Junge, Sebastian Polmans, Unterhaltungsliteratur
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Junge

Junge

Roman. Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2011

Jürgen-Ponto-Preis für das beste Debüt 2011 Hoch oben auf dem Feuerwachturm eines Militärstützpunktes steht ein Junge und beobachtet, wie die Sonne lichte Tupfer auf die Landschaft wirft; im Hintergrund das leichte... mehr

2011, 194 Seiten, Maße: 13,1 x 20,4 cm, Gebunden, Deutsch Suhrkamp ISBN-10: 3518422464
ISBN-13: 9783518422465
 

Produkt-Beschreibung zu: Junge

Jürgen-Ponto-Preis für das beste Debüt 2011 Hoch oben auf dem Feuerwachturm eines Militärstützpunktes steht ein Junge und beobachtet, wie die Sonne lichte Tupfer auf die Landschaft wirft; im Hintergrund das leichte Sirren eines alten Kofferradios. Die Ruhe aber ist nur von kurzer Dauer, denn etwas im Jungen gerät aus den Fugen. In seinen Ohren saust es, sein Herz rast. Die Dinge zeigen sich überkonturiert. Unten im Ort, der wie ein Niemandsland zwischen den Grenzen liegt, herrscht triste Normalität. Die Menschen gehen in die Kirche und prozessieren stolz beim Schützenfest. Von den Dingen, die um sie herum passieren, nehmen sie kaum Notiz. Den Jungen aber treiben Schwindelschübe hinein in einen Zitterzustand. Er sieht Kinder, bewaffnet mit Gewehren, Totempfähle, Asylanten, die wartend in ihren Baracken kauern. Er begreift, daß er anders ist, und schöpft daraus neuen Mut. Fortan begegnet er der Welt mit einem verängstigten Staunen, in der Hoffnung, daß sie mehr bereithält, als der schnelle Blick erhaschen kann. Die Enge des Dorfes schnürt ihm zunehmend die Luft ab. In einer Nacht, in der die Bilder rauschen, plant er sein Fortgehen. Das Wagnis, zu schauen, was möglich ist: ein Debüt, das funkelt, flirrt und fiebert.
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Klappentext zu: Junge

Jürgen-Ponto-Preis für das beste Debüt 2011
Hoch oben auf dem Feuerwachturm eines Militärstützpunktes steht ein Junge und beobachtet, wie die Sonne lichte Tupfer auf die Landschaft wirft; im Hintergrund das leichte Sirren eines alten Kofferradios. Die Ruhe aber ist nur von kurzer Dauer, denn etwas im Jungen gerät aus den Fugen. In seinen Ohren saust es, sein Herz rast. Die Dinge zeigen sich überkonturiert.
Unten im Ort, der wie ein Niemandsland zwischen den Grenzen liegt, herrscht triste Normalität. Die Menschen gehen in die Kirche und prozessieren stolz beim Schützenfest. Von den Dingen, die um sie herum passieren, nehmen sie kaum Notiz. Den Jungen aber treiben Schwindelschübe hinein in einen Zitterzustand. Er sieht Kinder, bewaffnet mit Gewehren, Totempfähle, Asylanten, die wartend in ihren Baracken kauern. Er begreift, daß er anders ist, und schöpft daraus neuen Mut. Fortan begegnet er der Welt mit einem verängstigten Staunen, in der Hoffnung, daß sie mehr bereithält, als derschnelle Blick erhaschen kann. Die Enge des Dorfes schnürt ihm zunehmend die Luft ab. In einer Nacht, in der die Bilder rauschen, plant er sein Fortgehen.
Das Wagnis, zu schauen, was möglich ist: ein Debüt, das funkelt, flirrt und fiebert.

Rezension zu: Junge

""Kindheit ist das Reich, worin niemand dir stirbt", so übetrug Rudolf Borchardt eines der berühmtesten Gedichte Edna St. Vincent Millays. In Junge geht diese Zeit mit dem Tod des Großvaters zu Ende. Ausgerechnet zu den Großeltern hatte der Junge sich immer geflüchtet, um das Läuten der Totenglocken im Dorf nicht hören zu müssen. Denn dann, so die unschuldige Überzeugung, müsse auch niemand sterben. Die Vertreibung aus diesem Reich ist also schon geschehen, bevor der Junge selbst aus ihm ...

Autoren-Porträt von Sebastian Polmans:

Sebastian Polmans, geboren 1982 in Mönchengladbach, lebt in Hildesheim. B.A. Studium in Anglistik, deutsche Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften an der Universität Siegen. Seit 2007 Diplomstudiengang Kreatives Schreiben, Kulturjournalismus und Philosophie an der Universität Hildesheim. Seit 2008 Mitherausgeber der Literaturzeitschrift "BELLA triste". Zahlreiche Artikel, Rezensionen und Glossen für Tageszeitungen, seit 2007 auch für die Literaturzeitschrift "Am Erker". 2010 wurde Sebastian Polmans mit dem "Nettetaler Literaturpreis" ausgezeichnet.

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