Der doppelte Nutzen: Das Rezeptionsverhalten deutscher Arbeiter in der Endphase des Kaiserreichs.

Der doppelte Nutzen: Das Rezeptionsverhalten deutscher Arbeiter in der Endphase des Kaiserreichs.

Eine Untersuchung auf Grundlage einer Befragung des "Vereins für Sozialpolitik" 1909 in der Daimler-Fabrik in Stuttgart-Untertürkheim.

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Mediengeschichte, Note: 1,3, Universität Leipzig (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften), Veranstaltung: Geschichte der Mediennutzung im Deutschen... mehr
2007, 1, 36 Seiten, Maße: 14,8 x 21 cm, Kartoniert (TB), Deutsch GRIN Verlag ISBN-10: 3638755282
ISBN-13: 9783638755283
 

Produkt-Beschreibung zu: Der doppelte Nutzen: Das Rezeptionsverhalten deutscher Arbeiter in der Endphase des Kaiserreichs.

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Mediengeschichte, Note: 1,3, Universität Leipzig (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften), Veranstaltung: Geschichte der Mediennutzung im Deutschen Kaiserreich (1871 - 1914) II, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. AbstrakIn der Untersuchung wird gezeigt, dass der Medienkonsum von Arbeitern im Kaiserreich eine in zwei Richtungen zielende Kommunikationsleistung darstellte. Die eine war eine nach außen gerichtete: Das Gefühl, der Klasse des Proletariats anzugehören und der Wunsch nach Eingebundenheit in dieses soziokulturelle Umfeld führte zu dem Drang, durch die bewusst kommunizierte Rezeption von an das Proletariat gerichteten Medien sich in dieses Umfeld zu integrieren. Da diese "proletarischen" Medien bestimmte Rezeptionsbedürfnisse nur mangelhaft erfüllten, ergab sich die Notwendigkeit, zusätzlich andere Medien zu rezipieren. Hierbei wiederum handelte es sich um eine nach innen gerichtete Kommunikationsleistung, die vor allem der Information und der Unterhaltung diente. Es soll in der Arbeit die Diskrepanz zwischen beiden Kommunikationsleistungen dargestellt werden. Auf der einen Seite das von der proletarischen und sozialdemokratischen Elite geforderte und sozial erwünschte Rezeptionsverhalten, das vor allem zum Bekenntnis zu proletarischen Medien seitens der Arbeiterschaft führte. Auf der anderen Seite die von den Arbeitern massenhaft konsumiertem unterhaltenden und über den Alltag informierenden Medien, deren Rezeption aber kaum nach außen kommuniziert wurde, eben weil es im soziokulturellen Umfeld als dem Proletarier nicht angemessenes Rezeptionsverhalten bewertet werden konnte. Die Diskrepanz ergibt sich aus der Tatsache, dass die Medien, die von den Arbeitern am häufigsten rezipiert wurden, in der Kommunikationsleistung nach außen nur eine geringe Rolle spielten, während die, die offensichtlich weniger Bedeutung für das eigene Rezeptionsverhalten hatten, verstärkt nach außen dargestellt wurden.
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