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Kundenkommentare zu: Verbrechen. Ausgezeichnet mit dem Kleist-Preis 2010
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Was einen Menschen bewegen mag eine schlimme Tat zu begehen, das kann man sich nur schwer vorstellen. Dem Autor gelingt es aber, aus langjähriger Berufserfahrung als Jurist heraus, die absurdesten Motive packend zu schildern.
Die besten Geschichten schreibt wohl doch das Leben? Ja wahrscheinlich, aber auch die seltsamsten...
Morde wegen einer antiken Teeschale? Schafe, die das Böse verkörpern und deshalb abgeschlachtet werden müssen? Prostitution aus Liebe?
Die Abgründe in den Seelen der Betroffenen werden gekonnt ausgelotet und fast gelingt es einem sie zu verstehen oder wenigstens mit ihnen zu fühlen!
Fazit: Ganz großes Kopf-Kino! Nicht nur beim Lesen unterhaltend sondern regt auch zum Nachdenken und Debattieren an. -> LESEN!
Es geht um Mörder, Bankräuber, Folterer, Kleinkriminelle usw..
Faszinierend sind alle Geschichten, man kann eigentlich keine einzige besonders herausheben.
Ob es nun die Geschwister sind, wo die Schwester ihren Bruder aus Liebe tötet, Frank, der alles versucht, um wieder zu seiner Familie nach Afrika zu kommen oder auch der junge Türke, der sich sein Leben lang dümmer stellen musste, als er in Wirklichkeit ist.
Ferdinand von Schirach versteht es, den Leser mit seinen Geschichten in den Bann zu ziehen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und man giert nach mehr.
Ich hoffe, dass das nicht das letzte Buch dieser Art von dem Autor ist.
In Kurzgeschichten wird das Leid und die Liebe vieler seiner Mandaten geschildert. Manchmal hatten sie einfach Glück, das andere mal war der Richter auf ihrer Seite. Beeindruckende Storys über das Leben auf Abwegen und deren nicht immer positiven Ende.
Ein negatives Beispiel scheint mir der Fall „Liebe“ zu sein, in dem es um Kanibalismus geht. Die Justiz kann nicht weiterhelfen und ist in ihren Händen so gebunden, das daraufhin nachweislich Morde geschehen. Wie kann man damit Leben, und trotzdem ein guter Mensch zu sein???
Spannend, teils auch lustig zu lesen und wahnsinnig schicksalsergreifend. Ein Bestseller!!!
Ferdinand von Schirach erzählt Geschichten aus dem alltäglichen Leben, aus seinem ganz persönlichen alltäglichen Leben, für ihn zum Teil sicherlich Realität und doch so unglaublich, dass man kaum zu glauben mag, dass solche Verbrechen wirklich passiert sind.
Die Knappheit der Geschichten macht es dem Leser möglich, dieses Buch sehr schnell zu verschlingen. Manche sind dadurch allerdings etwas unverständlich und lassen mich mit einem Fragezeichen zurück. Hat man jedoch die eine Story ausgelesen, ist man sofort begierig auf die Nächste, mit dem Gefühl der Faszination und Schockiertheit zugleich.
Ein lesenswertes Buch voller unalltäglicher alltäglicher Geschichten.
Elf Stories die uns über unsere Mitmenschen nachdenken lassen. Denn Schuld ist nicht gleich Schuld.
Bei einigen Fällen hätte ich mir gewünscht, dass Schirach noch mehr Details erzählt, besonders bei dem Mann am Bahnhof. Auch wenn er schreibt er wüsste selbst nicht mehr, fand ich es schade, dass die Geschichte einen sehr rätselnd zurücklässt. Da wäre meiner Meinung nach eine andere Geschichte in dem Fall die bessere Wahl gewesen.
Die einzelnen Geschichten sind vom Autor gut durchstrukturiert und er erzählt die Ausnahmeschicksale, die brutal und ergreifend sind, ungeschminkt und nüchtern in kurzen prägnanten Sätzen. Die Realität vor Gericht wird von Ferdinand von Schirach anschaulich beschrieben.
Fazit:
Dieses Buch zeigt ziemlich wirkungsvoll, dass es in unserer Gesellschaft keine Tabus mehr gibt. Beim Lesen der einzelnen Geschichten bekam ich so manches Mal Gänsehaut. Es ist keine leichte Kost, aber unbedingt lesenswert.
Erschreckend nah ist die Grenze von der "Normalität" zur Kriminalität und es wird einem mehr als deutlich, das jeder jederzeit betroffen sein kann.
Auf gut lesbare Art erzählt Schirach aus seiner Praxis und läßt uns teilhaben an seinen "Fällen". Ergreifend, spannend, nachdrücklich aber auch stelleweise schmunzelnd läßt sich dieses Büchlein lesen. Einzig beim vorletzten Fall hätte ich mir gewünscht, dass die Schweigepflicht evtl. Ausnahmen zuläßt.....dann hätte es ja vielleicht einen Mord weniger gegeben.
Ach ja, Michalka hats geschafft und ich freue mich für ihn.......
Von Gefallen möchte ich bei diesem Buch aufgrund der Tatsachenberichte eigentlich nicht sprechen, empfehle es aber unbedingt an alle kriminalistisch Begeisterten weiter.
Ob sie, tatsächlich so "wahr" sind, wie Autor und Verlag behaupten, ist überhaupt nicht wichtig, schließlich handelt es sich um Geschichten, und da hat der Autor eine künstlerische Freiheit. Besser als diese Geschichten, die das Leben schreibt, hätte man sich Romanstoffe auch gar nicht ausdenken können.
