Cloud

Claudia Pietschmann

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Emma ist verliebt: Paul versteht sie wie kein anderer, seit ihr kleiner Bruder verstorben ist. Die beiden haben sich zwar noch nie getroffen, aber online teilen sie alles miteinander. Paul will alles über sie wissen und Emma schneidet bereitwillig...

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    OwlmaBooks, 03.11.2017

    Mit „Cloud“ legt uns die Autorin einen brandaktuellen Roman vor, der darüber hinaus noch als Warnung an alle verstanden werden kann, die zu viel von sich im Internet preisgeben. Glaubwürdige Charaktere treffen auf eine perfide Story – von meiner Seite aus eine klare Leseempfehlung!

    Wir bekommen diesen emotionalen Roman aus Sicht der Protagonistin Emma erzählt, was ich überaus gelungen fand, weil man nur so verstehen kann, was Emma gerade durchmacht. Wir erhalten einen exklusiven Einblick in ihre Gedanken und können so nachvollziehen, warum sie Paul mag und wie sie die Trauer um ihren Bruder verarbeitet. Dabei hat der fesselnde Schreibstil dazu beigetragen, dass ich das Buch quasi in einem Rutsch verschlungen habe. Man musste einfach immer weiterlesen und konnte gar nicht aufhören. Hier erstmal ein großes Lob an die Autorin. Auch dafür, dass sie mit dem sensiblen Thema Trauer so großartig umgegangen ist. Jeder, der selbst schon mal einen Menschen verloren hat, kann sich bestens in Emma hineinversetzen und ihre Gefühle nachvollziehen.

    Emma hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie verhält sich wie eine typisch 16-jährige, hat eine dem Alter entsprechende Sprache und kommt so beim Leser überaus sympathisch an. Oftmals hab ich sie am liebsten schütteln wollen, aber dann habe ich mir wieder bewusst gemacht, dass ich in diesem Alter vermutlich die gleichen Dummheiten begangen hätte. Zumal sie in Paul verliebt ist – da sind die Entscheidungen ja ohnehin nicht immer ganz rational.

    Bei Paul hatte ich von Anfang an ein zwiegespaltenes Gefühl, aber ich denke mal, dass das Absicht ist. Aber auch er ist in sich rund und wenn man bis zum Schluss liest, ergibt sich noch mal ein ganz anderes Bild von ihm. Matt hingegen habe ich vom ersten Auftritt an in mein Herz geschlossen und sofort als meinen Lieblingscharakter auserkoren. Er ist total individuell, verhält sich so vollkommen anders als seine Klassenkameraden und macht einfach sein eigenes Ding. Solche Typen mag ich.

    Die Spannung war eigentlich durchgängig vorhanden. Vor der Hälfte lässt die Autorin auch schon die erste Bombe platzen, die einen dann noch mal zusätzlich zum Lesen auffordert – immerhin möchte man ja wissen, auf was das Ganze hinausläuft. Einzig das Ende lässt mich so halb unbefriedigt zurück. Hier hätte ich mir einen klaren Abschluss gewünscht, aber das liegt auch daran, dass ich prinzipiell keine offenen Enden mag.

    Die Thematik könnte wohl aktueller nicht sein, weshalb mich diese Lektüre auch in ihren Bann gezogen hat. Ich finde es extrem wichtig, gerade bei Jugendlichen, mehr Aufklärung zum Thema Internet und die Sicherheit in diesem zu betreiben. Hier kann wirklich viel schiefgehen. Gerade in einem Zeitalter, wo alles immer digitaler wird. Der leichte Fantasy-/Mysterytouch hat mich erstmal die Sturn krausziehen lassen, aber bei intensiverer Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es hoffentlich auch in Zukunft ein solcher Aspekt bleiben wird und niemals Realität werden wird.

    Ein gelungenes Jugendbuch, das ich wirklich gerne gelesen hätte. Ob man es allerdings mit 12 Jahren schon in seiner vollen Tragweite versteht, weiß ich nicht. Ich würde es eher bei 14/15 Jahren empfehlen.

    4,5 Sterne

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    StMoonlight, 27.02.2018

    Der junge Ethan stirbt durch einen Unfall, was die 16-jährige Schwester sehr mitnimmt. Als wäre das noch nicht genug, trennen sich auch noch die Eltern. Niemand ist da, mit dem sie reden kann, der nicht einfach nur Mitleid mit ihr empfindet. Emma gerät immer mehr in eine Spirale der Trauer, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Im Internet entdeckt sie schließlich eine Seite auf der Angehörige (virtuell) eine Kerze in Gedenken an ihre Verstorbene anzünden können. Täglich kommt sie hier vorbei und entzündet ein Licht für Ethan. Eines Tages lernt sie dort Paul kennen, der seine Mutter vor Jahren verloren hat. Bei ihm fühlt sich Emma gut aufgehoben und öffnet sich ihm immer mehr. Schließlich vertraut sie ihrer Internetbekanntschaft so weit, dass sie telefonieren. Als es zu einem Treffen kommen soll, erlebt Emma eine böse Überraschung.

    Wirklich ein wunderbare Geschichte, die auch irgendwie einen Blick in eine mögliche Zukunft wirft. Was mir mit am besten gefallen hat, sind die überraschenden Wendungen. Immer dann, wenn ich dachte ich wüsste was passiert und wer wo dahintersteckt, kam es ganz anders! Zudem hat Claudia Pietschmann einen tollen Genremix aus SciFi, Drama, Thriller mit einem Hauch Liebe geschaffen.
    Die Autorin hat einen packenden Schreibstil, der mich nur so durch die Zeilen gleiten ließ. Dazu eine sehr spannende Geschichte mit einer Menge überraschenden Wendung und das alles modern, aber Jugendgerecht verpackt. Die Altersempfehlung liegt hier bei etwa 12 bis 15 Jahren, was ich durchaus angemessen finde. Aber auch ältere Leser, die sich für Technik und Zukunftsvisionen interessieren, dürfte der Roman noch fesseln. (Hat ja auch bei mir geklappt. ;-)) (Ältere Leser sollten allerdings beachten, dass es sich hier eben um ein Jugendbuch handelt. Als Erwachsenenversion wäre sicher viel mehr herauszuholen gewesen.)

    ~°~ Fazit ~°~
    Von mir gibt es hier ganz klar eine Leseempfehlung an alle, die technischen Neuerungen gegenüber aufgeschlossen sind und Spannung lieben.

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    janein
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