World Tour II-Salsa Club (CD)
2 CDs; 2009 ; SONY MUSIC ENTERTAINMENT...
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Produktbeschreibung
"Ich bin Musiker, kein Koch," erwiderte der legendäre Musiker Tito Puente schnippisch, als er von Journalisten zur Salsa-Musik befragt wurde. "Die einzige Salsa, die ich kenne, kommt aus der Flasche. Ich spiele kubanische Musik." Puente, in New York geborener Sohn puertoricanischer Einwanderer und einer der einflussreichsten Salsa- Interpreten, stand mit seinem Unwillen nicht alleine: Der Genre- Begriff, zu Beginn der 1970er Jahre in den Vereinigten Staaten als Sammelbegriff für unterschiedliche lateinamerikanische Musikstile und deren Fusion geprägt, war einigen Musikern zunächst suspekt. Denn Salsa, das spanische Wort für Soße, war nicht zuletzt ein Marketingkonzept: Die Gründer des US-Plattenlabels Fania hatten Ende der 1960er Jahre begonnen, lateinamerikanische Musiker wie Willie Col'n, Hector Lavoe oder Rubén Blades unter Vertrag zu nehmen. Sie prägten den einprägsamen Genre-Begriff, um ihre Musik unters Volk zu bringen: schmissige Tanzmusik, scharf und feurig wie eben jene Soße. "Salsa ist nur ein anderer Name für kubanische Musik. Es ist Mambo, Cha-Cha-Cha, Rumba, Son - all diese kubanische Rhythmen unter einem Namen vereint," fasste Celia Cruz, die inzwischen verstorbene Grande Dame des Salsa, die Sache sehr korrekt, aber eher nüchtern zusammen.Der Begriff hat auch eine nahrungsferne Geschichte: Schon 1933 schrieb der kubanische Komponist Ignacio Piñeiro den Son-Klassiker "Echale Salsita", der Begriff avancierte zum Anfeuerungsruf für Tänzer. In den 1950er Jahren begrüßte der kubanische Sänger Beny Moré sein Publikum mit dem Ausruf "Hola, Salsa!"
Aber Salsa war weit mehr als ein geschicktes Marketingkonzept, es war die kulturelle Stimme einer neuen Generation, die mitreißende und lebensbejahende Musik war Ausdruck der Identität und des neuen Selbstbewusstseins der jungen Latinos vor allem in New York, ein Mittel in ihrem Kampf um Selbstbehauptung, Anerkennung und Gleichstellung. Salsa war immer auch ein Bekenntnis zu den eigenen kulturellen Wurzeln, ein Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne - und zudem eine Musik, die auch im Rest der Welt wegen ihres fröhlichen Schwungs bestens ankommt; vermutlich gibt es inzwischen in jeder größeren deutschen Stadt auch einen Tanzclub, der sich auf Salsa spezialisiert hat. Laut Rubén Blades ist Salsa "ein Beispiel für all die wundervollen Dinge, die Lateinamerikaner zu leisten vermögen".
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"Ich bin Musiker, kein Koch," erwiderte der legendäre Musiker Tito Puente schnippisch, als er von Journalisten zur Salsa-Musik befragt wurde. "Die einzige Salsa, die ich kenne, kommt aus der Flasche. Ich spiele kubanische Musik." Puente, in New York geborener Sohn puertoricanischer Einwanderer und einer der einflussreichsten Salsa- Interpreten, stand mit seinem Unwillen nicht alleine: Der Genre- Begriff, zu Beginn der 1970er Jahre in den Vereinigten Staaten als Sammelbegriff für unterschiedliche lateinamerikanische Musikstile und deren Fusion geprägt, war einigen Musikern zunächst suspekt. Denn Salsa, das spanische Wort für Soße, war nicht zuletzt ein Marketingkonzept: Die Gründer des US-Plattenlabels Fania hatten Ende der 1960er Jahre begonnen, lateinamerikanische Musiker wie Willie Col'n, Hector Lavoe oder Rubén Blades unter Vertrag zu nehmen. Sie prägten den einprägsamen Genre-Begriff, um ihre Musik unters Volk zu bringen: schmissige Tanzmusik, scharf und feurig wie eben jene Soße. "Salsa ist nur ein anderer Name für kubanische Musik. Es ist Mambo, Cha-Cha-Cha, Rumba, Son - all diese kubanische Rhythmen unter einem Namen vereint," fasste Celia Cruz, die inzwischen verstorbene Grande Dame des Salsa, die Sache sehr korrekt, aber eher nüchtern zusammen.Der Begriff hat auch eine nahrungsferne Geschichte: Schon 1933 schrieb der kubanische Komponist Ignacio Piñeiro den Son-Klassiker "Echale Salsita", der Begriff avancierte zum Anfeuerungsruf für Tänzer. In den 1950er Jahren begrüßte der kubanische Sänger Beny Moré sein Publikum mit dem Ausruf "Hola, Salsa!"
Aber Salsa war weit mehr als ein geschicktes Marketingkonzept, es war die kulturelle Stimme einer neuen Generation, die mitreißende und lebensbejahende Musik war Ausdruck der Identität und des neuen Selbstbewusstseins der jungen Latinos vor allem in New York, ein Mittel in ihrem Kampf um Selbstbehauptung, Anerkennung und Gleichstellung. Salsa war immer auch ein Bekenntnis zu den eigenen kulturellen Wurzeln, ein Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne - und zudem eine Musik, die auch im Rest der Welt wegen ihres fröhlichen Schwungs bestens ankommt; vermutlich gibt es inzwischen in jeder größeren deutschen Stadt auch einen Tanzclub, der sich auf Salsa spezialisiert hat. Laut Rubén Blades ist Salsa "ein Beispiel für all die wundervollen Dinge, die Lateinamerikaner zu leisten vermögen".
Bibliografische Angaben
2 CDs; 2009 ; SONY MUSIC ENTERTAINMENT ; Erscheinungsdatum: 16.10.2009
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Titelliste: World Tour II-Salsa Club
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