Aprilsommerjahr, Anke Schmidt

Aprilsommerjahr

Roman

Anke Schmidt

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Eine Frau, lebenserfahren, aber nach wie vor neugierig, ein Mann, resigniert, aber hoffnungssuchend. Als sie sich begegnen, beginnt ... echte Liebe. Schwierig, ängstlich, lustvoll - und doch ganz anders als erwartet und kompliziert, herzzerreißend, hoffungsgebend und aussichtslos. Doch Liebe.
Ein wunderbarer, moderner, intelligenter Liebesroman von Anke Schmidt.

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Kommentare zu "Aprilsommerjahr"

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  • 5 Sterne

    Martina M., 09.07.2018

    "Eine Frau, ein Mann, beide mit Geschichte, haben sich in ihrem Alltag eingerichtet, geschützt von ihren Rollen und Fassaden. Ohne Leidenschaft.
    Da verführen die stürmischen Briefe eines längst verstorbenen Dichters die Frau, und sie verliebt sich in den harten, blassen Mann - und berührt ihn.
    Eine Liebe beginnt.
    Doch die Welt bleibt kompliziert und unerbittlich..." - soweit der Klappentext.

    Anke Schmidt, Jahrgang 1963, lebt mit ihrer Familie in Thüringen. Sie arbeitet freiberuftlich und reist gern. "Aprilsommerjahr" ist ihr zweiter Roman nach "Der Mann, das Mädchen und das Meer", der 2017 erschienen ist. Da dieses Debüt mir sehr gut gefallen hat, wollte ich nun unbedingt auch den aktuellen Roman lesen - und ich wusste, warum.

    Bevor die eigentliche Geschichte beginnt, beschreibt die Autorin auf wenigen Seiten Goethes Liebe zu der verheirateten Charlotte von Stein. Damit beginnt nicht nur der Roman, sondern auch Franziskas Liebe zu Jochen oder doch nicht? Franziska ist eine Psychologin, die meine Vorurteile bestätigt: sie hat eigene Probleme, mehrere, woher sie stammen, wird in einem Satz erwähnt. Auch Jochen hat sein Päckchen zu tragen und vor allem trinkt er zu viel. Er erzählt Franziska seine Geschichte, sie hingegen öffnet sich ihm nicht.

    Sehnsucht nach Nähe und Angst vor zuviel Nähe - Anke Schmidt beschreibt diesen Zwiespalt und die Ängste und Hoffnungen der beiden Protagonisten hervorragend. Jede Situation ist nachvollziehbar und sehr real.

    Die Autorin schreibt ihren ganz eigenen Stil, der sich wohltuend von anderen abhebt und mir sehr gut gefällt.

    Das Cover zeigt das Profil einer Frauensilhouette, im Gras liegend. Die Farben gehen von schwarz über verschieden Orangetöne in grau über, das Grün der Grashalme unterstreicht die Farbigkeit. Eingerahmt wird dieses Bild von einem sehr dunklen Orange, fast schon Braun, ein Ton, der im Einband aufgenommen wird. Ein farblich passendes Lesebändchen vervollständigt den hochwertigen Eindruck.

    Fazit: Bereits der Debütroman hat mich sofort in seinen Bann gezogen, so ging es mir auch mit diesem Roman. Eine unbedingte Leseempfehlung.

