Gottes leere Hand, Marianne Efinger, Klassiker & Weltliteratur
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Gottes leere Hand

Gottes leere Hand

Roman

sehr gut
Der Wissenschaftsjournalist Manuel Jäger wurde mit Glasknochen geboren und landet zum x-ten Mal in seinem Leben dort, wo er nicht sein will: im Krankenhaus. Dort lernt er die Krankenschwester Dagmar kennen, die ihn eigentümlich fasziniert, weil... mehr

2010, 377 Seiten, Maße: 14,7 x 22,1 cm, Gebunden, Deutsch Bookspot ISBN-10: 3937357408
ISBN-13: 9783937357409
 

Produkt-Beschreibung zu: Gottes leere Hand

Der Wissenschaftsjournalist Manuel Jäger wurde mit Glasknochen geboren und landet zum x-ten Mal in seinem Leben dort, wo er nicht sein will: im Krankenhaus. Dort lernt er die Krankenschwester Dagmar kennen, die ihn eigentümlich fasziniert, weil sie ihn an seine bei einem Unfall getötete große Liebe Lenora erinnert. Doch sein Aufenthalt im Marienhospital steht von Anfang an unter keinem guten Stern. Als er sich eine Erkältung zuzieht, die für ihn lebensgefährlich ist, da er wegen seiner Glasknochen den Schleim nicht abhusten kann, beginnt für Manuel ein Kampf auf Leben und Tod.
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Klappentext zu: Gottes leere Hand

Nach einem akuten Anfall von Atemnot findet sich Manuel Jäger in der Notaufnahme des Marienhospitals wieder. Aufgrund seiner Glasknochen war er schon oft in Krankenhäusern und will dort nicht bleiben, doch sein bester Freund Lothar besteht darauf, dass er sich gründlich untersuchen lässt. Von Anfang an läuft für Manuel alles schief: Nach dem Röntgen vergisst man ihn auf einem zugigen Flur, eine Lernschwester wendet ein Medikament falsch an und er wird in ein Dreibettzimmer mit ungehobelten Mitpatienten gepfercht. Ignorante Ärzte, überforderte Krankenschwestern und die Patienten mit ihren Nöten bestimmen den Alltag auf der Station. Einzig in der Krankenschwester Dagmar findet Manuel eine Seelenverwandte, nicht zuletzt, weil sie ihn an seine verstorbene Verlobte Lenora erinnert. Doch er kann diese Vertrautheit nicht lange genießen, da er sich bei einem Sturz den Arm bricht und deshalb kurzfristig auf die Chirurgie verlegt wird. Dadurch wird übersehen, dass er sich eine Erkältung zugezogen hat, die für ihn lebensgefährlich werden kann. Manuels Gesundheitszustand verschlechtert sich dramatisch, bis er erkennt: Ohne Hilfe der Medizin kann er nicht überleben, in einem hektischen, entseelten Krankenhausbetrieb kann er es aber auch nicht mehr. Da taucht der geheimnisvolle demenzkranke Wendelin Weihrauch auf und lehrt ihn eine wertvolle Lektion über das Leben und den Tod

Autoren-Porträt von Marianne Efinger:

Marianne Efinger wurde 1958 im süddeutschen Raum geboren. Nach einigen Semestern Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Philosophie an der Universität Stuttgart war sie zunächst in der Marketingabteilung eines philosophischen Verlags tätig, dann im Landesverband einer Umweltschutzorganisation. Nach einem Unfall machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester. Seit 2003 lebt Marianne Efinger mit ihrem Mann in der Bretagne.

