Firmin, Sam Savage, Unterhaltungsliteratur
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Firmin

Firmin

Ein Rattenleben. Roman

sehr gut
Firmin
Ein Rattenleben. Sam Savage erzählt in diesem gefeierten Kultbuch die traurig-charmante Geschichte eines verkannten Außenseiters. Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf. Dort liest er sich Buch für Buch durch die... mehr

2009, 203 Seiten, Maße: 12,5 x 18,8 cm, Taschenbuch, Deutsch
Übers. v.Susanne Aeckerle, Marion Balkenhol, Hermann Gieselbusch u. a. List TB. ISBN-10: 354860921X
ISBN-13: 9783548609218
 

Produkt-Beschreibung zu: Firmin

Firmin
Ein Rattenleben. Sam Savage erzählt in diesem gefeierten Kultbuch die traurig-charmante Geschichte eines verkannten Außenseiters. Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf. Dort liest er sich Buch für Buch durch die Weltliteratur. Er entdeckt, wie spannend das Leben der Menschen ist, und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen... »Firmin ist ein Buch, das für Leser geschrieben wurde, für Leute, die leidenschaftlich gern lesen und denen Bücher genauso real erscheinen wie die Wirklichkeit. Vielleicht realer.« (Donna Leon)
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Klappentext zu: Firmin

Boston in den 60er Jahren. Im schäbigen Keller der Buchhandlung am Scollay Square wird Rattenjunge Firmin geboren. Er ist der Kleinste im Wurf und kommt immer zu kurz. Als der Hunger eines Tages zu schlimm wird, knabbert er die in den Regalen lagernden Bücher an. Eines nach dem anderen wird gefressen, bis Firmin entdeckt, dass auf dem Papier etwas steht, was ihn sein Elend vergessen lässt: Ob Lolita oder Ford Madox Ford, ob Moby Dick oder Cervantes, die Welt der Menschen verspricht Abenteuer und Liebe, Krieg und Frieden, kurz: alles, was eine Ratte nicht hat. Voller Neugier sucht Firmin die Freundschaft zu Buchhändler Norman. Als dieser einen Giftanschlag auf ihn verübt, muss Firmin einsehen, dass er in den Augen der Menschen wohl doch nichts weiter ist als ein lästiges Tier. Wie so oft im Leben zeigt sich aber gerade in den dunkelsten Stunden ein Licht am Ende des Tunnels. Sam Savages Roman erzählt von den Hoffnungen und Idealen der Beat-Generation und von der Fähigkeit, immer wieder aufzustehen, möge es noch so hart kommen.

Rezension zu: Firmin

»Sam Savage erzählt eine Geschichte über Außenseiter und Ausgeschlossene, über Erniedrigungen und Selbstzweifel, über Kunst als einen Weg, diese zu überwinden, aber auch über Größenwahn und eitle Prätention. Weil Savage dabei nie kitschig wird und sehr deutlich macht, dass manches im Leben noch nicht mal einer Ratte zumutbar, sondern schlicht und einfach eine Riesengemeinheit ist, deshalb ist hier nebenbei große Kunst entstanden.« Denis Scheck/ARD Druckfrisch/07.12.08
»Ich garantiere,
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Leseprobe: Firmin

Firmin – Ein Rattenleben von Sam Savage   Kapitel I  

ICH HATTE MIR IMMER VORGESTELLT, dass meine Lebenserinnerungen, wenn ich sie jemals niederschreiben sollte, mit einem großartigen ersten Satz anfangen müssten: mit etwas Lyrischem wie Nabokovs »Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden« oder, falls Lyrik nicht so mein Ding ist, vielleicht mit etwas Aphoristischem wie Tolstois »Alle glücklichen
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Autoren-Porträt von Sam Savage:

Sam Savage wurde in South Carolina geboren und lebt heute in Madison, Wisconsin. Er promovierte in Philosophie, unterrichtete auch kurzfristig, arbeitete als Tischler, Fischer, Drucker und reparierte Fahrräder. Dies ist sein erster Roman.

