1794

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Ein Jahr ist vergangen. Viel ist geschehen, aber noch Schlimmeres wird kommen.
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Kommentare zu "1794"

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  • 5 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Hardy K., 12.01.2020

    Wie oft wurde das Nietsche-Zitat über den Abgrund, in den wir blicken schon als Vorwort in Thrillern genannt? In diesem Buch nicht, aber noch nie hätte es so gut gepasst. Eine Warnung sei angebracht: dies ist kein Buch für Leicht-Leser oder Zartbesaitete, wer skandinavische Thriller nach dem Schema F bevorzugt, sollte sich auf eine andere Dimension des Grauens einstellen. Denn das Buch ist nicht angenehm zu lesen, erzeugt keine wohlige Spannung, sondern schockiert mit seiner authentischen Schilderung einer düsteren, brutalen und oftmals unmenschlichen Zeit. Der Autor hat wieder brillant recherchiert, verknüpft die realen historischen Ereignisse geschickt mit der fiktiven Geschichte, die mit dem Vorgänger verbunden ist. Man kann das Buch zwar eigenständig lesen, aber erst die Kenntnis des ersten Bandes sorgt für ein Gesamtwerk, das man getrost als meisterlich bezeichnen kann. Mit seinen Worten beschwört der Autor dunkle, stinkende Gassen herauf, lässt den Mief und den Gestank in den Gasthäusern und Hinterhöfen aufleben, dass der Leser nach der Lektüre zwangsweise das Bedürfnis nach einer Dusche verspürt. Nebenbei erfährt man auch einiges über die Vergangenheit Schwedens, das heutzutage oft als sympathisches Sehnsuchtsland wahrgenommen wird. Von den ominösen Kaffeeverboten (die tatsächlich den Alkoholverkauf ankurbeln sollten) bis zur düsteren Rolle, die das Königreich im weltweiten Sklavenhandel spielte, wird dem Leser der historische Hintergrund für einen brutalen Mord geliefert. Dessen verworrene Aufklärung führt durch das Jahr 1794, das der Autor wieder in seiner raffinierten Rückwärtserzählweise durch die Jahreszeiten durchschreitet und dabei die Figuren miteinander in Relation setzt. Wie gesagt, hier muss der Leser aufmerksam der Geschichte folgen, um die Zusammenhänge im Auge zu behalten. Das Buch ist grausam, weil es die Geschichte und die Zeit es erfordern. Der menschliche Horror wird aus den Seelen und Handlungen der Personen geboren, die teilweise aus Gier und Machtfantasien zu herrschen glauben. Andere wiederum versuchen mit aller Härte am Leben zu bleiben. Das führt zu einem Gesamtbild, das stellenweise schwer zu verdauen ist. Niklas Natt och Dag schreibt überragend und beschreibt trefflich, was das Grauen noch verstärkt. Die Erzählweise lässt vielleicht nicht mit den Figuren sympathisieren, aber sämtliche Handlungen erscheinen nachvollziehbar und im Sinne der Personen verständlich. Das verlangt gehobene Erzählkunst. Ein großartiger Historienmix, der in Zusammenhang mit dem Vorgänger "1793" zum Besten gehört, was die schwedische Literatur zu bieten hat.

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    janein
  • 5 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sonja E., 14.01.2020

    Ich hatte bereits den Vorgänger 1793 mit Genuss gelesen, sodass meine Erwartungen an diesen Teil natürlich auch recht hoch waren. Besonders hatte es mir da schon Niklas Natt och Dags eindringlicher Schreibsti, seine Kunst die Vergangenheit realistisch zum Leben zu erwecken und natürlich seine Ideen angetan. Mit Spannung hatte ich also jetzt auf 1794 gewartet und vorab schon mal so viel: Ich wurde nicht enttäuscht. Wieder schaffte es der Autor das Alte Stockholm aufleben zu lassen, mit Leben zu füllen und so detailreich zu beschreiben, sodass man selbst das Gefühl hat das Alte Stockholm jetzt zu kennen. Der Autor führt uns durch die dreckigsten Winkel und Gassen der Stadt, zeigt uns ihre dunkle, hässliche und stinkende Seite, nur um uns dann auch in die höchsten Kreise zu führen, wo es nicht minder stinkt… nur eben auf eine andere Weise.