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    janein
  • 5 Sterne

    Regina K., 17.06.2018

    Franziska Gildenstein, Psychologin, fühlt sich wie ein tiefroter, kleiner Apfel. Verlockend anzusehen, aber innerlich zerfressen, ungenießbar. Eine Blenderin, die äußerlich anders wahrgenommen wird, ihr eigenes Ich verbirgt. Einst brannte sie für ihren Beruf, übrig blieb nur noch eine ausgebrannte Hülle.Selbst ihren Briefkasten leert sie nur einmal wöchentlich, aus Angst es könnte jemand etwas von ihr wollen.
    "Ich zweifle am Sinn meiner Existenz, würde aus meiner Haut schlüpfen, meinen Körper in ein Bad aus Selbstbewustsein tauchend und daraus aufsteigen wie Phönix aus der Asche, strahlend, glänzend, unverwundbar."
    Und da ist Jochen der Polizist. Auch er ist ausgebrannt, kann sein Leben, seine Ehe, in der er sich gefangen fühlt, nicht mehr ertragen. Seine Flucht ist der Alkohol.
    Und dann schaut Franziska plötzlich in seine grauen Augen, erkennt in ihnen die Seele eines zärtlichen Zigeuners, gefangen im Körper eines harten Soldaten. Gefühle wie weggeschlossen.
    Beide sind angezogen vom jeweils anderen, eine Liebe die scheint keine Hoffnung zu tragen.

    Die Geschichte spielt in der Stadt der Dichter und Denker, und so begegnet man den Spuren Goethes, denen sich Franziska auch über seine Briefe an Charlotte von Stein nähert.
    So träumt sie von einer ebensolchen starken Liebe, sehnsüchtig, verzweifelnd, dennoch unerreichbar.
    Wunderschöne Passagen sind aus diesen Briefen von Anke Schmidt eingefügt worden.
    Eine wunderschöne Idee, wie ich finde.
    Schon zu Beginn der Geschichte war ich fast überfahren von ihrer Sprachgewaltigkeit, den ständigen Wendungen, phantastischen Schilderungen, ihrer Charaktere. Anfangs konnte ich wenig mit diesen zwei Menschen anfangen, aber immer mehr brach es auf, spürte ich deren Verzweiflung fast schon körperlich.
    Es ist keine übliche Liebesgeschichte, sie verlangt den Protagonisten, wie auch dem Leser viel ab. Aber ich habe mich gerne darauf eingelassen, bin mit einem Leseschatz belohnt worden.

    "Wer sichere Schritte tun will, muss sie langsam tun."

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    janein
  • 5 Sterne

    Elisabeth U., 23.06.2018

    Ich muß sagen, dass ich selten so ein emotionsgeladenes Buch gelesen habe. Nach der Lektüre war ich selbst traurig, fühlte mich durch das Buch irgendwie hinabgezogen und ich mußte das Gelesene zuerst einmal verdauen. Franziska ist eine Psychologin, geschieden und schon etwas introvertiert mit einem leichten Hang ins Pessimistische. Mit einer Freundin besucht sie eine Autorenlesung, deren Inhalt die Liebesgeschichte zwischen Goethe und Frau von Stein ist. Franziska ist von diesem Buch mehr als fasziniert. Dann trifft sie auf einem Stadtfest den verheirateten Polizisten Jochen, der bei ihr schon in Behandlung war. Und die Beiden beginnen eine Affäre, die einsteils voller Liebe ist, andernteils voller Ablehnung. Beide Personen haben mit schweren und tiefen Ängsten zu kämpfen, sie können nicht loslassen und sehen das Leben durch einen schwarzen Vorhang. Solch eine Beziehung kann nie und nimmer funktionieren. Die Autorin beschreibt gekonnt aus Sicht von Franziska, dann wieder Aussicht von Jochen. Sie versteht es, die Gefühle der Protangonisten zu beschreiben, in Szene zu setzen. Und der Leser fühlt beim Lesen selbst den Schmerz, die tiefe Traurigkeit. Sie beschreibt die Halluzinationen von Franziska derart gekonnt, man weiß dann wirklich nicht, ist das Einbildung oder Wahrheit. Jochen muß schuldbewußt an eine Ehe festhalten, die schon lange keine mehr ist. Beide Personen schreiten über einen Grat, der nicht viel von Wahnsinn und Selbstmord entfernt ist. Wer hier ein heiteres Buch erwartet, der ist fehl am Platz. Ein Roman voller Schmerzen, Selbsthaß und mitunter auch Ironie. Noch erwähnen möchte ich das stilistisch Cover, das den Kopf einer im Gras liegenden Frau zeigt. Ein Buch, das sehr zum Nachdenken anregt.

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    janein

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