Du stirbst nicht
Roman; Deutscher Buchpreis 2009

Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2009
Als Helene Wesendahl erwacht, weiß sie nicht, wie ihr geschieht. Nach einer Hirnblutung findet sie sich im Krankenhaus wieder, doch ihre Erinnerung und ihre Sprache lassen sie im Stich. Erst durch intensive Rehamaßnahmen gewinnt... mehr
2009, 5. Aufl., 348 Seiten, Maße: 13,3 x 21 cm, Geb. mit Su., Deutsch
KIEPENHEUER & WITSCH
ISBN-10: 3462040987
ISBN-13: 9783462040982
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ISBN-10: 3462040987
ISBN-13: 9783462040982
Produkt-Beschreibung zu: Du stirbst nicht
Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2009
Als Helene Wesendahl erwacht, weiß sie nicht, wie ihr geschieht. Nach einer Hirnblutung findet sie sich im Krankenhaus wieder, doch ihre Erinnerung und ihre Sprache lassen sie im Stich. Erst durch intensive Rehamaßnahmen gewinnt Helene ihre Sprache wieder und auch ihre Erinnerung kehrt bruchstückhaft zurück. Was da zutage tritt, konfrontiert sie mit einem Leben, das Helene fremd erscheint. Sie entdeckt Brüche in ihrer Biografie und verdrängte Leidenschaften. Und als ihr bewusst wird, dass sie den Mann, der sie jetzt so eifrig pflegt, eigentlich verlassen wollte, droht sie den Boden unter den Füßen zu verlieren. Die atemberaubende Geschichte einer Heilung.
Kathrin Schmidt erhielt den Deutschen Buchpreis 2009 für ihren vierten, stark autobiografisch geprägten Roman: "Du stirbst nicht". Sie lebt mir ihrer Familie in Berlin.
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Klappentext zu: Du stirbst nicht
Vom Hirnschlag erwacht - die Geschichte einer Heilung
Helene Wesendahl weiß nicht, wie ihr geschieht: Sie findet sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, die doch einmal sie selbst war.
Kathrin Schmidt packt ihre Leser diesmal durch die Beschränkung, und zwar im wörtlichen Sinne. Mit den Augen ihrer erwachenden Heldin blicken wir in ein Krankenzimmer, auf andere Patienten, das Pflegepersonal und den eigenen Körper, der plötzlich ein Eigenleben zu führen scheint. Und wir erleben die mühsamen Reha-Maßnahmen mit, die Reaktionen der Familie, den aufopferungsvollen Einsatz ihres Mannes - und die bruchstückhafte Wiederkehr ihrer Erinnerung.
Was da zutage tritt, konfrontiert Helene mit einem Leben, in dem sie sich kaum wiedererkennt, und das vieles in Frage stellt, was in der neuen Situation so selbstverständlich scheint. Sie entdeckt frühe Brüche in ihrer Biographie,verdrängte Leidenschaften und aus der Not geborene Verpflichtungen. Als ihr bewusst wird, dass ihr Herz sich bereits auf Abwege begeben hatte und sie den Mann, der sie jetzt so eifrig pflegt, eigentlich verlassen wollte, droht sie den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Kathrin Schmidt gelingt das Erstaunliche: Sie macht den Orientierungs- und Sprachverlust nach einer Hirnverletzung erfahrbar und zeigt einen Weg der Genesung, der in zwei Richtungen führt, zurück und nach vorn. Dabei entsteht ein Entwicklungsroman ganz eigener Art, der durch seine innere Dynamik fesselt und durch die Rückhaltlosigkeit, mit der seine Heldin sich mit ihrer Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert, fasziniert. Er überzeugt vor allem durch die bewegende Schilderung eines sprachlichen Neubeginns.
Helene Wesendahl weiß nicht, wie ihr geschieht: Sie findet sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, die doch einmal sie selbst war.
Kathrin Schmidt packt ihre Leser diesmal durch die Beschränkung, und zwar im wörtlichen Sinne. Mit den Augen ihrer erwachenden Heldin blicken wir in ein Krankenzimmer, auf andere Patienten, das Pflegepersonal und den eigenen Körper, der plötzlich ein Eigenleben zu führen scheint. Und wir erleben die mühsamen Reha-Maßnahmen mit, die Reaktionen der Familie, den aufopferungsvollen Einsatz ihres Mannes - und die bruchstückhafte Wiederkehr ihrer Erinnerung.
Was da zutage tritt, konfrontiert Helene mit einem Leben, in dem sie sich kaum wiedererkennt, und das vieles in Frage stellt, was in der neuen Situation so selbstverständlich scheint. Sie entdeckt frühe Brüche in ihrer Biographie,verdrängte Leidenschaften und aus der Not geborene Verpflichtungen. Als ihr bewusst wird, dass ihr Herz sich bereits auf Abwege begeben hatte und sie den Mann, der sie jetzt so eifrig pflegt, eigentlich verlassen wollte, droht sie den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Kathrin Schmidt gelingt das Erstaunliche: Sie macht den Orientierungs- und Sprachverlust nach einer Hirnverletzung erfahrbar und zeigt einen Weg der Genesung, der in zwei Richtungen führt, zurück und nach vorn. Dabei entsteht ein Entwicklungsroman ganz eigener Art, der durch seine innere Dynamik fesselt und durch die Rückhaltlosigkeit, mit der seine Heldin sich mit ihrer Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert, fasziniert. Er überzeugt vor allem durch die bewegende Schilderung eines sprachlichen Neubeginns.
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Patricia G., Brake, 30.08.2009
ja | nein

In diesem Buch wird das Schicksal eines Menschen beschrieben, der von einem Tag auf den anderen aus allen Bezügen geworfen wurde. Da war keine Möglichkeit, Ungeordnetes zu ordnen und den Lebenszyklus ins Reine zu bringen. Großartig werden Stimmungen eingefangen und innere Zustände registriert. Dramatisch sind die Einschübe verloren gegangener Erinnerungen, die als Assoziationen aus der Tiefe des Vergessens auftauchen.
Einfühlsam, reflektiert in Ausdruck und Gedanken entwirft Kathrin Schmidt das Vollbild einer Krankheit, bei der Psyche, Geist und Körper als Einheit verloren gegangen sind. Einem Puzzlespiel gleich wird Vergangenheit und Zukunft in sporadischen Bildern zusammengefügt. Kafkaeske Zustände entstehen, und in der höchst sensiblen Erzählung zeigt die Autorin unser fragiles Gleichgewicht und die möglichen Bedrohungen für unsere Existenz.
Eine ausgezeichnete Schriftstellerin!
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