Kap der Finsternis, Roger Smith, Krimi & Thriller
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Kap der Finsternis

Kap der Finsternis

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2010

sehr gut
Kapstadt ist ein Paradies. Für manche aber auch die Hölle.

Ein dummer Zufall, ein brutales Verbrechen, ein korrupter Polizist und eine schonungslose Tour de force, die in immer tiefere Abgründe führt. "Kap der Finsternis" ist ein hochtouriger literarischer Thriller, der ein ungeschöntes Panorama des heutigen Südafrika zeichnet - ein spektakuläres Debüt!

2009, 356 Seiten, Maße: 15,2 x 21,5 cm, Gebunden, Deutsch
Aus d. Amerikan. v. Bürger , Jürgen u. Torberg, Peter Tropen bei Klett-Cotta ISBN-10: 3608502025
ISBN-13: 9783608502022
 
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Klappentext zu: Kap der Finsternis

Jack Burn, gestrauchelter amerikanischer Glücksspieler, ist mit seiner hochschwangeren Frau und seinem Sohn in Kapstadt untergetaucht. Dort wird die Familie Opfer eines willkürlichen Gewaltverbrechens, verübt von Mitgliedern einer Gang. Benny Mongrel, gerade aus dem Gefängnis entlassen und als Wachmann tätig, schöpft Verdacht, als er beobachtet, wie die Gangster in Burns luxuriöses Haus einsteigen, Schüsse fallen und beide nicht wieder auftauchen.

Burns Inkognito droht aufzufliegen, und es beginnt ein aufreibendes Katz-und-Maus-Spiel mit Gatsby, einem bigotten, rassistischen Polizisten, der seinerseits die staatliche Antikorruptionseinheit im Nacken hat. Ein atemloser Showdown führt mitten ins Gangland, in die Cape Flats, die riesigen, labyrinthischen Vorstadtslums ...

Leseprobe: Kap der Finsternis

KAPITEL 1

Jack Burn stand auf der Terrasse des Hauses hoch über Kapstadt und schaute zu, wie die Sonne sich im Meer ertränkte. Der Wind, dieser Südostwind, der Burn an die Santa Anas zuhause erinnerte, wehte wieder stärker. Ein Wind, der die Nacht in ein Treibhaus verwandelte, der die Menschen angespannt und gereizt werden ließ, der Cops und Notärzte in falsche Entscheidungen verwickelte.

Burn hörte das Röhren des Autos ohne Schalldämpfer, das langsam ausrollte
...

Autoren-Porträt von Roger Smith:

Roger Smith, 1960 in Johannesburg geboren, ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent. Während der südafrikanischen Apartheidjahre hat er das erste hautfarbenübergreifende Filmkollektiv gegründet. Daraus ist eine Reihe von wichtigen, international erfolgreichen Protestfilmen hervorgegangen.Peter Torberg, geboren 1958 in Dortmund. Er übersetzte u.a. Oscar Wilde, Mark Twain, Raymond Federman, Michael Ondaate, Rudyard Kipling und für DuMont James Coltrane und James Buchan.

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34 Kundenkommentare (Durchschnitt: 4sehr gut)
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Ausgewählte Kundenkommentare

