Hans Bellmer / Louise Bourgeois
Double Sexus. Katalog zur Ausstellung in der Nationalgalerie Berlin, Sammlung Scharf-Gerstenberg, 2010 und Gemeentemuseum Den Haag, 2010/2011. Dtsch.-Engl.
Werke von zwei
bedeutenden Künstlern des Surrealismus, voller persönlicher Obsessionen und
geprägt durch den weiblichen und den männlichen Künstlerblick.
Körper verformen sich, lösen sich
auf. Männliche... mehr
2010, 160 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Maße: 22 x 27,9 cm, Leinen, Englisch/Deutsch
Hrsg. v. Udo Kittelmann u. Kylikki Zacharias
Distanz
ISBN-10: 3899554035
ISBN-13: 9783899554038
Hrsg. v. Udo Kittelmann u. Kylikki Zacharias
Distanz
ISBN-10: 3899554035ISBN-13: 9783899554038
Produkt-Beschreibung zu: Hans Bellmer / Louise Bourgeois
Werke von zwei
bedeutenden Künstlern des Surrealismus, voller persönlicher Obsessionen und
geprägt durch den weiblichen und den männlichen Künstlerblick.
Körper verformen sich, lösen sich
auf. Männliche und weibliche Geschlechtsformen verschmelzen miteinander.
Menschliche Körper werden zu Fetischen, Gliedmaßen fehlen,
andere verdoppeln sich und
androgyne Körper entstehen. Die sexuell aufgeladenen Werke von Louise Bourgeois
und Hans Bellmer weisen bemerkenswerte Parallelen auf, obwohl sich die
Künstlerin und der Künstler
tatsächlich nie begegnet sind: Louise Bourgeois (geb. 1911) lebte bis 1938 in
Paris, wo sie Kunst studierte, sie ging dann nach New York, wo ihre
künstlerische Karriere begann. Dort unterhielt sie auch losen Kontakt zu einigen
der im Exil lebenden Surrealisten. Hans Bellmer (1902-1975) kam 1938 aus Berlin
nach Paris, wo er sich den
Surrealisten anschloss, er stellte
seine Arbeiten regelmäßig mit diesen aus.
Louise Bourgeois, Feministin aus
Überzeugung, entlarvt in ihren Arbeiten das konventionelle Verständnis von
sexueller Identität. Sie setzt sich skeptisch mit dem tradierten Bild der
Frau
auseinander und reflektiert dabei
zugleich den surrealistischen Blick auf die Frau. Verschiedene Methoden der
Surrealisten wie Fragmentierung und Metamorphose adaptiert sie für ihre
eigenen Strategien.
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Klappentext zu: Hans Bellmer / Louise Bourgeois
Körper verformen sich, lösen sich auf. Männliche und weibliche Geschlechtsformen verschmelzen miteinander. Menschliche Körper werden zu Fetischen, Gliedmaßen fehlen, andere verdoppeln sich und androgyne Körper entstehen. Die sexuell aufgeladenen Werke von Louise Bourgeois und Hans Bellmer weisen bemerkenswerte Parallelen auf, obwohl sich die Künstlerin und der Künstler tatsächlich nie begegnet sind: Louise Bourgeois (geboren 1911) lebte bis 1938 in Paris, wo sie Kunst studierte, sie ging dann nach New York, wo ihre künstlerische Karriere begann. Dort unterhielt sie auch losen Kontakt zu einigen der im Exil lebenden Surrealisten. Hans Bellmer (1902 - 1975) kam 1938 aus Berlin nach Paris, wo er sich den Surrealisten anschloss, er stellte seine Arbeiten regelmäßig mit diesen aus.
Louise Bourgeois, Feministin aus Überzeugung, entlarvt in ihren Arbeiten das konventionelle Verständnis von sexueller Identität. Sie setzt sich skeptisch mit dem tradierten Bild der Frau auseinander und reflektiert dabei zugleich den surrealistischen Blick auf die Frau. Verschiedene Methoden der Surrealisten wie Fragmentierung und Metamorphose adaptiert sie für ihre eigenen Strategien.
Hans Bellmer schuf mit der Puppe die ideale Frau, in der sich alle seine Wünsche, Phantasien, aber auch die geheimen, verdrängten Ängste widerspiegeln. Er nimmt die Glieder auseinander und setzt die Körper neu zusammen. Die Puppe kann Frau und Mann zugleich sein. Diese Doppeldeutigkeit der Geschlechter setzt sich in Bellmers Zeichnungen nahtlos fort.
Die Publikation setzt die Arbeiten von Hans Bellmer und Louise Bourgeois erstmals miteinander in Dialog: Werke, die durch den männlichen und weiblichen Künstlerblick sowie persönliche Obsessionen und Begehren geprägt sind.
Die Publikation setzt den Dialog der Geschlechter auf zwei weiteren Ebenen fort: Dass eine Kunsthistorikerin und ein Kunsthistoriker die beiden Positionen nach allen Regeln der Kunstwissenschaft verorten, liegt nahe. Dass darüber hinausElfriede Jelinek (in einem bisher unveröffentlichten neuen Text) und Henry Miller (mit Texten aus Sexus) auf literarischer Ebene gegeneinander antreten werden, dürfte hingegen eine kleine Sensation sein, die prickelndes Lesevergnügen verspricht.
Louise Bourgeois, Feministin aus Überzeugung, entlarvt in ihren Arbeiten das konventionelle Verständnis von sexueller Identität. Sie setzt sich skeptisch mit dem tradierten Bild der Frau auseinander und reflektiert dabei zugleich den surrealistischen Blick auf die Frau. Verschiedene Methoden der Surrealisten wie Fragmentierung und Metamorphose adaptiert sie für ihre eigenen Strategien.
Hans Bellmer schuf mit der Puppe die ideale Frau, in der sich alle seine Wünsche, Phantasien, aber auch die geheimen, verdrängten Ängste widerspiegeln. Er nimmt die Glieder auseinander und setzt die Körper neu zusammen. Die Puppe kann Frau und Mann zugleich sein. Diese Doppeldeutigkeit der Geschlechter setzt sich in Bellmers Zeichnungen nahtlos fort.
Die Publikation setzt die Arbeiten von Hans Bellmer und Louise Bourgeois erstmals miteinander in Dialog: Werke, die durch den männlichen und weiblichen Künstlerblick sowie persönliche Obsessionen und Begehren geprägt sind.
Die Publikation setzt den Dialog der Geschlechter auf zwei weiteren Ebenen fort: Dass eine Kunsthistorikerin und ein Kunsthistoriker die beiden Positionen nach allen Regeln der Kunstwissenschaft verorten, liegt nahe. Dass darüber hinausElfriede Jelinek (in einem bisher unveröffentlichten neuen Text) und Henry Miller (mit Texten aus Sexus) auf literarischer Ebene gegeneinander antreten werden, dürfte hingegen eine kleine Sensation sein, die prickelndes Lesevergnügen verspricht.
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