Kundenkommentare zu: Wo fahren wir hin, Papa?
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Fournier beschreibt in diesem Buch sehr ehrlich und mit einer gehöhrigen Priese Sarkasmus sein Leben mit 2 Behinderten Kindern. Er beschreibt seine Gefühle in unterschiedlichen Situationen, beschreibt, wie die Umwelt darauf reagiert. Manchmal ist sein Sarkasmus darüber doch sehr "grenzwertig". Doch wenn man hinter den Zeilen liest, dann erkennt man außer Sarkasmus, Wut und Trauer auch Liebe, Zuversicht, Hoffnung und Dankbarkeit. Und genau das ist es, was dieses Buch ausmacht.
Insgesamt fand ich das Büchlein auf der einen Seite wie eine Art "Liebeserklärung" an seine zwei behinderten Kinder, auf der anderen Seite hatte ich aber auch das Gefühl, er wolle mit seinem Schicksal "abrechnen".
Leider sind seine Frau/Partnerin sowie seine gesunde Tochter so gar nicht erwähnt.....eigentlich schade, es hätte mich interessiert, wie sie in dieser Geschichte/in diesem Leben involviert sind.
Alles in allem aber wieder mal ein Büchlein das einen nachhaltig beschäftigt. Ich würde mir wünschen, dass es manchen hoffentlich auch etwas aufrüttelt, dass auch Behinderte egal welcher Art, eine Daseinsberechtigung in unserer Welt haben.
Klar hadert er mit seinem Schicksal, gibt sich ein ganzes Leben lang die Schuld, kann sich selbst nicht verzeihen. Doch wem würde es anders gehen, wenn er ehrlich mit sich selbst ist. Schonungslos offen, bis an die Schmerzgrenze sarkastisch – so verpackt der Autor eine bewegende Lebensgeschichte, die Betroffenen dennoch Mut machen kann.
Mathieu, der Erstgeborene, kommt schwerbehindert auf die Welt. Als man die Diagnose (man erfährt nicht, woran die Kinder leiden) zu akzeptieren lernt, wird seine Frau erneut schwanger. Man hofft, dass es dieses Mal ein "normales" Kind wird, wonach es auch allen Anschein nach aussieht. Doch auch Thomas wird sein Leben lang behindert bleiben.
Jean-Luis Fournier beschreibt nun in seinen sehr kurzen Kapiteln das Leben mit eben seinen zwei Söhnen. Mathieu, der eigentlich nur "Brumm Brumm" von sich geben kann und deswegen am besten LKW-Fahrer werden sollte und Thomas, der immer nur fragt "Wo fahren wir hin, Papa?.
Trotz der teilweise arg zynischen Schreibweise bekommt das Buch von mir 4 Punkte. Alles andere hätte es nicht so eindringlich werden lassen.
Die Trauer von Jean-Louis Fournier, um all das Verlorene, um unerfüllte Träume und Erwartungen, kann ich trotzdem gut nachvollziehen und ich spüre eine Art Dankbarkeit, dass er seine Wut so offen ausspricht. Jean-Louis Fournier, liebt seine Kinder und gerade deshalb wünscht er sich mehr für sie und ist wütend, wenn er an ihre und seine Grenzen stößt.
Das Buch liest sich sehr schnell, was nicht nur am Schreibstil liegt sondern auch daran das die Seiten teilweise nur halb bedruckt sind. Da der Autor in der Geschichte bereits darauf hinwies, das er noch nie wie die anderen sein wollte, ist es sein Markenzeichen.
Man ist als Leser ergriffen, entsetzt, bewegt -
Der Text ist zwar offen, aber knallhart zu so einem 'zarten' Thema.
Ich bin aber der Meinung, dass es keinem Außenstehenden zusteht, über die Art zu urteilen, wie Eltern mit der Behinderung ihrer Kinder umgehen. So, wie jeder z.B. Trauer auf seine ganz eigene Art verarbeitet, geht auch jeder anders mit Schicksalsschlägen um. Ich erlaube mir kein Urteil, weder ein positives, noch ein negatives. Die Tatsache, dass Fournier nichts Fiktives, sondern selbst Erlebtes schreibt, macht ihn im Grunde resistent gegen jede Kritik. Wer, der nicht selbst in so einer Situation war, würde sich anmaßen, etwas als Richtig o.Falsch zu verurteilen?
Mich persönlich hätte etwas weniger Sarkasmus, der mir manchmal wie gewollt und nicht recht gekonnt erschien, vollkommen gereicht. Außerdem hätte es mich interessiert, was aus Marie geworden ist. Fournier spricht sie einmal kurz an, kommt jedoch leider nicht mehr darauf zurück....
Alles in allem mal eine Dokumentation über das Leben mit behinderten Kindern der etwas anderen Art - sicher nicht für jeden Geschmack, aber das ist ja auch gut so.
Ich denke, er versucht mit diesem Buch, seine Gefühle und sein Schicksal zu verarbeiten, doch es kommt oft sehr hart rüber was er schreibt und manchmal doch etwas angreifend. Er beschreibt erlebte Situationen und seine Gefühle und dort merkt man, dass er nicht mit der Situation klar kommt und dies irgendwie kompensieren muss.
Da einige Seiten nur halb beschrieben sind, stört es ein wenig den Lesefluss und man muss wieder neu in die Geschichte hineinfinden.
Die Geschichte ist ganz gut. Nur für mich eben nicht ernst genug geschrieben. Zudem hat man das Buch schnell durchgelesen, da es aus sehr kurzen Kapiteln und vielen halb leeren Seiten besteht. Das ist schade. Man erfährt eigentlich sehr wenig über das Leben mit den behinderten Kindern, sondern vielmehr darüber, wie es dem Vater damit geht, behinderte Kinder zu haben und wie er versucht, sich damit zurecht zu finden.
Die Söhne sind zu wenig beschrieben, ich hätte gern noch mehr über sie erfahren um mir ein anderes Bild von ihnen machen zu können.
Die positive Sicht fehlt in dem Buch ein bisschen. Es geht hauptsächlich um das Leid, was der Vater durch machen muss. Es ist auch mal eine Sicht die beschrieben werden muss, keine Frage, doch bitte nicht so übertrieben und abwertend.