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An einem Samstag (DVD)
96 Min.
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Samstag, 26. April 1986:
Im Atomkraftwerk Tschernobyl ist ein Reaktorblock explodiert. Die Parteileitung wiegelt ab. Aber Valerij Kabysh (Anton Shagin), früher Schlagzeuger, inzwischen junger loyaler Parteifunktionär, beobachtet die... mehr
Im Atomkraftwerk Tschernobyl ist ein Reaktorblock explodiert. Die Parteileitung wiegelt ab. Aber Valerij Kabysh (Anton Shagin), früher Schlagzeuger, inzwischen junger loyaler Parteifunktionär, beobachtet die... mehr
DVD; FSK: ab 12 Jahre, farbig, Spieldauer: 95...
Regie:
Alexander Mindadze
Weitere Produktdetails
Alle Informationen zu An einem Samstag (DVD)
Produktbeschreibung
Samstag, 26. April 1986:
Im Atomkraftwerk Tschernobyl ist ein Reaktorblock explodiert. Die Parteileitung wiegelt ab. Aber Valerij Kabysh (Anton Shagin), früher Schlagzeuger, inzwischen junger loyaler Parteifunktionär, beobachtet die Panik der Verantwortlichen und begreift, dass jede Sekunde zählt. Zusammen mit seiner Geliebten (Svetlana Smirnova-Marzinkevich) und seinen Musikerfreunden versucht Valerij die Stadt zu verlassen.
Aber das Leben lässt ihn nicht los. Es ist Samstag, die Menschen gehen spazieren, machen Einkäufe, feiern Hochzeiten; Kinder spielen im Freien. In diesem sorglosen Trubel bleibt jeder Versuch zu entkommen ohne Erfolg. Die Katastrophe spielt eine allgegenwärtige, aber unsichtbare Rolle in dieser Geschichte. Als wären da Handschellen, die nicht zu öffnen sind.
Ein verlorener Pass, ein gebrochener Schuhabsatz, ein verpasster Zug. Eine Hochzeit, auf der zuende gespielt werden muss. Vera singt mit ihrer Band, die früher auch Valerijs Band war, und Valerij springt für den betrunkenen Drummer ein. Lebensgefahr? Tödliche Strahlung? Selbst als Valerijs Band weiß, was wirklich vor sich geht, feiern sie - noch einen Wodka, noch eine Flasche Wein! Für sie bleibt nur weiter zu machen und glücklich zu werden für den einen Moment.
Es ist Samstag, die Sonne scheint und das Gras ist grün, noch ...
Es ist ein Samstag der Unschuld und die Menschen sind erbarmungslos ihrem Schicksal überlassen.
Im Atomkraftwerk Tschernobyl ist ein Reaktorblock explodiert. Die Parteileitung wiegelt ab. Aber Valerij Kabysh (Anton Shagin), früher Schlagzeuger, inzwischen junger loyaler Parteifunktionär, beobachtet die Panik der Verantwortlichen und begreift, dass jede Sekunde zählt. Zusammen mit seiner Geliebten (Svetlana Smirnova-Marzinkevich) und seinen Musikerfreunden versucht Valerij die Stadt zu verlassen.
Aber das Leben lässt ihn nicht los. Es ist Samstag, die Menschen gehen spazieren, machen Einkäufe, feiern Hochzeiten; Kinder spielen im Freien. In diesem sorglosen Trubel bleibt jeder Versuch zu entkommen ohne Erfolg. Die Katastrophe spielt eine allgegenwärtige, aber unsichtbare Rolle in dieser Geschichte. Als wären da Handschellen, die nicht zu öffnen sind.
Ein verlorener Pass, ein gebrochener Schuhabsatz, ein verpasster Zug. Eine Hochzeit, auf der zuende gespielt werden muss. Vera singt mit ihrer Band, die früher auch Valerijs Band war, und Valerij springt für den betrunkenen Drummer ein. Lebensgefahr? Tödliche Strahlung? Selbst als Valerijs Band weiß, was wirklich vor sich geht, feiern sie - noch einen Wodka, noch eine Flasche Wein! Für sie bleibt nur weiter zu machen und glücklich zu werden für den einen Moment.
Es ist Samstag, die Sonne scheint und das Gras ist grün, noch ...
Es ist ein Samstag der Unschuld und die Menschen sind erbarmungslos ihrem Schicksal überlassen.
Weitere Produktinformationen
An einem Samstag im April 1986 explodiert ein Reaktorblock im Atomkraftwerk Tschernobyl. Die Parteileitung schweigt, die Bevölkerung ist ahnungslos. Nur der parteitreue Valerij Kabysh (Anton Shagin) versucht mit seiner Freundin Vera (Svetlana Smirnova-Marzinkevich) vor der unsichtbaren Gefahr zu fliehen. Doch die Lebenslust seiner feiernden Freunde lässt ihn nicht los ... Mit dem Fokus auf das Innere und die Gefühle der Protagonisten im Augenblick der Apokalypse erzählt Regisseur Alexander Mindadze ein ergreifendes Drama von erschütternder Aktualität.
DVD; FSK: ab 12 Jahre, farbig, Spieldauer: 95 Minuten; Bild: Widescreen; Sprache: Deutsch, Russisch; Untertitel: Deutsch ; EURO-VIDEO
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Rezension
Tragikomödie über die Menschen, die nach dem Super-Gau von Tschernobyl ohne jegliche Information ahnungslos in den Tod tanzen.
