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Kundenkommentare zu: Submarino
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Bengtsson hat sein Buch zweigeteilt und lässt in jedem Teil einen der Brüder, als Ich-Erzähler zu Wort kommen. Dabei ist die vom Autor verwandte Sprache beispielhaft für das Milieu in dem die Brüder gelandet sind, macht damit aber auch den Roman sicher nicht leichter verdaulich für empfindliche Naturen.
Alles in Allem ein sehr eindringlicher Roman über das Leben und wie es manchmal endet.
Dieses Buch ist hart und realistisch. So kann man es wohl ausdrücken. Die Stimmung ist durchgehend bedrückend und depressiv. Dem Autor ist es sehr gut gelungen die Ausweglosigkeit und die Verzweiflung der beiden Brüder zu transportieren. Schonungslos sind auch die Beschreibungen, so wie auch das Leben von Nick und seinem Bruder.
In ihrer Verzweiflung versuchen sie sich an die Aufgabe zu klammern wenigstens für Ivan und Martin zu sorgen, aber sie haben nie gelernt Liebe zu schenken und so führt auch dieses Vorhaben in eine Katastrophe.
Die vielen kurzen Kapitel und der kurze und prägnanten Schreibstil des Autors sorgen dafür, dass das Buch schnell gelesen ist.
Es hinterlässt ein kleines Gefühl der Leere im Leser.
Charakteristisch für die Schreibweise von Bengtsson sind kurze Sätze, manchmal auf den ersten Blick zusammenhanglos hingeworfene Gedanken, lakonisch geschilderte Dramen, die dadurch umso realistischer und eindringlicher wirken. Insgesamt vermittelt schon alleine diese Sprache einen Eindruck von den Leben der beiden Brüder, um die es geht: Der Überlebenskampf schon in der Kindheit, Aggressionen, ein Sich-Treiben–Lassen und das Streben danach, ein guter Mensch zu sein, ein guter Vater, einem gewissen Ehrenkodex zu folgen, nicht nur haltlos und fremdbestimmt zu sein, einfach durchs Leben zu kommen.
Dieses Buch ist definitiv keine leichte Sommerlektüre, das man so nebenbei konsumieren und unberührt wieder weglegen kann. Wer aber bereit ist, sich auf die schonungslose Schilderungen chancenloser Leben einzulassen, wird ein grandioses Buch entdecken.
Beide versuchen auf ihre Weise damit fertig zu werden, der eine mit Gleichgültigkeit und Schlägereien und der andere mit Drogen, und beiden gelingt es nicht, sich aus diesem Teufelskreis zu befreien.
Statt sich selbst zu helfen, kümern sie sich um andere, um den Bruder der Ex-Freundin, um den Sohn Martin. Vielleicht versuchen sie auch, ihre Schuld am verstorbenen Bruder wieder gut zu machen, ohne zu erkennen, daß sie ihn gar nicht retten konnten.
Das kann natürlich nicht gut ausgehen und so erwartet man nichts anderes, als eine Katastrophe.
Ein sehr trauriges, ja fast schon deprimierendes Buch in einer deutlichen und harten Sprache. Nichts für weiche Gemüter, die sich gerne eine heile Welt vorgauckeln lassen.
"Submarino" ist die Bezeichnung für eine Foltermethode. Und wie der Gefolterte beinahe erstickt, so kämpfen die Protagonisten täglich ums nackte Überleben, und so fehlt auch dem Leser oft die Luft zum Atmen angesichts der düsteren Kulisse und der menschlichen Tragödien. "Submarino" ist ein niederschmetternder Abriss des Alltags sozial gestrandeter Existenzen, nimmt einem den Atem, schockiert, entsetzt und macht betroffen. Lesen!!!
Meine Meinung:
Alles in allem ein Buch, das einem unglaublichen Sog auf den Leser ausübt. Worte wie "schonungslos" oder "ungeschönt" würden passen, jedoch ist das Buch vor allem erst einmal ein kleines Kunstwerk. Raue Sprache und brutaler Inhalt erwecken den Anschein "hart an der Realität" zu sein, doch Bengtssons Buch ist nicht die Realität, es gibt sie bearbeitet und als in ein GLAUBWÜRDIGES Kunstwerk gegossenes Stück Literatur wieder, und zwar eines, das ich weiterempfehlen werde. Allerdings nur denjenigen, die es ertragen können.
