Exilforschung: Bd.29 Bibliotheken und Sammlungen im Exil
Private Bibliotheken sind Spiegelbilder von Interessen und Leidenschaften ihrer Eigentümer, sie dokumentierten einst sozialen Aufstieg und Ansehen in der bürgerlichen Kultur. Durch den Nationalsozialismus wurden wesentliche Teile davon... mehr
2011, 260 Seiten, mit Schwarz-Weiß-Abbildungen, Maße: 15,1 x 23 cm, Kartoniert (TB), Deutsch
Edition Text und Kritik ISBN-10: 3869161434
ISBN-13: 9783869161433
Edition Text und Kritik ISBN-10: 3869161434ISBN-13: 9783869161433
Produkt-Beschreibung zu: Exilforschung: Bd.29 Bibliotheken und Sammlungen im Exil
Private Bibliotheken sind Spiegelbilder von Interessen und Leidenschaften ihrer Eigentümer, sie dokumentierten einst sozialen Aufstieg und Ansehen in der bürgerlichen Kultur. Durch den Nationalsozialismus wurden wesentliche Teile davon zerstört, eine Mitnahme ins Exil stellt die Ausnahme dar. Diese erhaltenen privaten Bibliotheken und Sammlungen sind somit als Überlieferungssegment von unschätzbarem Wert.
Für Exilanten trägt der gerettete Besitz aus der Heimat nicht nur materiellen, sondern hauptsächlich symbolischen Wert, als greifbarer Gegenstand ihrer kulturellen Identität in einem häufig lange unsteten Leben. Bisher ließen sich immerhin überlebende Zeitzeugen ansprechen, doch solche Informationsquellen versiegen allmählich, sodass »Archive« zur künftigen Basis der Forschung werden. Während es im Bereich der Nachlassermittlung bereits umfassende Kenntnisse gibt, ist das Wissen über die verlorenen, zerstörten oder geretteten Bibliotheken derzeit noch unterentwickelt. Daher richtet das diesjährige »Jahrbuch Exilforschung« den Blick auf dieses Überlieferungssegment. Dabei geht es nicht allein um die Texte, sondern auch um die Materialität, Ästhetik und haptische Bedeutung von Büchern jenseits ihrer Funktion.
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Klappentext zu: Exilforschung: Bd.29 Bibliotheken und Sammlungen im Exil
Private Bibliotheken sind Spiegelbilder von Interessen und Leidenschaften ihrer Eigentümer, sie dokumentierten einst sozialen Aufstieg und Ansehen in der bürgerlichen Kultur. Durch den Nationalsozialismus wurden wesentliche Teile davon zerstört, eine Mitnahme ins Exil stellt die Ausnahme dar. Diese erhaltenen privaten Bibliotheken und Sammlungen sind somit als Überlieferungssegment von unschätzbarem Wert.
Für Exilanten trägt der gerettete Besitz aus der Heimat nicht nur materiellen, sondern hauptsächlich symbolischen Wert, als greifbarer Gegenstand ihrer kulturellen Identität in einem häufig lange unsteten Leben. Bisher ließen sich immerhin überlebende Zeitzeugen ansprechen, doch solche Informationsquellen versiegen allmählich, sodass "Archive" zur künftigen Basis der Forschung werden. Während es im Bereich der Nachlassermittlung bereits umfassende Kenntnisse gibt, ist das Wissen über die verlorenen, zerstörten oder geretteten Bibliotheken derzeit noch unterentwickelt. Daher richtet das diesjährige "Jahrbuch Exilforschung" den Blick auf dieses Überlieferungssegment. Dabei geht es nicht allein um die Texte, sondern auch um die Materialität, Ästhetik und haptische Bedeutung von Büchern jenseits ihrer Funktion.
Für Exilanten trägt der gerettete Besitz aus der Heimat nicht nur materiellen, sondern hauptsächlich symbolischen Wert, als greifbarer Gegenstand ihrer kulturellen Identität in einem häufig lange unsteten Leben. Bisher ließen sich immerhin überlebende Zeitzeugen ansprechen, doch solche Informationsquellen versiegen allmählich, sodass "Archive" zur künftigen Basis der Forschung werden. Während es im Bereich der Nachlassermittlung bereits umfassende Kenntnisse gibt, ist das Wissen über die verlorenen, zerstörten oder geretteten Bibliotheken derzeit noch unterentwickelt. Daher richtet das diesjährige "Jahrbuch Exilforschung" den Blick auf dieses Überlieferungssegment. Dabei geht es nicht allein um die Texte, sondern auch um die Materialität, Ästhetik und haptische Bedeutung von Büchern jenseits ihrer Funktion.
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