Apfelkuchen am Meer, Anne Barns

Apfelkuchen am Meer

Roman

Anne Barns

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Die zauberhafte Nordseeinsel Juist ist Schauplatz dieses Romans von Anne Barns.

Merle ist Hobby-Tortendekorateurin, was auf eine enge Verbundenheit ihrer Familie mit Torten zurückgeht. Eines Tages...

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Kommentare zu "Apfelkuchen am Meer"

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  • 5 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elke S., 20.05.2017

    Loslesen, nach Jurist reisen und einfach in der Geschichte versinken

    Die Autorin hat mich schon mit einigen Romanen immer wunderbar unterhalten und deshalb habe ich mich riesig auf „Apfelkuchen am Meer“ gefreut. Mit ihrer neuen Wohlfühlgeschichte, die sich nicht nur um die Apfelrosentorte, deren geheimes Rezept seit Generationen in Merles Familie weitergereicht wird, rankt, hat sie mich fesselnd nach Jurist entführt.

    In München läuft es nicht ganz so rund für Merle. Die gelernte Konditorin hat ihrer Ausbildung noch ein BWL Studium aufgesetzt, weil sie ernsthaft, durchdacht die zwei Bäckereien ihres Papas übernehmen wollte. Eine Finanzplanung wäre da allerdings viel früher nötig gewesen und so sind diese noch vor Abschluss ihres Studiums bankrott. Eine Abschlussprüfung und ihre Bachelorarbeit stehen ihr noch bevor, als sie sich im Streit von ihrem Freund Frederik trennt. Umso besser, dass danach für sie sechs Wochen Jurist anstehen. Diese werden zwar kein Urlaub, aber es gibt zumindest Inselfeeling rund um ihren Job als Kellnerin im Cafe „Strandrose“, an den sie ganz zufällig gekommen ist. Laut ihrer Freundin, soll es dort doch tatsächlich ihre Apfelrosentorte, ganz nach Familienrezept, geben. Gibt es Zufälle, oder hat alles im Leben seinen Sinn?

    Man darf als Leser mit Merle nach Jurist reisen, ihr bei ihrer Arbeit für das Cafe, die spontan von Kellnern zum Backen wird, über die Schulter schauen, sich mit ihr verlieben, mit ihr erfahren, was Freundschaft und Zusammenhalt heißt, und hat ganz nebenbei noch jede Menge Möglichkeiten dazu die Insel zu genießen.

    Der Schreibstil liest sich locker, leicht und man fliegt fast durch die Seiten. Die Geschichte ist herzergreifend, durch das Familiengeheimnis auch spannend, und daher konnte ich das Buch, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin beschreibt sehr anschaulich und ich konnte mir alle Handlungsorte richtig ausmalen. Ihr gelingt es wunderbar Gefühle beim Leser zu erzeugen, so konnte ich z.B. gerührt mit ihrem Papa fühlen, der nach der Geschäftspleite seine ganze zur Verfügung stehenden Zeit auf dem Dachboden verbringt und mitten im Sommer körbeweise von Weihnachts- zu Sommer- umbenannte Plätzchen backt. Auch an der zwar etwas vorhersehbaren, aber alles andere als schnülzigen, sondern herrlich frischen, spritzigen Liebesgeschichte darf man richtig teilnehmen. Ich konnte viel schmunzeln, z.B. wenn bei Agata Sprachprobleme zum Lacher werden oder Merle bei gewagten Wetten ihren Mut beweist, so dass es einem Lachtränen in die Augen treibt.

    Die Charaktere sind toll gezeichnet und müssen einem einfach ans Herz wachsen. Merle ist eine einnehmende, junge Frau, die weiß was sie will und die, sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt, alles auch zu Ende bringt. Sie steht mit beiden Beinen im Leben, wenn ihr auch in Liebesdingen eine bisschen mehr Selbstvertrauen gut tun würde. Ihre Familie, bei der ein jeder eine tolle Rolle spielt, ist ihr sehr wichtig, was mir super gut gefällt. Richtig begeistert bin ich von ihrer besten Freundin Conny, der kleinen Chaosqueen. Die Frau ist herrlich unkompliziert und man kann sich immer auf sie verlassen. Bessere Freundinnen wie die beiden, kann es wohl kaum geben. Ein super Mann ist sicher Jannes. Obwohl sich alle Frauen der Insel die Hacken für ihn wund laufen würden, hat der hilfsbereite, äußerst sympathische Mann keinen Höhenflug bekommen und der Run auf ihn ist wohl wirklich berechtigt. Auch sein witziger Bruder Ole ist mit Sicherheit nicht zu verachten. Erwähnen möchte ich auch noch Amada, das herzige polnische Zimmermädchen und Lara, die Pächterin des Cafes, die beide zu tollen neuen Freundinnen für Merle werden.