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sehr gut
Laren, Hamm, 24.05.2011
Ein wunderschöner Titel und ein wunderschönes, trauriges, lustiges, realistisches, aufrüttelndes, Ieises, manchmal schon lyrisches Buch! Dieses Buch ist so abwechslungsreich wie die Emotionen, die mich beim lesen befielen. Dieses Buch ist kein reißerischer Thriller oder himmlischer Liebesroman. Es geht um Gesundheit, Krankheit und Tod. Dieses Buch beschäftigt sich mit ganz normalen Menschen, die versuchen, ihr Leben zu meistern. Jeder auf seine Art. Es zeigt uns auf eine sehr unaufdringliche aber doch bemerkenswerte Art, dass man auch manchmal hinterfragen soll, nicht immer stillhalten und vielleicht versuchen sollte, seinen Traum zu leben und Dinge aus einem anderen Blick zu sehen. Natürlich gelingt uns das im normalen Leben nicht oft aber dieses Buch trägt dazu bei, es mal wieder zu tun!


gut
G., München, 08.06.2010
Manuel leidet an der Glasknochenkrankheit und hat plötzlich eine Krise. Die Notärzte können ihn in letzter Sekunde noch retten. Notarzt und Lothar können, nach dem akkuten Fall, Manuel noch überzeugen ins Krankenhaus zu zu fahren und sich untersuchen zu lassen.

Dagmar ist eine rutinierte Schwester im Krankenhaus und fängt gerade Ihre Schicht in der Station für Inneres. Regelmässig ist das Krankenhaus Anlaufstelle für Notfälle in der Gegend, und das führt zur Überfüllung und Überarbeitung der bereits unterbesetzten Pflegepersonal. Doch ein neuer Arzt ist in Sicht, und das bringt Hoffnung in der traurigen Umgebung zwischen den sehr kranken und hilflosen Patienten.

Die Leseprobe hat mich sehr traurig gestimmt, so real dass es weh tut, so detailiert, dass man es richtig vor Augen hat, so gut dass ich es nicht weiter lesen kann. Figuren hautnah, Gefühle ganz tief, Wahrheiten ganz deutlich.
2 von 2


sehr gut
Silke G., Horhausen, 05.07.2010
M. Efinger hat einen schönen, ruhigen Schreibstil. Sie beschreibt die Menschen deutlich und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Die Umgebung wird bildlich beschrieben. Man sieht die Krankenhausflure förmlich vor sich: die Patienten, die Hektitk des Alltags und die Hilflosigkeit. Die Autorin geht sehr gefühlvoll auf die einzellnen Schicksale ein, ohne kitischig oder schnulzig zu wirken. Man ist zu Tränen gerührt, lacht über Rollstuhlrennen auf dem Flur und ballt unwillkürlich die Hand in der Tasche, wenn mal wieder keine Zeit zum Waschen bleibt, weil die Pflegerinnen überlastet sind. Andererseits wird aber auch nach einer Begründung für diese Zustände gesucht und M. Efinger gibt Einblicke in das Krankenhausmanagment. Dies gerät leider etwas langatmig und ist für mich der einzige Minuspunkt an einem ansonsten wurderbaren Roman.
1 von 1


gut
vöglein, B-W, 19.07.2010
Traurig aber wahr.... .....die Autorin weiß genau von was sie spricht. Leider bleiben die Menschen in unserem Gesundheitssystem immer mehr auf der Strecke. Sie greift die Missstände auf und erzählt bildhaft und für jeden verständlich, was sich in der Maschinerie Krankenhaus so abspielt. Eigentlich spielen m.E. die Protagonisten nur so am Rande mit. Unser Gesundheitssystem hinkt eh schon, muss das denn alles so sein.