    Natürlich habe ich mich auch über ein Widersehen mit dem Häscher Cardell gefreut, der gerade an einem Tiefpunkt in seinem Leben angekommen ist. Cardell ergibt sich dem Suff nach dem Tod seines Kumpanes. Doch lange entkommt er den schaurigen Kriminalfällen Stockholms nicht, den ein ganz besonderer wartet auf ihn, als ihn eine Frau kontaktiert. Ihre Tochter wurde in der Hochzeitsnacht ermordet, beziehungsweise regelrecht zerfleischt. Angeblich sollen es Wölfe gewesen sein, doch die Mutter und auch bald Cardell haben Zweifel an dieser Aussage. Währendessen sitzt der glücklose Bräutigam der getöteten im Irrenhaus. Er kann sich an die Mord Nacht nicht erinnern und wird von Schuldgefühlen geplagt. Cardell setzt alles daran Licht ins Dunkle zu bringen und sich auch so selber wieder aus der Gosse zu holen. Natürlich fehlt es ihm auch diesmal nicht an Unterstützung die ihm von dem Bruder seines verstorbenen Freundes aufgedrängt wird.

    Mehr will ich zur Handlung ungern verraten. Ich hatte auf jeden Fall wieder sehr viel Spaß an dem Buch und habe mit Spannung die Seiten umgeblättert. Längen sucht man in diesem Buch meiner Meinung nach Vergeblich. Trotzdem sollte man als Leser sich zeitlassen, das Buch und das Eintauchen in die Vergangenheit zu genießen. Die Hoffnung auf einen dritten Band mache ich mir jetzt auf jeden Fall und der würde definitiv auch gekauft werden.

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    janein
  • 5 Sterne

    5 von 9 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    niggeldi, 27.12.2019

    Grandios²

    Stockholm: Häscher Jean Michael Cardell sieht nach den Erlebnissen im Jahre zuvor und nach dem Tod seines Freundes Cecil Winge keinen Sinn mehr in seinem Leben. Doch dann reißt ihn eine Frau mit einem neuen Auftrag aus seiner Lethargie: Ihre Tochter wurde - angeblich von ihrem Mann - in der Hochzeitsnacht übel zugerichtet. Die Mutter glaubt jedoch nicht daran und bittet Cardell bei der Aufklärung um Hilfe.

    Das Cover finde ich wie das des ersten Bandes sehr gelungen. Auch die Zitate am Anfang des Buches machen neugierig auf die Situationen und Vorkommnisse, in denen sie erwähnt werden. Das Buch ist wieder in 4 Teile gegliedert, die nach den Jahreszeiten des Jahres 1794 benannt sind. Die erwähnten Personen zu Beginn frischen das Gedächtnis an den ersten Teil wieder etwas auf und machen ebenfalls gespannt auf die Geschichte.

    Wie in „1793“ ist auch hier die Wortwahl an die damalige Zeit angepasst, was die Geschichte nur umso authentischer macht. Die Geschehnisse sind lebendig beschrieben, sodass sie wie ein Film im Kopf ablaufen. Der Autor verbindet gekonnt verschiedene Erzählstränge miteinander, wo jeder den Leser auf seine eigene Art in den Bann zieht. Cardell und die übrigen bekannten Charaktere haben sich glaubwürdig weiterentwickelt und auch die neu vorgestellten Personen sind authentisch.

    Mir hat dieser historische Krimi wieder sehr gut gefallen und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung. 5 Sterne

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    janein

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