ausgezeichnet
villawiebke, Brandenburg, 11.03.2009
So hatte sich der Glücksspieler Jack Burn das Leben mit seiner schwangeren Frau Susan und seinem Sohn Matt nicht vorgestellt, als er mit ihnen unter falscher Identität nach Kapstadt flüchtet. Fernab von der Vergangenheit findet sein Plan ein jähes Ende als Bandenmitglieder in das Haus der Familie einbrechen. Ohne Skrupel stellt er sich den Eindringlingen und steht ungewollt am Ende seiner Zukunft. Inmitten der Kulisse von Kapstadt, geprägt von Gewalt, Korruption und Bandenkriegen, erzählt der Autor mit voller verbaler Härte seine Geschichte. Bizarr und ohne Schnörkel reiht er die Fakten aneinander, beschönigt nichts. Rasant im Tempo lässt er Ereignisse und Handlungen ablaufen, unwirklich erscheinend und doch voller Realität. Gesellschaftskritisch, mit realem Hintergrund wurde der Thriller vom Autor konstruiert und ist trotz seiner durchgängigen Brutalität volle fünf Sterne wert.
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ausgezeichnet
sabatayn76, Deutschland, 09.09.2009
Roger Smith steigt rasant in die Geschichte ein, als Leser ist man sofort in der Handlung gefangen und erlebt ein schonungsloses Kapstadt, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Die Sprache ist häufig sehr derb, was jedoch perfekt zu den beschriebenen Schicksalen, der Verzweiflung und der Armut in den Ghettos passt. Die Protagonisten sind dabei allesamt und ohne Ausnahme Antihelden – kriminell, drogenabhängig, skrupellos, egoistisch, brutal, emotional abgestumpft und gierig. Jede bei mir aufkommende Sympathie wurde spätestens auf der nächsten Seite zunichte gemacht. Roger Smith schaffte es damit jedoch, mich in seine Hölle mitzunehmen und mir ein Kapstadt zu zeigen, welches man sich im gut behüteten Deutschland kaum vorzustellen wagt. KdF ist eine psychologische Studie zu Verbrechen und Hass, Armut und Drogenkonsum, Rassenbenachteiligung lange nach dem Ende der Apartheid. Großartig!
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gut
hrafnaklukka, Rüthen, 19.04.2009
Roger Smith versteht es meisterhaft in seinem Krimi-Debüt die Grenzen zwischen gut und böse zu verwischen und die Lebensumstände in Kapstadt zwar brutal, aber durchaus realistisch darzustellen. Rund herum hat er einen spannenden Thriller gestrickt, den man von Anfang an nicht mehr aus der Hand legen kann. Sprachlich ist das Buch allerdings nichts für zarte Gemüter, balanciert jedoch geschickt auf einem dünnen Pfad zwischen authentisch und nicht Jugendfrei. Es wird kein Problem ausgelassen – von Drogen, Waffenhandel und Korruption bis hin zu Vergewaltigung und Kindesmissbrauch. Der Weg des Buches ist von Anfang bis Ende mit Leichen gepflastert, passt zu der Geschichte, war mir persönlich aber am Ende etwas viel. Vor allem die so oft beschriebene Gleichgültigkeit gegenüber dem menschlichen Leben hat mir das Lesevergnügen so manches mal getrübt.
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ausgezeichnet
Knutschmaus, Dahlen, 16.03.2009
Vorweg: Das Buch ist nichts für schwache Nerven. Ich habe zwar schon Bücher gelesen, die weitaus schlimmer und düsterer geschrieben sind, trotzdem ist dieses Buch außergewöhnlich!

Offen, brutal und schonungslos schildert der Autor Kapitalverbrechen. Raub, Mord und Vergewaltigungen werden aber ganz beiläufig erzählt. Der Autor verwendet in seinem Buch häufig "Gossenslang", was das Ganze noch realistischer erscheinen lässt. Man schüttelt beim Lesen immer wieder den Kopf und denkt "Das gibts doch nicht." Und dann wird einem bewusst, dass es genau so überall täglich auf der Welt (natürlich nicht nur in Kapstadt) geschieht. Das verursacht ein sehr bedrückendes Gefühl...

Fazit: Es lohnt sich wirklich, diese Buch zu lesen. Es ist unglaublich fesselnd und das Ende ziemlich überraschend. Aber wie gesagt - eine gehörige Portion Nervenstärke sollte man schon haben!
1 von 1


sehr gut
Martina M., Wülfrath, 16.03.2009
Ich glaube in diesem Buch geschieht so ziemlich jedes Verbrechen: Morde, Folter, Entführung, Raub, Einbruch, Bestechung, Waffenbesitz, Drogenhandel u.s.w.
Diese brutale Geschichte geht einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf .Man sieht einzelne Szenen sofort vor sich, kann sich schwer entziehen. Woran liegt das ? An der harten, deutlichen, manchmal auch sehr primitiven Sprache, die nicht jedermanns Sache sein wird.Alles wirkt erschreckend realistisch. Die Geschichte wird zügig erzählt, keine langatmigen Beschreibungen von Landschaft oder Personen.Die Sprache und Schreibstil passt hervorragend zu dem Inhalt, ich bin überzeugt Kap der Finsternis wird ein Renner .Einem Thrillerfan würde ich diese Erstlingswerk von Roger Smith auf jeden Fall wärmstens empfehlen- nichts für sensible Leser, Foltermethoden sind einige Male sehr deutlich bezeichnet.
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sehr gut
djojo, Karlsruhe, 26.03.2009
In einer brutalen und grausamen Art und Weise weist Roger Smith mit dem Zeigefinger auf einen Teil der Welt, den die meisten nur als Urlaubsziel kennen: Kapstadt. Er erzählt aus dem Leben von Jack Burn, welcher sich mit seiner schwangeren Frau und seinem Sohn auf der Flucht befindet.
Mir persönlich hat besonders die sehr einseitig negative Darstellung von Kapstadt missfallen. Immer wieder wird eine gerade bilderbuchhübsche Kulisse der Natur und der Umgebung beschrieben, aber die Beschreibung wird spätestens auf der nächsten Seite wieder ins Negative geschoben. Ebenso unangenehm empfand ich die durchgehend brutale und ordinäre Sprache, welche von Roger Smith verwendet wird.
Die Übersetzung ist meist gelungen, es handelt sich insgesamt um ein durchaus spannendes und mitreißendes Buch. Eine weniger ordinäre Sprache und objektivere Beschreibungen hätten zu fünf Sternen geführt.
3 von 4

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