Die beiden Ex-Heimkinder sind nicht sehr miteinander verbunden so landet Nick, Bodybuilder, Ex-Knacki als arbeitsloser Alkoholiker in einem Wohnheim, während sein drogenabhängiger Bruder versucht ein halbwegs guter Vater zu sein und ums tagtägliche überleben von einem Fix zum nächsten zu kommen. Weitere Schicksale schockieren ebenfalls und machen einen betroffen.
Der Schreibstil ist kurz, knapp, schnörkellos, mal schonungslos brutal, dann wieder voller Wärme auf jeden Fall fesselnd und lesenswert.
Dann muss ich Sie enttäuschen, dieses Buch ist nichts für schwache Gemüter. Nichts für Leser die ein Happy End lieben und jeder Realität vorziehen.
Der Autor, Jonas T Bengtsson, ist direkt, verwendet oftmals sehr bildhafte und vulgäre Sprache und verschont uns nicht mit Brutalität. In diesem Roman geht es um zwei Brüder, es geht um Drogen und Sex und es geht ums Überleben, um Gewalt und Tod.
Dieser Autor hat keine Berührungsängste mit dem Beschreiben von Gewalt, keine Schranken beim Erzählen moralische Tabus. Das Buch ist auch nur so brutal wie es unser eigenes Kopfkino zulässt, ich kann wie im Film einfach ausblenden.
Der Stil ist sperrig, mit kurzen Sätzen, vulgärer Sprachwahl und Zeitsprüngen, aber ich könnte mir gleichzeitig keinen anderen Stil vorstellen, der passender ist. Es wirkt sehr realistisch und ich kann mir problemlos vorstellen, dass sich die einzelnen Erlebnisse der Protagonisten so tagtäglich bei den verschiedensten Menschen ereignen. Ein schonungsloser Blick auf die Außenseiter der modernen Gesellschaft, die gerne ignoriert werden.
Nick, der in der ersten Buchhälfte näher beleuchtet wird, saß schon im Gefängnis und hat ein Alkoholproblem.
In der zweiten Buchhälfte wird dann der andere Bruder näher beleuchtet, der schon eher zu härteren Drogen greift und sich um seinen Sohn Martin kümmert.
Ich hatte Anfangs etwas Startschwierigkeiten mit dem Buch. Es wird wohl einfach nicht der richtig Zeitpunkt gewesen sein. Aber nach ca. 100 Seiten war mir Nick vertrauter und ich hatte nicht mehr diese Schwierigkeiten mit seinen Gedankensprüngen.
Alles in allem ist Submarino kein gewöhliches Buch. Es ist schonungslos, kompromisslos und brutal. Wenn man lieber Geschichte ließt in denen die Welt heil und in Ordnung ist, sollte man die Finger von dem Werk lassen.
Sehr gestört an der ganzen Sache hat mich jedoch, dass der jeweilige Ich-Erzähler verwirrende Gedanken hat, Szenen und Beschreibungen der Abläufe aber stets mit einer solchen Distanz beschrieben sind als wäre der Ich-Erzähler in diesem Moment ein Außenstehender.
Insgesamt fand ich das Buch in Ordnung, der erste Teil war schon ein Stückchen heftiger als der zweite. Auch handlungsmäßig war der zweite Teil interessanter, also sollte man das Buch nicht nach dem ersten Teil weglegen.
Ich habe Mitleid mit den Brüdern bekommen. Auch wenn gerade Nick ein Leben voll illegaler Machenschaften führt. Sein Leben ist eindrucksvoll beschrieben, auch wenn ich am Anfang ein wenig verwirrt war.
Das ist ein Buch für Menschen die harte Schicksale mögen und auch vor deftigeren Szenen nicht zurück schrecken.
Zwei Brüder, ganz unten, erzählen Ihre Lebensgeschichte, die am Ende wieder zusammenführt. Harte abgehackte Sätze, meist nur die Realität nüchtern erzählt ohne ein Warum zu erklären. Oft erkennt man nicht, ob es Realität ist oder doch Drogenrausch.
Dieses Buch ist sicher literarisch wertvoll - aber überhaupt nichts für mich. Denn wenn ich lese - also sozusagen meine tägliche Dosis Rausch zu mir nehme - möchte ich dem Alltag entfliehen. Endweder mit Fantasy-Geschichten, Thrillern, wo man sich schön gruseln kann, oder netten lustigen Storys. Aber diese nüchterne harte Geschichte ohne Lichtblick und Wunder zieht mich einfach nur noch mehr runter, als dass sie mich entspannt. Also ein absolutes No-Go für meine Bücherschrank und mein Gemüt.