Leichen im Keller, Markus Frenzel, Zeitgeschichte
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Leichen im Keller

Leichen im Keller

Wie Deutschland internationale Kriegsverbrecher unterstützt

"Ein echter Krimi, wenn's nicht so bitter wäre! Brillante Recherche, spannend geschrieben." Fabian Elsässer, Deutschlandfunk

2011, 434 Seiten, mit Schwarz-Weiß-Abbildungen, Maße: 13,6 x 21,1 cm, Taschenbuch, Deutsch DTV ISBN-10: 3423248769
ISBN-13: 9783423248761
 

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Klappentext zu: Leichen im Keller

Ausgerechnet Deutschland ist nach wie vor Rückzugsraum und Drehscheibe für internationale Kriegsverbrecher. Sie bleiben unbehelligt, obwohl sie auf der Black-List der UN stehen und von Interpol gesucht werden. So kam es, dass der Chef der berüchtigten FDLR-Rebellen im Kongo von einem Wohnzimmer in Mannheim aus in aller Ruhe einen Vernichtungskrieg gegen die dortige Zivilbevölkerung dirigieren konnte. In diesem Fall hat Markus Frenzel mit einem aufsehenerregenden Bericht bei "FAKT" dafür gesorgt, dass sich das ändert. Der Mann wurde festgenommen. In Deutschland wird ihm der Prozess gemacht. Doch das ist nicht der einzige Fall. Seit Jahrzehnten etwa machen ausländische Militärs Schulungen bei der Bundeswehr. Wer zu uns geschickt wird, das ist Sache der dortigen Regierungschefs, auch wenn es sich um brutale Diktatoren handelt, deren Abgesandte keineswegs im Sinn haben, sich außer dem Kriegshandwerk noch die demokratische Denkart anzueignen.

Rezension zu: Leichen im Keller



»Es werden Polizisten und Militärs ausgebildet und fleissig Geschäfte gemacht ... Dass brutale Systeme unterstützt, einzelne Clans auf Kosten einer darbenden Bevölkerung reich werden, wird ausgeblendet. Macht, Politik, Profit, geostrategische Interessen sind immer noch mehr wert. Das zu lesen macht wütend und schmerzt. Vor allem im Bewusstsein, dass weder Justiz noch Politik dem Treiben ein Ende bereiten. Auch hierzulande nicht.« Taxi, Uster 10. November 2011

Autoren-Porträt von Markus Frenzel:

Markus Frenzel, geboren 1976, studierte Politische Wissenschaft in Berlin und Paris, war unter anderem für Deutsche Welle und Arte tätig und arbeitet seit 2008 als Redakteur für das ARD-Magazin FAKT. Als Fernsehreporter berichtete er aus zahlreichen Krisengebieten, darunter dem Kongo, Ruanda, Liberia, dem Horn von Afrika und dem Nahen Osten. Für seine Berichte über afrikanische Kriegsverbrecher in Deutschland erhielt er 2009 den Marler Fernsehpreis für Menschenrechte von Amnesty International.

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