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Kundenkommentare zu: Der dunkle Wächter
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Mehrere Handlungsstränge sind raffiniert miteinander verwoben: Erzählt wird die Liebesgeschichte von Irene & Ismael, die Vorgeschichte des Spielzeugfabrikanten Lazarus Jann und die Legende um die Septemberlichter – die Geschichte einer jungen Frau, die vor 20 Jahren im Meer vorm Leuchtturm ertrunken ist, und deren Tagebuch Ismael & Irene in die Hände fällt.
Zafón ist ein Meister der Wortakrobatik, nahezu unbeschreiblich, was dieser Mann schwarz auf weiß zu erschaffen in der Lage ist, NUR durch Worte! Zafón schafft Kopfkino! Er lässt Menschen & Umgebung vor dem inneren Auge entstehen, man fühlt die düstere Atmosphäre am eigenen Leib und beim Lesen jagt ein Schauer nach dem anderen den Rücken hinunter.
Sprachlich ist Zafón ein Meisterwerk gelungen, die Komposition der Worte ermöglicht ein zügiges Lesen ohne Verständnisprobleme durch zu lange, verschachtelte Sätze. Es hat richtig Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Vormittags ist es angekommen, abends war es durch.
Doch sie ändert ihre Meinung, denn es geschiet ein brutaler Mord im Wald, der zu Cravenmoore, dem Anwesen von Lazarus, gehört.
Bald muss die ganze Familie um ihr Leben kämpfen, als ein "Schatten" in die Spielzeuge fährt, der sie zum Leben erweckt.
Durch die ganze Geschichte zieht sich eine solche Spannung, so dass man immer weiterlesen möchte.
Man kann das Buch schön flüssig lesen, auch wenn es anfangs etwas zu sehr "kinderbuchmäßig" formuliert ist.
Ismael will ihren Tod rächen, und zusammen mir Irene versucht er den Täter zu ermitteln.
Die Geschichte ist sehr düster und stellenweise unheimlich. Die Schauerelemente sind jedoch ausgezeichnet eingebaut und die Geschichte ist in sich schlüssig. Alle Charaktere sind lebendig geschildert, man meint ihnen tatsächlich beim Geschehen zuzugucken. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, aber leider war es wirklich schnell ausgelesen.
Leider bin ich ein wenig enttäuscht von diesem Buch. Ich hatte mir doch deutlich mehr erhofft als nur einen Schauerroman und mehr gibt die Handlung einfach nicht her.
Gerne hätte ich mehr zu den Hintergründen erfahren und den erwähnten möglichen geschichtlichen Kontext ausgebaut gesehen. So treibt die Geschichte an der Oberfläche, ohne mehr Tiefgang zu erlangen, als ein kleiner Gruselroman.
Carlos Ruiz Zafòn zeigt mit "Der dunkle Wächter" einige sehr gute Ansätze. Jedoch hat er es meiner Meinung nach versäumt, daraus ein Werk mit wirklich bleibender Erinnerung zu schaffen.
Wer jedoch Schauerromane mag, der wird sicherlich auch hier zufrieden sein.