Kurz- und Langzeiteffekte der Frühförderung (eBook / PDF)
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Setzt man sich mit Effekten von (Früh-) förderung auseinander, macht es Sinn, zu Beginn die Unterscheidung zwischen Kurzzeit- und Langzeiteffekten zu treffen.
Während Studien zu Kurzzeiteffekten vom Design oftmals auf Trainingssituationen... mehr
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2008, 8 Seiten, Deutsch ; GRIN Verlag GmbH...
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Setzt man sich mit Effekten von (Früh-) förderung auseinander, macht es Sinn, zu Beginn die Unterscheidung zwischen Kurzzeit- und Langzeiteffekten zu treffen.
Während Studien zu Kurzzeiteffekten vom Design oftmals auf Trainingssituationen ausgerichtet sind und eine zentrale Fragestellung hier zu sein scheint, ob sich Kurzzeiteffekte zeitlich vorziehen lassen, betrifft ein Schwerpunkt der Langzeitforschung den sprachlichen Bereich. Was die Langzeiteffekte frühkindlicher Förderung angeht, kann die Entwicklungspsychologie auf eine Fülle von Experimenten zur Forschung mit Kleinkindern zurückgreifen.
Als Faktoren besonderen Gewichtes haben sich hier Maternal Responsiveness , Joint Attention und das Attention Focussing erwiesen.
Von zentraler Bedeutung scheint also zu sein, ob die Mutter ein positiv-responsives Verhalten im Umgang mit dem Kleinkind zeigt. Studien von z. B. Bornstein, Tamis-LeMonda und Baumwell haben die Ausprägungen von mütterlicher Responsivität gemessen und experimentell variiert und konnten so nachweisen, dass etwa Kinder, deren Mütter sich gegenteilig verhielten (hohe Werte in maternal control hatten) ihre sprachlichen Kompetenzen langsamer entwickelten.
Burge und Hammen fanden heraus, dass Mütter mit interrumptivem oder vorgebendem Verhalten gegenüber dem Kind (an einer Stichprobe mit minderjährigen, bzw. depressiven Müttern)dazu führte, dass die Kleinkinder im Alter von neun Monaten durchweg geringere linguistische Fähigkeiten zeigten, als Kinder einer Vergleichsgruppe mit responsiven Müttern.
Weiterhin beeinflussen das gemeinsame Betrachten bzw. Beobachten eines Reizes mit dem Kind und das gezielte Hinlenken auf eine Betrachtungs- oder Lernsituation die sprachliche Entwicklung des Kleinkindes. Letzteres konnten Tamis-LeMonda et al. 1989/90 experimentell replizieren, indem sie Mütter von Babies, die ein einer off-task Bedingung waren, aufmerksamkeitssuchendes Verhalten instruierten. Tatsächlich zeigte sich, dass Kinder aus aufmerksamkeitsfördernden Dyaden ein größeres, rezeptives Vokabular entwickeln und ab dem zweiten Lebensjahr mehr symbolisches (und somit komplexeres) Spielverhalten zeigen.
Während Studien zu Kurzzeiteffekten vom Design oftmals auf Trainingssituationen ausgerichtet sind und eine zentrale Fragestellung hier zu sein scheint, ob sich Kurzzeiteffekte zeitlich vorziehen lassen, betrifft ein Schwerpunkt der Langzeitforschung den sprachlichen Bereich. Was die Langzeiteffekte frühkindlicher Förderung angeht, kann die Entwicklungspsychologie auf eine Fülle von Experimenten zur Forschung mit Kleinkindern zurückgreifen.
Als Faktoren besonderen Gewichtes haben sich hier Maternal Responsiveness , Joint Attention und das Attention Focussing erwiesen.
Von zentraler Bedeutung scheint also zu sein, ob die Mutter ein positiv-responsives Verhalten im Umgang mit dem Kleinkind zeigt. Studien von z. B. Bornstein, Tamis-LeMonda und Baumwell haben die Ausprägungen von mütterlicher Responsivität gemessen und experimentell variiert und konnten so nachweisen, dass etwa Kinder, deren Mütter sich gegenteilig verhielten (hohe Werte in maternal control hatten) ihre sprachlichen Kompetenzen langsamer entwickelten.
Burge und Hammen fanden heraus, dass Mütter mit interrumptivem oder vorgebendem Verhalten gegenüber dem Kind (an einer Stichprobe mit minderjährigen, bzw. depressiven Müttern)dazu führte, dass die Kleinkinder im Alter von neun Monaten durchweg geringere linguistische Fähigkeiten zeigten, als Kinder einer Vergleichsgruppe mit responsiven Müttern.
Weiterhin beeinflussen das gemeinsame Betrachten bzw. Beobachten eines Reizes mit dem Kind und das gezielte Hinlenken auf eine Betrachtungs- oder Lernsituation die sprachliche Entwicklung des Kleinkindes. Letzteres konnten Tamis-LeMonda et al. 1989/90 experimentell replizieren, indem sie Mütter von Babies, die ein einer off-task Bedingung waren, aufmerksamkeitssuchendes Verhalten instruierten. Tatsächlich zeigte sich, dass Kinder aus aufmerksamkeitsfördernden Dyaden ein größeres, rezeptives Vokabular entwickeln und ab dem zweiten Lebensjahr mehr symbolisches (und somit komplexeres) Spielverhalten zeigen.
2008, 8 Seiten, Deutsch ; GRIN Verlag GmbH
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