Kundenkommentare zu: Dunkelziffer
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Vom Schreibstil selbst war ich sehr angetan: man taucht in die Gedankenwelt der handelnden Charaktere ein, wie eine Momentaufnahme, aber ohne dass zu viel verraten wird. Der Schreibstil ist sehr unmittelbar und wirkt lebensecht, weil nicht "das Programm abgespult" wird, sondern die Charaktere auch abschweifen. Was mich persönlich sehr gestört hat, war der besonders zu Anfang permanente Perspektivenwechsel und sogar die direkte Anrede des Lesers! Der Einstieg gestaltete sich für mich recht schwierig, da ich das Team nicht kannte und meiner Meinung nach plätscherte gerade der Anfang ziemlich vor sich hin.
Zunächst verschwindet in dem Buch ein Mädchen auf der Klassenfahrt spurlos. Niemand weiß wo sie hin ist, ob sie abgehauen ist, ob sie entführt wurde, oder ob sie sich evt. umgebracht hat. All dies kommt erst zum Ende des Buches raus.
Man hat keine Chance darauf zu kommen, wer hier der Täter ist, wer hier gut und wer hier böse ist. Zumindest stellen sich Personen dann noch anders raus, als sie eigentlich sind.
Die Charaktere sind super gewählt, man erfährt nicht gleich zu viel von ihnen, sondern gerade so viel wie es für die Geschichte notwendig ist. Erst im Laufe der Geschichte erfährt man Stück für Stück mehr. Und sie werden sympathischer oder man entwickelt eine Abneigung einigen gegenüber.
Das Buch hat mich überrascht, so viel hätte ich nicht davon erwartet.
Dies ist auf jeden Fall ein Buch was ich jedem weiterempfehlen kann.
Die Handlung findet nur in Schweden statt, Schweden untereinander sprechen miteinander. Dennoch wurde in der Übersetzung in den meisten Fällen das "Sie" benutzt. Das ist schade, das typisch schwedische wurde damit aus der Geschichte genommen.
Ein besonderes Lob geht jedoch an die Titelwahl und das Buchcover. Ohne die Inhaltsangabe zu lesen, erkennt man sofort worum es in diesem Krimi geht.
Deswegen würde ich einem Dahl-Neuling auf jeden Fall zunächst einen der Vorgänger (Misterioso, Böses Blut, Falsche Opfer, Tiefer Schmerz, Rosenrot und Ungeschoren) empfehlen. Für Dahl-Liebhaber (wie ich einer bin) ist aber auch "Dunkelziffer" ein must-read, denn so gut wie Arne Dahl schreibt wirklich keiner!
Das A Team der Stockholmer Polizei muss wieder mal ermitteln,diesmal geht es um ein Mädchen,das während einer Klassenfahrt verschwunden ist.Keiner der Klassenkameraden will etwas bemerkt haben und so gestaltet sich die Suche schwierig.Die einzigen Anhaltspunkt für die Polizei sind Autos mit baltischen Kennzeichen,sowie die Adressen von drei Pädophilen,die in der Nähe wohnen.
Als die Polizei zuhause bei Emily die Mutter befragt,reagiert diese merkwürdig und als auf Emilys PC pornografische Aufnahmen gefunden werden,muss Kerstin Holm mit ihren Ermittlern wirklich alles geben,um diese Puzzleteile zusammen zu setzen um den Täter zu finden.
Mehr will ich hier nicht verraten nur so viel noch,ein spannender Krimi,der sich zu lesen lohnt.
Insgesamt hat der Krimi einen guten Spannungsverlauf, der aber erst auf den letzten 50 Seiten so richtig an Fahrt gewinnt. Wirklich gut gemacht sind die vielen Wendungen, die meistens die Spannung steigen lassen. Etwas störend wirkte auf mich dabei nur, dass die Handlung zum Ende übertrieben und unwirklich wird.
Nichtsdestotrotz - die Bewertung ist einfach aufgrund der hohen Erwartungshaltung negativer ausgefallen, als es das Buch tatsächlich verdient hätte - ein spannendes Buch mit einer sehr modern aufgegriffenen Thematik. Äußerst spannende und vielseitige Charaktere und ein ausgezeichneter Schreibstil machen das Buch schon zu einem guten Krimi. Aber dass man als Leser vom Hocker gerissen wird, sollte man nicht erwarten.
Plötzlich werden 2 Pädophile ermordet aufgefunden. Hat Emily mit diesen Morden was zu tun??
Stefan Willner findet ein Skelett aus dem 18. Jahrhundert. Rigmondo, so heißt das Skelett, soll für ewigen Sex stehen. Was hat Emily mit diesem Skelett zu tun. Steckt da etwa eine Sekte dahinter??
Meine Meinung zum Buch:
Für meinen Geschmack waren zu viele Personen in dem Roman beteiligt, was das Lesen nicht gerade leichter macht. Die ersten 100 Seiten waren super spannend, aber dann plätschert das Buch lieblos daher. Trotz allem gebe ich noch 3 Sterne.
Das Buch weist ein sprachlich hohes Niveau auf. Daneben unterhalten die humorvollen Wortwechsel zwischen Mitgliedern des A-Teams auf beste Weise.
Aufgrund des etwas verwirrenden Anfangs und der Vielzahl von Handlungssträngen und Personen mag der Einstieg zunächst etwa schwer fallen. Aber das Weiterlesen wird mehr als belohnt durch eine raffiniert konstruierte, sehr gekonnt und spannend geschriebene Geschichte, die glänzend unterhält und zudem durch ihren gesellschaftskritischen Bezug und philosophische Einflechtungen zum Nachdenken anregt.
Am Ende verläuft alles zu einem Strang und es endet in einem... Chaos. Das Ende hätte anders ausgehen können, nicht so Knaller Baller.
Einen Punkt Abzug bekommt es von mir für die sehr vielen Szenenwechsel, bei denen man manchmal nicht mehr wusste, wo man gerade war. Die vielen Personen mit den schwierigen Namen haben dies auch nicht leichter gemacht.
Insgesamt war "Dunkelziffer" ein Überraschungsbuch für mich. Einfach super!