Agathe

Roman

Anne C. Bomann

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4.5Sterne
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Wer dieses Buch liest, möchte es sofort weiterempfehlen - Anne Cathrine Bomanns Roman zeigt, wie neue Freundschaften ein Leben verändern.

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Kommentare zu "Agathe"

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Diamondgirl, 30.01.2019

    Klein aber fein!

    Obwohl das Buch nach Agathe benannt ist, spielt sie eher eine Nebenrolle in diesem kleinen Büchlein.
    Der Erzähler und gleichzeitig Protagonist dieses Romans ist ein fast 72jähriger Psychologe oder Psychiater. Nach jahrzehntelanger tlw. eintöniger getaner Arbeit ist er eindeutig müde und vor allem geistig erschöpft vom täglichen Geschäft. Er interessiert sich kaum noch für seine Patienten und lässt die Gespräche über sich ergehen, während er die Zahl der noch zu bewältigenden Gespräche akribisch zurück zählt wie einen Countdown. Er hat sich vorgenommen, nach seinem 72. Geburtstag die Praxis zu schließen und in den Ruhestand zu gehen.
    An diesem Punkt betritt Agathe seine Praxis und auch sein Leben. Obwohl er keinen neuen Patienten mehr aufnehmen will setzt sie sich durch und erkämpft sich einen regelmäßigen Platz in seinem Terminkalender.
    Das Buch spielt 1948 in einem Pariser Vorort, was bei der Lektüre zu berücksichtigen ist.
    Man beginnt dieses Buch zu lesen und ist zunächst etwas verwirrt vom Protagonisten der Geschichte, weil man seinen Gedankengängen leicht befremdet gegenüber steht. Es hat erst einmal so gar nichts Angenehmes an sich, wenn man begreift, dass ihn seine Patienten überhaupt nicht mehr berühren. Er be- und verurteilt sie teilweise und hat ganz offenbar auch nicht den Hauch von Lust, ihnen bei ihren Problemen zu helfen. Er ist zutiefst davon überzeugt, es auch gar nicht zu können und in mancher Situation einfach nur hilflos überfordert.
    Warum Agathe überhaupt den Prozess einer Veränderung in ihm anzuwerfen vermag, das bleibt ein Geheimnis dieses Buches. Ist es ihr Parfum oder ihre Verbissenheit bei der Terminplanung, etwas an ihrer äußeren Erscheinung oder Seelenverwandtschaft - man weiß es auch nach der Lektüre nicht. Auf jeden Fall kommt etwas ins Rollen und man erlebt die Veränderung des Erzählers in kleinen, bewegenden Schritten mit.

    Die Sprache dieses Buches ist sehr angenehm zu lesen. Keine extralangen, verschachtelten Sätze, dafür jedoch sehr schöne, fast poetische Sätze. Immer ein klein wenig melancholisch laden sie trotzdem auch ein, die eigenen Gedanken auf den Weg zu schicken. Es ist definitiv ein Buch, das man langsam genießen möchte und nicht verschlingt wie einen Pageturner. Ganz im Gegenteil fiel mir irgendwann auf, dass ich es bewusst langsam las und manches Mal auch zurück blätterte, weil ich eine Stelle noch einmal lesen wollte. Um alles ganz genau mitzubekommen und nichts zu verpassen. Denn dieses Buch bietet reichlich Raum für eigene Spekulationen. Vieles bleibt ungeklärt und auch das Ende passt sich dem an. Es bietet Platz für einige Möglichkeiten, die passieren könnten.
    Obwohl die Geschichte vom Protagonisten erzählt wird sind die übrigen Charaktere sehr gut dargestellt und ausgeformt. So weit das eben geht, wenn man sie nur von jemandem beschrieben bekommt, der sie nur von außen betrachten kann.
    Man hat das Gefühl, dass jeder Satz genau so da steht, wie er stehen muss. Nichts ist zu viel geschrieben sondern auf das Wesentliche fokussiert. Alles Unnötige wird vermieden aber wenn nötig auch eine Kleinigkeit genau beschrieben.
    Es berührt den Leser, ohne auch nur einmal kitschig zu werden. Stattdessen bietet es einige Aha-Effekte dank kleiner, philosophisch anmutender Gedankengänge oder Dialoge. Es handelt auch von Liebe, aber es ist alles andere als ein Liebesroman. Man kann es schlecht beschreiben - man muss es schon lesen...

    Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Obwohl ich mir 100 Seiten mehr gewünscht hätte, die durchaus für weitere Informationen an den neugierigen Leser hätten genutzt werden können.

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    janein
  • 5 Sterne

    Tamara R., 28.01.2019

    Paris in den 1940er Jahren. Ein Psychiater zählt die letzten Stunden seines Berufslebens: Noch genau 800 Patienten-Gespräche hat er vor sich. Doch dann taucht eine neue Patientin auf, Agathe, die sich partout nicht abwimmeln lassen möchte. Und mit dieser Patientin wird dem Psychiater bewusst, dass ihn nichts erwartet in seinem Ruhestand...

    Als das Buch bei mir ankam, war ich zunächst sehr überrascht. Man hält ein kleines, zartes Büchlein in der Hand, das nur ca. 150 Seiten umfasst. Doch als ich anfing zu lesen, musste ich schnell feststellen, dass der Umfang täuschte - es ist unfassbar, wieviel Inhalt in einem so kleinen Büchlein stecken kann!

    Der Leser lernt einen Psychiater kennen, der feststellen muss, dass er auf ein völlig leeres Leben blickt. Seinen Beruf übt er nur noch sehr lieblos aus, seine Patienten scheinen ihn regelrecht anzuöden. Er verfügt über keinerlei Sozialkontakte. Doch dies alles wird dem Protagonisten erst bewusst, als Agathe in sein Leben tritt, eine Patientin, die ihn sehr fasziniert. Und so wird dem Leben des Psychiaters die Maske vom Gesicht gerissen, alles, woran er sich bisher festhalten konnte, entpuppt sich als Farce. Er muss sich nach und nach eingestehen, dass sein Leben völlig inhaltslos ist und dass aus einem ambitionierten jungen Arzt ein lethargischer alter Mann geworden ist. Der Ruhestand scheint nun kein Ziel mehr zu sein, auf das es sich hinzuleben lohnt.

    Der Leser wird in diesem wundervollen kleinen Büchlein mit einer Vielzahl von sehr starken Emotionen konfrontiert. Das verspielte Äußere des Buches passt perfekt zu der wundervoll leichten, verspielten Sprache, die den Leser hineinzieht in das triste Leben des Psychiaters. Mit wunderschönen und eindrucksvollen Metaphern und Bilder wird dem Leser die Gefühlswelt des Mannes nahegebracht. Dabei muss nicht alles ausgesprochen und aufgelöst werden, das Buch lebt von seinen vielen Leerstellen, die der Leser selbst füllen muss oder kann und die den Lesegenuss nicht auf eine seichte Bettlektüre beschränken, sondern den Roman zu einem Buch machen, das nachdenklich zurücklässt. Das Buch zieht nicht spurlos an einem vorüber und die vielen Leerstellen, über die man als Leser zunächst doch stolpert, enthüllen nach und nach ihre wahre Absicht: Man erkennt sich in der Geschichte wieder, erkennt in den Ängsten des Psychiaters die eigene Angst vor dem Altwerden, vor dem tiefen Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun und etwas zurückzulassen, um nicht vergessen zu werden. Das Buch enthüllt die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung und ein jeder Leser wird sich im namenlosen Psychiater wiedererkennen.

    So ist das Buch einerseits die Darstellung eines Erwachens, andererseits aber auch ein klarer Aufruf - ein Aufruf, das Leben zu genießen und jeden Tag zu genießen, Freundschaft zu schließen und sich nicht abschrecken zu lassen von den Wirrungen des Alltags. Es ist ein Mutmacher für die Mutlosen und Motivation für die Antriebslosen, ein Wachrüttler für die Schlafenden und ein liebevoller Hinweis auf menschliche Änsgte für die mit wachem Blick.

    Dieses Buch hat das Potential zu einen zeitlosen, modernen Klassiker und war auf jeden Fall ein persönliches Lesehighlight, das mich selbst wieder daran erinnert hat, auf was es ankommt in meinem Leben.

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    janein
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