Königliche Stiftungen des Mittelalters im historischen Wandel
Quedlinburg und Speyer, Königsfelden, Wiener Neustadt und Andernach
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Könige des Mittelalters sind als Gesetzgeber bestrebt, ihren Regelungen "ewige" Dauer zuzuschreiben. Was hier die Stabilität ihrer Reiche zu erfordern scheint, ist in einem anderen Segment ihres Handelns religiös begründet: Wo sie als Stifter... mehr
2012, 311 Seiten, Maße: 17 x 24,7 cm, Gebunden, Deutsch
Akademie-Verlag ISBN-10: 3050057823
ISBN-13: 9783050057828
Akademie-Verlag ISBN-10: 3050057823ISBN-13: 9783050057828
Produkt-Beschreibung zu: Königliche Stiftungen des Mittelalters im historischen Wandel
Könige des Mittelalters sind als Gesetzgeber bestrebt, ihren Regelungen "ewige" Dauer zuzuschreiben. Was hier die Stabilität ihrer Reiche zu erfordern scheint, ist in einem anderen Segment ihres Handelns religiös begründet: Wo sie als Stifter tätig sind, also karitative Einrichtungen (vor allem Spitäler) oder Schulen (Universitäten) gründen, sind sie an ihrer Memoria auf Dauer interssiert, weil das Gebet der Nachlebenden ihrer Seele im Fegefeuer bis zum Jüngsten Tag zu Hilfe kommen soll. Erst recht gilt dies von eigentlichen Memorialstiftungen, bei denen Messen und Gebete durch Priester, Mönche und gottgeweihte Frauen vorgeschrieben werden. Die historische Wirklichkeit sieht aber anders aus: Mit den Zeiten wandelt sich die Memorialpraxis und die Stiftungswirklichkeit.
Claudia Moddelmog untersucht in ihrer Dissertation anhand der Stiftungen von fünf königlichen Stiftern, was aus ihrer Intention im Laufe der Zeit geworden ist. Dabei tritt in faszinierender Weise zu Tage, wie elastisch tatsächlich die Stiftungen auf äußeren Veränderungsdruck reagierten und doch im Kern mit sich identisch blieben. Sie untersucht die Stiftungswirklichkeit über viele Hundert, ja eintausend Jahre, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Ihre Fallstudien behandeln König Heinrich I. bzw. dessen Gemahlin Mathilde und Quedlinburg, die Jahrtagsstiftung Heinrichs V. für seinen Vater in Speyer, die Geschichte der Memorialpraxis im Kloster Königsfelden, das Elisabeth von Görz-Tirol zum Gedenken an ihren Gemahl Albrecht I. errichtete, sowie zwei verschiedene Stiftungen Friedrichs III. in Wiener Neustadt und Andernach.
Claudia Moddelmog untersucht in ihrer Dissertation anhand der Stiftungen von fünf königlichen Stiftern, was aus ihrer Intention im Laufe der Zeit geworden ist. Dabei tritt in faszinierender Weise zu Tage, wie elastisch tatsächlich die Stiftungen auf äußeren Veränderungsdruck reagierten und doch im Kern mit sich identisch blieben. Sie untersucht die Stiftungswirklichkeit über viele Hundert, ja eintausend Jahre, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Ihre Fallstudien behandeln König Heinrich I. bzw. dessen Gemahlin Mathilde und Quedlinburg, die Jahrtagsstiftung Heinrichs V. für seinen Vater in Speyer, die Geschichte der Memorialpraxis im Kloster Königsfelden, das Elisabeth von Görz-Tirol zum Gedenken an ihren Gemahl Albrecht I. errichtete, sowie zwei verschiedene Stiftungen Friedrichs III. in Wiener Neustadt und Andernach.
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Klappentext zu: Königliche Stiftungen des Mittelalters im historischen Wandel
Könige des Mittelalters sind als Gesetzgeber bestrebt, ihren Regelungen "ewige" Dauer zuzuschreiben. Was hier die Stabilität ihrer Reiche zu erfordern scheint, ist in einem anderen Segment ihres Handelns religiös begründet: Wo sie als Stifter tätig sind, also karitative Einrichtungen (vor allem Spitäler) oder Schulen (Universitäten) gründen, sind sie an ihrer Memoria auf Dauer interssiert, weil das Gebet der Nachlebenden ihrer Seele im Fegefeuer bis zum Jüngsten Tag zu Hilfe kommen soll. Erst recht gilt dies von eigentlichen Memorialstiftungen, bei denen Messen und Gebete durch Priester, Mönche und gottgeweihte Frauen vorgeschrieben werden. Die historische Wirklichkeit sieht aber anders aus: Mit den Zeiten wandelt sich die Memorialpraxis und die Stiftungswirklichkeit.
Claudia Moddelmog untersucht in ihrer Dissertation anhand der Stiftungen von fünf königlichen Stiftern, was aus ihrer Intention im Laufe der Zeit geworden ist. Dabei tritt in faszinierender Weise zu Tage, wie elastisch tatsächlich die Stiftungen auf äußeren Veränderungsdruck reagierten und doch im Kern mit sich identisch blieben. Sie untersucht die Stiftungswirklichkeit über viele Hundert, ja eintausend Jahre, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Ihre Fallstudien behandeln König Heinrich I. bzw. dessen Gemahlin Mathilde und Quedlinburg, die Jahrtagsstiftung Heinrichs V. für seinen Vater in Speyer, die Geschichte der Memorialpraxis im Kloster Königsfelden, das Elisabeth von Görz-Tirol zum Gedenken an ihren Gemahl Albrecht I. errichtete, sowie zwei verschiedene Stiftungen Friedrichs III. in Wiener Neustadt und Andernach.
Claudia Moddelmog untersucht in ihrer Dissertation anhand der Stiftungen von fünf königlichen Stiftern, was aus ihrer Intention im Laufe der Zeit geworden ist. Dabei tritt in faszinierender Weise zu Tage, wie elastisch tatsächlich die Stiftungen auf äußeren Veränderungsdruck reagierten und doch im Kern mit sich identisch blieben. Sie untersucht die Stiftungswirklichkeit über viele Hundert, ja eintausend Jahre, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Ihre Fallstudien behandeln König Heinrich I. bzw. dessen Gemahlin Mathilde und Quedlinburg, die Jahrtagsstiftung Heinrichs V. für seinen Vater in Speyer, die Geschichte der Memorialpraxis im Kloster Königsfelden, das Elisabeth von Görz-Tirol zum Gedenken an ihren Gemahl Albrecht I. errichtete, sowie zwei verschiedene Stiftungen Friedrichs III. in Wiener Neustadt und Andernach.
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