Ich denke, also bin ich verwirrt
Meine liebsten Welterklärungen

Warum denken? Na, weils schön macht. Vielleicht nicht unbedingt uns, aber das Leben. Christoph Süß unternimmt eine satirische Exploration der Philosophiegeschichte, und wir stellen fest: Unverständlichkeit kann sehr komisch sein. Sinn! Los!
2009, 311 Seiten, 20 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Maße: 12,6 x 19,6 cm, Gebunden, Deutsch
Piper ISBN-10: 3492052975
ISBN-13: 9783492052979
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Klappentext zu: Ich denke, also bin ich verwirrt
Die Welt dreht sich und uns ist schlecht. Wir müssen in der Zeit der Unverständlichkeit leben, in einem Universum, das sowieso zu groß ist. Was soll man da über sich denken? Und warum eigentlich? Was ist der Sinn? Gibt es Glück? Wie antworteten die Leuchten des Abendlandes auf diese Fragen? Christoph Süß erzählt eine hoch-ironische, böse und sprühend andere Geistesgeschichte. Von den Jahrtausendklassikern der Griechen übers sonnige Mittelalter, in dem noch niemand mit Wissen belästigt wurde, von den letzten Alchimisten und den Drei von der Uni Tübingen bis zu dem Punkt, an dem schließlich modern die Post abgeht und nicht nur Geld, sondern auch die Welt verschwindet. Ja, und jetzt?
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Erwarten kann der Leser von diesem Debüt einen satirischen Roman über Philosopie. Mein erster Eindruck war richtig positiv überraschend. Vom Klappentext habe ich etwas gewollte lustige aber auch konfuse und schwere Kost erwartet. Der komplette Roman an sich ist aber flüssig und amüsant zu Lesen.
Ein hübsches Extra ist, dass es in dem Buch Bilder gibt und es dadurch noch mehr aufgelockert wird, ebenso gibt es auch noch Einschübe zur Erklärung in dem Buch, die sehr hilfreich sind. Alles in allem ein lehrreiches und nettes Buch – mal etwas ganz anderes.
... Das wilde und schlampige Denken ist das Vorrecht des Laien."
So weit so gut.
Auf eine sehr eigene Art sinniert Süß über einige grundsätzliche Fragen der Menschheit nach und kommt so auch an den alten Philosophen nicht vorbei. Auch wenn das ganze manchmal sehr verwirrt erscheint, wenn man bei der Sache bleibt, macht es Spaß und man beansprucht das Zwerchfell recht häufig.
Aber wieso habe ich jetzt auf einmal Lust mehr über Platon, Parmides, Sokrates, Kant und Co zu lesen?
Der Autor erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Expertenwissen. Er bezeichnet sich selbst als Laien. Was nicht ganz stimmt, denn er hat einmal begonnen Philosophie zu studieren. Aber er führt den Leser in einer manchmal schwierigschönen Sprache ein in das komplexe Gebiet der Philosophie. Und irgendwie lässt man sich gerne darauf ein. Er macht einem Lust auf die Philosophie, sich damit auseinanderzusetzen und Gedanken zu machen.
Christoph Süss schreibt mit sehr viel Wortwitz.
Flüssig, klar und deutlich. Ohne damit seinen Leser, der
während des Lesens sicher immer verwirrter wird, zu erschlagen
erklärt er und die Philosophie. Ganz anders als Gardner in „Sofies Welt“.
Das eigentlich trockene Thema ist mit einer Priese Ironie, Sarkasmus und Humor ein wahres Lesevergnügen.
Mir gefällt der Stil des Autors sehr. Die Bebilderung im Buch halte ich für sehr gelungen.
Christoph Süss erläutert in angenehmer Pseudophilosophie. leicht lesbar für Leute, die dieses Fach weder studiert, oder sich mit Philosophie befasst haben. Verständlich für jeden, aber vor allem für philosophisch wissbegierige Laien durchdacht.
Dennoch hat das Buch seine Längen und der Autor verliert sich beim philosophieren.