Indien 1999-2005
Photographien. Dtsch.-Engl.
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Zwischen Märchen-Welten und Armuts-Welten, den märchenhaften Schönheiten aus Tausend und einer Nacht, zwischen Kameltrampeln, abgeschnittenen Tierköpfen, quälend arbeitenden Körpern und stumpfer, staubiger Armut ist Axel Heller der... mehr
2008, 236 Seiten, 103 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Maße: 30,9 x 30,7 cm, Leinen, Deutsch/Englisch
Steffen, Friedland ISBN-10: 3940101206
ISBN-13: 9783940101204
Steffen, Friedland ISBN-10: 3940101206ISBN-13: 9783940101204
Produkt-Beschreibung zu: Indien 1999-2005
Zwischen Märchen-Welten und Armuts-Welten, den märchenhaften Schönheiten aus Tausend und einer Nacht, zwischen Kameltrampeln, abgeschnittenen Tierköpfen, quälend arbeitenden Körpern und stumpfer, staubiger Armut ist Axel Heller der Seefahrer, ein Odysseus, der stets zurückkehrt mit dem Leben und ein paar belichteten Filmrollen im Gepäck. Indieneinmal: zahllose Kamele, die sich in der Wüste versammeln als Ort eines Viehmarktes unter der Sonne in der verbrannten Öde, weiter: nasse Elefantenleiber, gedrängt im Ganges, umringt von hunderten Pilgern oderimmer wieder rituelle Feste, übersät von Gesichtern in unendlicher Vielfalt, wälzende Prozessionen, Kostüme in schimmernden Stoffen und lauten Farben, Gerüche, Lärm, Gottheiten verschiedenster Artder Kontinent bricht auf in eine Unzahl von Begebenheiten, Daseinsweisen, Orten. Heller erfindet diese Welt nicht, er berührt jenes, was geht von der Welt: Jahrhunderte-alte hölzerne Boote mit windgierigen Segeln, fliegende Rikschas von Menschen getragen mit ihrem süssen Klang der Glöckchen, den spielenden, flötenden Schlangenbeschwörern und Fakiren über funkelnden Glasscherben. Ein Teil unserer Kindheit, die Poesie des Unbekannten, der Märchen und Sagen. Heller verrichtet damit die Arbeit des Bestatters in der Motivik. Im Bildlichen dagegen ist er klarer Konstruktivist der Moderne, ein Konstrukteur des Bildaufbauesdieser knisternde Zwiespalt seiner Photographie zwischen irdischer Haptik, Kontext (mit abgeschabten, abgeplatzten Wänden) und der puristischen Strenge seiner Bildkompositionen durch den Sucher des Photographen zieht den Betrachter in Bann, eröffnet ihm spürbar die Brisanz des Gesehenen, die Allgemeingültigkeit zugleich. Maik Buttler
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