Ganz spontan hätte ich mein Buch am liebsten im nächsten Krankenhaus abgegeben und jedem als Pflichtlektüre "verordnet" und die Ärzte/Pflegkräfte einfach mal wachzurütteln. Mensch, warum habt ihr alle denn mal diesen Beruf ergriffen????
1 von 1


gut
Franziska, Aachen, 29.06.2010
Ein Krankenhaus - beleuchtet aus den verschiedensten Sichtweisen von Patienten und Ärzten / Pflegepersonal - im Zeitrahmen einer Woche. Nicht mehr und nicht weniger. Mich hat dieses Buch nicht wirklich überzeugt. Ein wunderschöner Buchtitel, mit wundervollem Cover - dem kann der Roman jedoch nicht gerecht werden. Alles wirkt wie ein einziges trauriges Kammerspiel; man fühlt sich selbst gefangen in diesem Krankenhaus. Mir fehlt die eigentliche Bewegung in der Geschichte. Ein Buch, um Krankenhausmißstände "aufzudecken" und um auf den täglichen Pflegenotstand hinzuweisen, ist für den Leser einfach nur ermüdend. Daher von mir leider nur ein ganz ok - gut.
1 von 2


ausgezeichnet
Grumi, München, 08.06.2010
Anne ist im Wald und kriegt Angst als sie Geräusche (Tiere? Menschen? Schritte?) hinter sich hört. Sie findet ein verlassenes Bungalow, wo sie um Hilfe bitten will. Plötzlich wird sie von hinten gepackt und überwältigt. Sie findet sich im Keller neben einen kleinen Junge. Ab da weiss sie, dass hier nie lebend raus kommen wird.

Die Kriminalkommisaren Karstens und Behrendt zur Fiona Riedel um erneut ein paar Fragen zu stellen im Falle Ihres vor 2 Jahren verschwundenen Tochter. Es ist wieder ein Kind verschwunden.

Mit sehr viel Gefühl vorgetragen. Man hat Mitleid mit den Eltern, empfindet Wut mit den Polizisten, hat Angst um die Kinder und um Anne. Die Leseprobe hat mich gefesselt und wurde lieben gern das Buch gleich zu Ende lesen. Handlung ist sehr spannend, Stil sehr fliessend und stark. Figuren gut definiert und ansprechend. Schon wieder eine gute Entdeckung aus Deutscher Feder.
1 von 3


ausgezeichnet
bookorpc, kumhausen, 20.01.2011
Marianne Efinger beschreibt in "Gottes leere Hand" sehr eindrucksvoll, was jeden Tag im Gesundheitswesen falsch läuft, ohne dass das Pflegepersonal, die Ärzte oder die Krankenhausverwaltung etwas daran ändern können oder teilweise auch wollen, da alles eine Frage des Geldes bzw. des Überlebens des eigenen Arbeitsplatzes ist.
Fazit: Als Leser ist man bestimmt nicht immer froh darüber, was man so liest. Aber vor der Wahrheit darf man die Augen nicht verschließen. Eine sehr lesenswerte Aufarbeitung der eigenen Hilflosigkeit im heutigen Gesundheitswesen und den Umgang mit Liebe, Freundschaft, Gesundheit, Krankheit, Leben und Tod in der Gesellschaft. Nach dem Lesen war ich sehr erstaunt, dass dieses Buch in eine ganz andere Richtung ging, wie ich glaubt, es handelt sich nämlich nicht um einen Liebesroman.


gut
Ursula U., Bielefeld, 09.07.2010
Manuel Jäger hat die Glasknochenkrankheit, eine erbbedingte Krankheit, bei der die Knochen so instabil sind, das ständig irgendwelche Knochen brechen. Die Beschreibung eines Krankenhausalltags ist so erschreckend, dass man gar nicht mehr krank werden darf. Das Ende des Buches macht zwar ein wenig Mut, jedoch nur mit mehr finanziellen Mittel. Der Schreibstil Marianne Efingers weist leider einige Schwächen auf, die vielen medizinischen Begriffe und Beschreibungen von Krankheitsbilder ermüden zusätzlich. Schade, denn dass Statistiken und Formulare im Gesundheitswesen inzwischen wichtiger sind als die menschenwürdige Behandlung, sollte alle interessieren. Ein Bestseller wird dieser Roman wohl nicht.
0 von 2

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