Auf jeden Fall wünscht man sich eine Fortsetzung. Herr von Schirach hat doch sicher noch mehr interessante Geschichten erlebt?
Besonders die Geschichten "Glück" und "Der Äthiopier" sind mir im Gedächtnis geblieben - und werden dort auch noch lange Zeit bleiben.
Der Autor erzählt elf spannende, aber komplett unterschiedliche Schicksale;und gibt uns so einen kurzen Blick hinter die Kulissen. Gerade die Tatsache, das diese Geschichten der Wahrheit entsprechen,macht das ganze um so interessanter! Man gerät unweigerlich ins Grübeln; macht sich Gedanken... Der kühle,Emotionslose schreibstil tut sein übriges...
Jeder einzelne Fall berührt einen;aber immer auf völlig unterschiedliche Weise! Wir werden uns bewußt darüber,das jedes Verbrechen immer mehrere Blickwinkel hat - und haben muß! Wir erfahren hier auch etwas über die Täter,was das ganze ganz besonders Interessant macht. Denn manchmal,ist eben auch der Täter ein Opfer... Ein Opfer der Gesellschaft,wenn man so will...
Fazit: Ein sehr gelungendes Buch, welches einem auch nach dem lesen nur schwer loslässt!
Das Buch Verbrechen von Ferdinand von Schirach erzählt in 11 Kurzgeschichten den Hintergrund der Täter und wieso sie so gehandelt haben.
In seinem Buch erzählt er von den Hintergründen der Täter und zeigt auch warum ein Mörder nicht immer der Skrupellose Mensch ist für den wir ihn halten.
Besonders die Geschichten Das Chello und Äthiopier haben es mir sehr angetan. Denn so wie die beiden "Täter" hätte ich auch gehandelt. Manche Verbrechen geschehen halt aus Liebe und auch wenn es falsch ist sollte man auch immer mal hinter die Fassade schauen.
Die Geschichten waren gut und flüssig zu lesen, sodass ich das Buch leider schon nach 1 Tag aushatte.
„Verbrechen“ ist meiner Meinung nach ein Buch, das nur an der Oberfläche kratzt, delinquentes Verhalten und Strafbemessung nicht ausreichend erklärt und somit kein Wissen und keine Erkenntnis vermitteln kann.
Schon das erste Kapitel aus dem Buch reicht aus, um auf den kompletten Band neugierig zu machen! In der ersten Geschichte „Fähner“ geht es zum Beispiel um den Arzt Friedhelm Fähner und seine Frau Ingrid, welche sich schon auf der Hochzeitsreise als wahre Tyrannin entpuppt und welche im Laufe Ihrer Ehe Ihrem Mann gegenüber immer brutaler und aggressiver wird – bis er im hohen Rentenalter und nach 48 Jahren mit dieser Frau an seiner Seite den einzigen Ausweg sieht wieder frei zu sein, indem er sich seiner Frau auf makabere weise entledigt....
Auch die anderen 10 Stories sind schaurig-gut und auf insgesamt 205 Seiten ist somit Spannung und echte Kurzweile garantiert.
Schon das erste Kapitel aus dem Buch reicht aus, um auf den kompletten Band neugierig zu machen! In der ersten Geschichte „Fähner“ geht es zum Beispiel um den Arzt Friedhelm Fähner und seine Frau Ingrid, welche sich schon auf der Hochzeitsreise als wahre Tyrannin entpuppt und welche im Laufe Ihrer Ehe Ihrem Mann gegenüber immer brutaler und aggressiver wird – bis er im hohen Rentenalter und nach 48 Jahren mit dieser Frau an seiner Seite den einzigen Ausweg sieht wieder frei zu sein, indem er sich seiner Frau auf makabere weise entledigt....
Auch die anderen 10 Stories sind schaurig-gut und auf insgesamt 205 Seiten ist somit Spannung und echte Kurzweile garantiert.
Besonders gefallen hat mir dabei, dass der Autor immer sachlich bleibt und auf Effekthascherei verzichtet. Juristische Abläufe oder Begriffe werden kurz erläutert, so dass auch das Verhalten des Anwalts verständlich ist.
Insgesamt bietet "Verbrechen" für den Laien einen interessanten Einblick in die kuriosen Fälle eines Anwalts, wobei jedoch jedem Leser klar sein sollte, dass diese nicht die Regelfälle sind, die einem vor deutschen Gerichten begegnen. Leider ist das Buch sehr dünn, so dass es nur ein kurzes Lesevergnügen bot.
Klar ist, bei jeder der aufgezeigten Taten kann man sich in die Geschichte des Verbrechens einfühlen. Man erfährt die Hintergründe u. bekommt somit einen anderen Bezug zum Täter, als das aus den Medien der Fall wäre.
Mit unerschrockener Sachlichkeit zeigt Schirach mit welchen Problemen sich Gerichte beschäftigen. Dabei steht immer wieder die Frage nach dem Sinn d. Strafe im Mittelpkt. Natürlich soll sie abschrecken, andererseits dürfen die Beweggründe eines Täters für eine Tat nicht außer Acht gelassen werden. Eine Gradwanderung, die nicht immer alle zufrieden stellen kann.
Ich war total gefesselt und nicht selten schockiert. Es ist erschreckend, wie nahe manch fiktive Krimis an der Realität liegen.