Im April jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 25. Mal, für Alexander Mindadze Motivation, einen Spielfilm zu drehen, der sich mit denjenigen beschäftigt, die - von der Parteileitung im Stich gelassen - einen ganz normalen Samstag verbringen. Während sich die unsichtbare und nicht greifbare Gefahr zusammenbraut, gehen die Menschen wie gewohnt ... mehr einkaufen und spazieren, essen und trinken, Kinder spielen im Freien, ein Paar feiert Hochzeit. Der junge Parteifunktionär Valerij rennt beim Anblick des brennenden Reaktorblocks 4 auf das Gelände und lauscht, wie die Verantwortlichen den Horror klein reden und ihm den Mund verbieten. Nichts wie weg, ist sein erster Gedanke, aber immer wieder halten ihn Schicksal oder Zufall auf: Kleine Störfälle im Schatten des großen Störfalls. Da bricht der Absatz seiner Freundin ab, verpassen sie den Zug, hält der Kauf neuer rumänischer Importschuhe auf, wie auch die Hochzeit des besten Freundes oder Valerijs Einspringen als Drummer bei der alten Band. Im blutroten Schein des zerborstenen Kernkraftwerks kann niemand der tödlichen Dosis Radioaktivität entkommen. Zu unvorstellbar scheint die Wahrheit als dass die Einwohner der verseuchten Stadt Prypjat reagieren, auch wenn die Wolke über ihnen zieht.
Die grausam direkte Handkamera des Rumänen Oleg Mutu ("Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage") ist fast ununterbrochen in Bewegung; wenn sie dem Protagonisten im Nacken sitzt und nachhetzt oder bei Schlägereien mit seinen alten Buddies fast die Balance verliert, gibt es auch für den Zuschauer keine Flucht, auch er ein Gefangener. Dann wieder nähert sie sich unerbittlich den Gesichtern voller Hilflosigkeit und Lebenswille, Ungläubigkeit und Wissen. Eindrucksvoll ist die Szene, in der das Paar hört, wie der Zug abfährt und in seinen Augen Verzweiflung keimt, sie ihre Gefühle nicht in Worte fassen können. Die fast quälende Intensität und anfängliche Spannung lässt nach, weil die Hochzeit zu lange im Fokus bleibt, Tanzen und Singen, Saufen und Handgemenge sich wie in einer Endlosschleife wiederholen. Anton Shagin spielt den Todgeweihten als ambivalentes Bündel Mensch - stürmisch und zurückgezogen, verletzbar und gewalttätig. Wenn am Ende das Boot mit den jungen Leuten an der gespenstisch in den Himmel ragenden Ruine auf ruhigem See vorbeischippert, ist das ein grandioses Bild, aber auch ein erbarmungsloses. mk. Kurzansicht
Im April jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 25. Mal, für Alexander Mindadze Motivation, einen Spielfilm zu drehen, der sich mit denjenigen beschäftigt, die - von der Parteileitung im Stich gelassen - einen ganz normalen Samstag verbringen. Während sich die unsichtbare und nicht greifbare Gefahr zusammenbraut, gehen die Menschen wie gewohnt ... mehr einkaufen und spazieren, essen und trinken, Kinder spielen im Freien, ein Paar feiert Hochzeit. Der junge Parteifunktionär Valerij rennt beim Anblick des brennenden Reaktorblocks 4 auf das Gelände und lauscht, wie die Verantwortlichen den Horror klein reden und ihm den Mund verbieten. Nichts wie weg, ist sein erster Gedanke, aber immer wieder halten ihn Schicksal oder Zufall auf: Kleine Störfälle im Schatten des großen Störfalls. Da bricht der Absatz seiner Freundin ab, verpassen sie den Zug, hält der Kauf neuer rumänischer Importschuhe auf, wie auch die Hochzeit des besten Freundes oder Valerijs Einspringen als Drummer bei der alten Band. Im blutroten Schein des zerborstenen Kernkraftwerks kann niemand der tödlichen Dosis Radioaktivität entkommen. Zu unvorstellbar scheint die Wahrheit als dass die Einwohner der verseuchten Stadt Prypjat reagieren, auch wenn die Wolke über ihnen zieht.
Die grausam direkte Handkamera des Rumänen Oleg Mutu ("Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage") ist fast ununterbrochen in Bewegung; wenn sie dem Protagonisten im Nacken sitzt und nachhetzt oder bei Schlägereien mit seinen alten Buddies fast die Balance verliert, gibt es auch für den Zuschauer keine Flucht, auch er ein Gefangener. Dann wieder nähert sie sich unerbittlich den Gesichtern voller Hilflosigkeit und Lebenswille, Ungläubigkeit und Wissen. Eindrucksvoll ist die Szene, in der das Paar hört, wie der Zug abfährt und in seinen Augen Verzweiflung keimt, sie ihre Gefühle nicht in Worte fassen können. Die fast quälende Intensität und anfängliche Spannung lässt nach, weil die Hochzeit zu lange im Fokus bleibt, Tanzen und Singen, Saufen und Handgemenge sich wie in einer Endlosschleife wiederholen. Anton Shagin spielt den Todgeweihten als ambivalentes Bündel Mensch - stürmisch und zurückgezogen, verletzbar und gewalttätig. Wenn am Ende das Boot mit den jungen Leuten an der gespenstisch in den Himmel ragenden Ruine auf ruhigem See vorbeischippert, ist das ein grandioses Bild, aber auch ein erbarmungsloses. mk. Kurzansicht
Mitwirkende
| Interpreten: | Anton Shagin Svetlana Smirnova-marzinkevich |
| Label: | NFP |
| Produktionsfirma: | Nonstop Production (RU) Sota Cinema Group (UA) Passashir Film (RU) |
| Verlag: | EURO-VIDEO |
| Vertrieb: | EURO-VIDEO |
| Verleih: | EURO-VIDEO |
| Land/ Jahr: | 2012 |
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