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gut
horrorbiene, Bremen, 26.08.2010
Aufgrund des Klappentextes habe ich mich sofort angesprochen gefühlt: "Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf und liest sich Buch für Buch durch die Weltliteratur. Er entdeckt, wie spannend das Leben der Menschen ist und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen." Ich habe mich gefreut, das Buch zu lesen, da ich nach dem Lesen des Klappentextes dachte, Firmin würde auch Freundschaft mit Menschen finden und mit ihnen zusammen lesen (wenn er es schon kann). Doch leider blieb er was die Beziehung zu Menschen angeht, leider immer nur eine Ratte, wenn er doch so etwas Ähnliches wie Freundschaft fand. Da ich jedoch gänzlich andere Erwartungen hatte, war ich nach dem Lesen des Buches etwas enttäuscht.
Die Idee ist nett und gut umgesetzt. Der Schreibstil ist flüssig und man kann das Buch in einem Rutsch durchlesen. Aufgrund der Tragik bleibt jedoch ein schaler Nachgeschmack.
1 von 2


sehr gut
Olga, Bielefeld, 25.04.2010
Das Buch spielt in Boston in den 60er Jahren. In einer Buchhandlung bekommt die Ratte Flo 13 Babys. Firmin ist das 13. und somit das schwächste. Er wird bei der Fütterung ständig von den Geschwistern weggeschubst und kommt immer zu kurz. Um trotzdem satt zu werden, knabbert er an Büchern. Es ist ziemlich traurig, dass Flo sich nicht um ihn kümmert.
Eines Tages als Firmin wieder einmal an Büchern futtert, bemerkt er, dass auf den Seiten spannende Geschichten stehen und wird zu einer wahren Leseratte. Bald kennt er sich in vielen verschiedenen Bereichen sehr gut aus.
Durch die Bücher erfährt er so einiges über die Menschen. Doch das alles nützt ihm nichts. Oft träumt er davon sich mit ihnen unterhalten zu können. So bleibt er in seiner Gedankenwelt ganz alleine.
Es ist traurig, wie Firmin alles versucht den Menschen nahe zu sein und aus seiner Einsamkeit rauszukommen.


ausgezeichnet
bienchen, Essen, 20.12.2011
Firmin, eine bücherliebende Ratte, erzählt aus ihrem Leben im Boston der 60er Jahre. Alle Geschwister leben das typische Rattenleben, die Mutter stirbt, und Firmin entdeckt, daß er ein Faible für Bücher hat.

Ein außergewöhnliches Buch, denn wer schreibt schon einen Roman aus Rattensicht? Ich kenne kein anderes Buch.

Ich fand dieses Buch sehr schön, es war leicht zu lesen und sehr liebevoll geschrieben.

Auch die Aufmachung dieses Buches war sehr außergewöhnlich. Die liebevolle Zeichnung von Firmin und als absolutes Highlight Seiten, die eine "angeknabberte" Optik aufweisen! Einfach super! Ein absoluter Hingucker.


gut
sternthaler75, hannover, 05.05.2010
Sie meinen, Ratten sind schlau? Ja, das kann man wohl sagen. Es gibt sogar eine, die lesen kann. Ja genau, lesen. Wie, das glauben Sie nicht? Dann kennen Sie Firmin wohl nicht. Firmin ist nämlich in einer Buchhandlung groß geworden. Doch die Buchhandlung, in der Firmin lebt, stirbt... sowie das Stadtviertel von Boston, in dem diese Buchhandlung steht.
Zu Beginn des Buches fand ich es sehr hektisch und unruhig, zu schnell und unübersichtlich gingen die Erklärungen und Berichte an mir vorbei. Ich musste mich zwingen, langsamer zu lesen. Doch dann war es kein Problem mehr. Es gab zu lachen, aber auch zu bedauern, ja sogar zu bemitleiden, wenn Firmin berichtet, wie er groß wird, schlau wird, alt wird. Ein Zeitvertreib für Zwischendurch, aber einmal lesen reicht. Jetzt kommt es in mein Bücherregal, ich hoffe nur, dass Firmin es nicht anknabbert...


sehr gut
Ivonne W., Berlin, 08.01.2012
Firmin wächst als 13. Ratte eines Wurfs in einer Bostener Buchhandlung der 60´er Jahre auf. Seine Mutter ist Alkoholikerin und seine Geschwister sind auch nicht viel anders. Um sich halbwegs über Wasser zu halten, isst Firmin die Bücher. Doch als er erkennt, dass dort etwas geschrieben steht und er es lesen kann, wird er zur Leseratte, die die Bücherei nicht mehr verlassen will. Und so lebt er dahin, mit immer neuem Wissen, beobachtet die Menschen und kann sich doch nicht verständlich machen, reden kann er nämlich nicht.
Ein doch nachdenkliches Buch über den Sinn des Lebens, Freundschaft und Einsamkeit.

8.95 EUR
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Bestellnummer: 17619506
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