Submarino, Jonas T. Bengtsson, Unterhaltungsliteratur
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Submarino

Submarino

Tropen. Roman

sehr gut
Zwei Brüder kämpfen sich durch ein Leben aus Drogen, Gewalt und Einsamkeit. Als die Mutter stirbt, begegnen sie sich nach langer Zeit wieder und fassen Hoffnung. Aber schon bald holt das Leben sie wieder ein."Submarino" ist packender, kompromissloser Realismus. Wer dieses Buch liest, wird ein anderer Mensch. Der Roman wird derzeit von Thomas Vinterberg ("Das Fest") verfilmt.

2009, 383 Seiten, Maße: 15 x 21,6 cm, Gebunden, Deutsch
Aus d. Dän. v. Günther Frauenlob Klett-Cotta ISBN-10: 3608501053
ISBN-13: 9783608501056
 
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Klappentext zu: Submarino

Nick ist Bodybuilder und Ex-Knacki und haust in einem heruntergekommenen Wohnheim am Stadtrand Kopenhagens. Er trainiert hart und trinkt viel. Die nächtlichen Albträume vertreibt er mit lieblosem Gelegenheitssex. Sein älterer Bruder ist alleinerziehender Vater und Heroin-Junkie. Er lebt in ständiger Angst, seinen Sohn zu verlieren oder die Drogen aufgeben zu müssen. Als ihre Mutter stirbt, begegnen sie sich nach langer Zeit wieder und beschließen einen Neuanfang. Doch bald holt das Leben sie ein ...

Submarino: Foltermethode, bei der der Kopf einer Person bis zur Erstickungsgrenze unter Wasser gedrückt wird.

Rezension zu: Submarino

"Jonas T. Bengtsson schreibt so gut, dass es weh tut." (Ekstra Bladet)

Leseprobe: Submarino

Für Youssef

Submarino: Foltermethode, bei der der Kopf einer Person bis zur Erstickungsgrenze unter Wasser gedrückt wird.

IVAN

1

Das Fitnesscenter liegt im ersten Stock eines alten Fabrikgebäudes. Die Tür geht auf, er kommt die Treppe herunter und sieht sich mit abwesendem Blick um. Nichts auf der Welt kann diesen Mann jemals aus der Ruhe bringen. Er ist groß, hat dicke Muskeln und sehr wenig Fett. Durch sein weißes Netzhemd sieht
...

Autoren-Porträt von Jonas T. Bengtsson:

Jonas T. Bengtsson, geboren 1976, lebt in Kopenhagen.

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Das meinen unsere Kunden zu: Submarino

19 Kundenkommentare (Durchschnitt: 4sehr gut)
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Ausgewählte Kundenkommentare

weniger gut
Rockabella, Essen, 12.07.2009
Das Buch tut weh!Ein toter Säugling durchzieht die gesamte Story,was nur für hart gesotten Leser ohne Beklemmungen zu lesen sein dürfte.Oft war ich den Tränen nahe!Alles dreht sich um Sex,Alkohol,Drogen,Gewalt und Tod.Bildgewaltig und tabulos lässt sich die Art des Autors am besten beschreiben.Die Erzählweise ist grausam, brutal und vulgär. Die vielen verpfuschten Leben im Buch werden schonungslos und realitätsnah beschrieben,was das Buch noch härter macht.Dieser Roman war definitiv zu hart für mich.Der Text geht einem sehr nahe,wühlt die innersten Gefühle auf.Es braucht Zeit den ganzen Inhalt zu erfassen und zu verarbeiten.Ein Buch,das die schockierensten Bilder in einem wach ruft.Ich kann mir nur vorstellendass der Autor mit diesem Buch die Menschen auf die Gesellschaft hinter unseren heilen 4 Wänden aufmerksam machen will.Ansonsten würde sich mir der Sinn des Buches nicht erschließen
2 von 3


gut
M.F., Hannover, 03.05.2010
Gewaltig... Wortgewaltig und gewalttätig...


Bengtsson hat sein Buch zweigeteilt und lässt in jedem Teil einen der Brüder, als Ich-Erzähler zu Wort kommen. Dabei ist die vom Autor verwandte Sprache beispielhaft für das Milieu in dem die Brüder gelandet sind, macht damit aber auch den Roman sicher nicht leichter verdaulich für empfindliche Naturen.

