und Wahlrecht und prägen seitdem das Gemeindeleben aktiv mit. Im öffentlich-kultischen Bereich hingegen nimmt die Frau nicht aktiv teil. An vielen Orten innerhalb und ausserhalb Europas sind kleinere Bet- oder Studiergemeinschaften entstanden, die es Frauen ermöglichen, im Rahmen traditionell geführter, doch egalitärer Gottesdienste Bibelauslegungen öffentlich vorzutragen. Als einzige Strömung kennt das Reformjudentum die volle Gleichberechtigung auch im kultischen Bereich.
Weibliche jüdische Gelehrsamkeit in ihrem ganzen Facettenreichtum wird in diesem Buch anhand der Auslegungen der 54 Wochenabschnitte der Tora - der fünf Bücher Mose - aufgezeigt. Dabei decken diese Auslegungen nicht nur religiöse Aspekte ab, sondern verstehen sich auch literarisch, historisch, anthropologisch und psychologisch. Traditionalistinnen, jüdische Feministinnen, Streitbare und Versöhnliche, Ältere und Jüngere reflektieren in ihren Textanalysen jüdische Überlieferung und bringen sie mit heutigen Fragestellungen ins Gespräch. So verschafft sich die Stimme der selbstbewussten - ihrer selbst bewussten - jüdischen Frau mehr Gehör in der Öffentlichkeit.
Der Sammelband ist ein Begleiter durch das jüdische Jahr. Die Beiträge vermitteln nicht nur Wissen und Anregungen, sondern zeigen auch und ganz besonders neue Aspekte weiblich-jüdischer Spiritualität auf. Ziel der Publikation ist es zudem, den pluralistischen innerjüdischen Diskurs zu dokumentieren und einem grösseren Publikum zugänglich zu machen sowie Frauen zur eigenständigen Auseinandersetzung mit religiösen Quellen zu ermutigen - ein durch seine Ausrichtung sowie die Textauswahl einzigartiges Unterfangen im deutschsprachigen Raum.

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