Kleine Geschichte der Ein- und Auswanderung in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg leben etwa 2,7 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund - das sind zugewanderte und in Deutschland geborene Ausländer, Spätaussiedler und Eingebürgerte sowie deren Kinder. Damit liegt ihr Anteil an der... mehr
2009, 189 Seiten, 40 farbige Abbildungen, mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Abbildungen, Maße: 13,3 x 19,2 cm, Gebunden, Deutsch
DRW ISBN-10: 3871817252
ISBN-13: 9783871817250
DRW ISBN-10: 3871817252ISBN-13: 9783871817250
Produkt-Beschreibung zu: Kleine Geschichte der Ein- und Auswanderung in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg leben etwa 2,7 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund - das sind zugewanderte und in Deutschland geborene Ausländer, Spätaussiedler und Eingebürgerte sowie deren Kinder. Damit liegt ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung der BRD in Baden-Württemberg mit 25 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit 19 Prozent.
Die Zuwanderung hat im Südwesten Tradition. Wanderungsbewegungen haben von jeher die Geschichte Südwestdeutschlands geprägt. Eine "Hochzeit" der Wanderung war die Frühe Neuzeit, vor allem die Zeit nach der Reformation und dem Dreißigjährigen Krieg, als Glaubensflüchtlinge wie Calvinisten, Hugenotten und Waldenser nach einer neuen Heimat suchten. Das 18. und besonders das 19. Jahrhundert mit seinen schweren politischen und wirtschaftlichen Krisen brachte massive Auswanderungsbewegungen nach Übersee und nach Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa - Stichwort - Banater Schwaben und Donauschwaben. Das 20. Jahrhundert mit seinen Weltkriegskatastrophen wargeprägt von Flucht und Vertreibung großer Menschenmassen. Ein neues Element in die Wanderungsbewegung bringen die ersten Jahrzehnte nach 1945 mit Wiederaufbau und Wirtschaftswunder durch die Anwerbung von Gastarbeitern, später gefolgt von politischen Flüchtlingen und Aussiedlern.
Die Zuwanderung hat im Südwesten Tradition. Wanderungsbewegungen haben von jeher die Geschichte Südwestdeutschlands geprägt. Eine "Hochzeit" der Wanderung war die Frühe Neuzeit, vor allem die Zeit nach der Reformation und dem Dreißigjährigen Krieg, als Glaubensflüchtlinge wie Calvinisten, Hugenotten und Waldenser nach einer neuen Heimat suchten. Das 18. und besonders das 19. Jahrhundert mit seinen schweren politischen und wirtschaftlichen Krisen brachte massive Auswanderungsbewegungen nach Übersee und nach Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa - Stichwort - Banater Schwaben und Donauschwaben. Das 20. Jahrhundert mit seinen Weltkriegskatastrophen wargeprägt von Flucht und Vertreibung großer Menschenmassen. Ein neues Element in die Wanderungsbewegung bringen die ersten Jahrzehnte nach 1945 mit Wiederaufbau und Wirtschaftswunder durch die Anwerbung von Gastarbeitern, später gefolgt von politischen Flüchtlingen und Aussiedlern.
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