Alles in Allem ein sehr eindringlicher Roman über das Leben und wie es manchmal endet.
1 von 1


ausgezeichnet
rebellyell666, Münster, 13.08.2009
Bentsson schaffte es bereits, mich in der Leseprobe zu reizen. Doch dass das Buch einen so deprimieren kann, hätte ich nicht gedacht. Dies ist kein Märchen von dem Ex-Knacki, der plötzlich einen guten Job kriegt, weil er die zündende Idee hat oder von dem Junkie, der einen Entzug durchmacht. Nein, dies ist ein unverhülltes Portrait zweier Brüder, die es nicht besser wissen können und denen auch keine helfen wird. Vielleicht werden manche sagen: Das ist doch deprimierend, keine schönen Szenen ... Ich denke vielmehr, dass Bengtsson uns mal gezeigt hat, was wir überhaupt an unseren Eltern haben. An unseren Freunden, Verwandten, Bekannten. Unserem Bildungssystem. Selbst Ivan, der als Wunderkind galt, fällt so stark zurück, dass er seine eigene Sprache nicht mehr richtig weiß.Bengtsson ist ein Schriftsteller, der sich wirklich treu bleibt und nicht wild konstruiert.


ausgezeichnet
Bücherwürmchen, Bayern, 17.07.2009
Keine leichte Kost, perfekt serviert

Charakteristisch für die Schreibweise von Bengtsson sind kurze Sätze, manchmal auf den ersten Blick zusammenhanglos hingeworfene Gedanken, lakonisch geschilderte Dramen, die dadurch umso realistischer und eindringlicher wirken. Insgesamt vermittelt schon alleine diese Sprache einen Eindruck von den Leben der beiden Brüder, um die es geht: Der Überlebenskampf schon in der Kindheit, Aggressionen, ein Sich-Treiben–Lassen und das Streben danach, ein guter Mensch zu sein, ein guter Vater, einem gewissen Ehrenkodex zu folgen, nicht nur haltlos und fremdbestimmt zu sein, einfach durchs Leben zu kommen.
Dieses Buch ist definitiv keine leichte Sommerlektüre, das man so nebenbei konsumieren und unberührt wieder weglegen kann. Wer aber bereit ist, sich auf die schonungslose Schilderungen chancenloser Leben einzulassen, wird ein grandioses Buch entdecken.


ausgezeichnet
Sandra H., Göttingen, 22.07.2009
Submarino handelt von zwei Brüdern, die unter den schlechtesten Voraussetzungen in Dänemark aufwachsen. Den größten Teil ihrer Kindheit haben sie getrennt in Heimen verbracht, bis ihre Mutter sie zu sich holt. Die Mutter hätte so gerne eine Familie,leider sind die Verlockungen von Drogen, Alkohol und schnellem Sex größer. Da bleibt es nur eine Frage der Zeit, bis die Brüder auf sich allein gestellt sind und sich regelmäßig an Mamas großem Pillenvorrat bedienen. Das Buch ist aufgeteilt in zwei Kapitel, jeder Bruder erzählt seine Lebensgeschichte. Die Geschichten führen am Ende zusammen. Das alles ist in einer so kompromisslosen und teils auch auswegslosen Sprache geschrieben, dass einen das Buch sofort in seinen Bann zieht. Man leidet und hofft mit den Brüdern, verabscheut sie teilweise auch und will sich das schlimme Ende gar nicht vorstellen. Uneingeschränkte Leseempfehlung meinerseits!


ausgezeichnet
Nicole W., Brakel, 24.07.2009
Jonas T. Bengtson hat mit "Submarino" ein Buch geschrieben über ein Leben, dass den meisten von uns fremd sein dürfte.

Dieses Buch ist hart und realistisch. So kann man es wohl ausdrücken. Die Stimmung ist durchgehend bedrückend und depressiv. Dem Autor ist es sehr gut gelungen die Ausweglosigkeit und die Verzweiflung der beiden Brüder zu transportieren. Schonungslos sind auch die Beschreibungen, so wie auch das Leben von Nick und seinem Bruder.
In ihrer Verzweiflung versuchen sie sich an die Aufgabe zu klammern wenigstens für Ivan und Martin zu sorgen, aber sie haben nie gelernt Liebe zu schenken und so führt auch dieses Vorhaben in eine Katastrophe.

Die vielen kurzen Kapitel und der kurze und prägnanten Schreibstil des Autors sorgen dafür, dass das Buch schnell gelesen ist.
Es hinterlässt ein kleines Gefühl der Leere im Leser.


ausgezeichnet
stjerneskud, Stuttgart, 21.08.2009
Der Roman hat mich gepackt wie schon lang kein anderer mehr und auch nachdem ich ihn aus den Händen gelegt hatte bewegte und berührte er mich immer noch. Meistens bin ich kein Freund der Ich-Form, aber hier passt sie und die Geschichte hätte ansonsten nicht so ergreifend und schonungslos erzählt werden können. Vorallem dürfen beide Brüder ihre Geschichte erzählen und der eine wird nicht von dem anderen übergangen. Der Schreibstil mag anfangs gewöhnungsbedürftig sein, aber vermutlich wird nur dadurch diese Intensität erreicht. Es las sich, als ob man selber dabei wäre, ganz nah an den Geschehnissen dran und sie miterlebt. Ich habe schon lang nichts mehr gelesen, daß mir so unter die Haut ging. Empfehlenswert für alle Kopenhagen-Fans und für diejenigen, die in Lebensschilderungen eintauchen wollen, mit denen sie ansonsten nicht in Berührung kommen. „Submarino“ ist wirklich lesenswert.

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