    Anne Barns entführt mit ihrem Roman gelungen nach Jurist. Ich hatte schon beim Flug auf die Insel das Gefühl mit an Bord gehen zu dürfen. Die salzige, sandige Luft, die Ruhe der Insel, die Atmosphäre am Strand, mit und ohne Sandburg, ich habe alles regelrecht gespürt. Ich habe mich so richtig auf die kleine Insel, die mit Sicherheit durch Pferdekutschen und viel Ruhe für Entschleunigung sorgt, geträumt. Toll fand ich auch die Informationen, z.B. bzgl. Müllabfuhr, Schule vor Ort oder auch die Probleme der Einwohner. Auch der Tratsch auf einer solchen kleinen Insel wird auf amüsante Arte und Weise eingefangen.

    Bei Merle ist die Liebe zum Backen, wohl vom Papa vererbt, nicht zu übersehen. Auf Jurist blüht sie in der Backstube so richtig auf. Das bedeutet für den Leser, dass ihm ganz oft der Mund wässrig wird, wenn wieder irgendeine neu kreierte Leckerei aus dem Ofen genommen wird. Auch Herzhaftes, wie Schmalzbrot bei der Oma fehlen nicht und hungrig sollte man besser nicht lesen. Für die so bedeutende Apfelrosentorte bekommt man als Zugabe im Anhang das Rezept geliefert.

    Alles in allem eine wunderbare Geschichte zum Abtauchen und Träumen, die mit sympathischen Charakteren, einem Familiengeheimnis, das unbedingt ans Tageslicht will, Liebe und tollem Inselflair punkten kann.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Langeweile, 15.05.2017

    Inhalt:

    Als eine Freundin Merle erzählt, dass sie während ihres Urlaubs auf der Insel Juist in einem Café "Apfelrosentorte" gegessen habe, ist ihre Neugier geweckt.
    Es handelt sich um ein Rezept, welches nur innerhalb ihrer Familie weitergegeben wurde.
    Sie recherchiert im Internet und stößt auf eine Stellen Anzeige des Cafe „Strandrose", welches eine Bedienung sucht. Sie hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und braucht etwas Abstand.Da sie außerdem gerade Semesterferien hat, begibt sie sich zur Spurensuche auf die Insel.
    In der Cafebesitzerin Lara und der Rezeptionistin Agata findet sie neue Freunde.
    Auch der charismatische Jannes hat ein Auge auf Merle geworfen. Ihre Großmutter, die nach einigen Jahren in Amerika, wieder auf die Insel zurückgekehrt ist, freut sich Merle in Ihrer Nähe zu haben.
    Sie löst nicht nur das Rätsel um das Tortenrezept, sondern deckt auch ein lange gehütetes Familiengeheimnis auf, welches sie an ihre psychischen Grenzen bringt.

    Meine Meinung:

    Der Autorin ist es, wie auch in den vorhergehenden Büchern, wieder gelungen, mich von der ersten Seite an in ihren Bann zu ziehen.
    Der schöne Schreibstil, die genaue Beschreibung der sympathischen Protagonisten und die Schilderung der Nordsee Atmosphäre, haben mich sofort gefangengenommen.
    Ich hatte während des Lesens manchmal das Gefühl, in einem Strandkorb zu sitzen, den Wind zu spüren und den Wellen zu lauschen.
    Man merkt dem Buch deutlich an, dass der Autorin die Insel Juist, welche den Rahmen für diesen Roman bildet, wirklich am Herzen liegt.
    Neben einer Liebes-und Familiengeschichte wird auch den kulinarischen Genüssen wieder ein großer Raum gegeben.
    Bei den Beschreibungen der Torten lief mir öfter das Wasser im Mund zusammen.

    Fazit :

    Ich kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen. Kleiner Tipp, nie mit leerem Magen lesen.

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    janein
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