Darktown

Roman

Thomas Mullen

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Atlanta, 1948: Auf Druck von oben sieht sich das Police Department gezwungen, die erste Einheit farbiger Polizisten in seiner Geschichte aufzustellen. Acht Männer, die in "Darktown", dem streng abgegrenzten Viertel der farbigen Einwohner, für...

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Kommentare zu "Darktown"

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  • 5 Sterne

    Elchi130, 05.12.2018

    Zum einen treten 1948 in Atlanta die ersten acht farbigen Cops ihren Dienst an. Zum anderen wird eine Farbige ermordet und bei der Kripo scheint es niemanden zu interessieren…
    Das erste Drittel des Buches war ich fast nur mit meiner Wut beschäftigt. Wut auf die Zustände, unter denen die farbigen Cops arbeiten mussten. Die Demütigungen, die sie täglich ertragen mussten – von Seiten ihrer weißen Kollegen, von Seiten der Weißen, die sie behandeln wie Vieh, von Seiten der anderen Farbigen. Dieser Rassismus, der wirklich alles durchdringt und wo Farbige ständig mit Affen gleichgesetzt werden, fand ich schockierend. Das Verhalten und die Gespräche der weißen Cops waren einfach nur abstoßend.
    Daraufhin habe ich im Internet recherchiert, um herauszufinden, ob es Berichte gibt zu diesen acht farbigen Cops aus Atlanta. Das Buch von Thomas Mullen ist zwar ein Roman, aber diese Cops gab es ja wirklich. Und tatsächlich waren sie damals in einem separaten Gebäude untergebracht, weil sie nicht das Polizeigebäude der weißen Cops betreten durften. Es hat 20 Jahre gedauert, bis schwarze und weiße Polizisten zusammenarbeiteten.
    Diese geschichtlichen Bezüge liefern selbstverständlich jede Menge Stoff zum Nachdenken. Zum einen über die Verhältnisse damals, aber auch über heute – und nicht nur in den USA, sondern auch über Rassismus in unserem Land. Das Buch passt deshalb sehr gut in die jetzige Zeit und ist daher sehr wichtig und aktuell, denn die Auseinandersetzung damit, wie wir andere Menschen behandeln, ist zurzeit wichtiger denn je!
    Aber das Buch erzählt auch einen spannenden Kriminalfall, den Tod an einer jungen Farbigen. Wie hier ermittelt bzw. nicht ermittelt wird, wie der Fall gelöst wird, was vertuscht wird, das alles finde ich sehr spannend. Und auch das finde ich zum Teil sehr politisch. Beim Lesen kam mir immer wieder der Gedanke, dass Darktown auf so vielen Ebenen Stoff zum Analysieren bietet, dass es sich lohnen würde, sich damit im Unterricht zu beschäftigen.
    Darktown ist für mich ein gelungener Krimi, ein hoch aktuelles Buch, welches zudem geschichtliches Wissen vermittelt. Mehr kann ich als Leser von einem Buch nicht erwarten!

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    janein
  • 5 Sterne

    leseratte1310, 07.12.2018

    Bereits im Jahr 1865 wurde in den USA die Sklaverei aufgehoben, doch erst 1948 schaffte Truman die Rassentrennung in den Streitkräften ab. Aber es dauerte auch dann noch Jahre bis 1964, bis auch im zivilen Bereich die Rassentrennung aufgehoben wird.
    In Atlanta werden 1948 die ersten acht Black Police Officers eingesetzt. Doch das bedeutet nicht, dass sie die gleichen Aufgaben und Rechte wie ihre weißen Kollegen haben. Im Gegenteil: Sie müssen seitens der Weißen wie der Schwarzen Demütigungen hinnehmen. Es ist schwer zu ertragen, was diese Männer Tag für Tag hinnehmen müssen. Sie dürfen nur in einem begrenzten Raum Streife gehen, bekommen eine eigens für sie eingerichtete Wache, dürfen keine Weißen verhaften und müssen selbst im Privatleben besondere Regeln einhalten. Aber auch die farbige Bevölkerung ist ihnen gegenüber misstrauisch.
    Als eine junge schwarze Frau ermordet und auf einer Müllhalde entsorgt wird, scheint niemand an der Klärung des Mordes Interesse zu haben. Die weißen versuchen die Sache zu vertuschen und die schwarzen Polizisten haben nicht die Berechtigung Ermittlungen anzustellen.
    Das Buch liest sich gut und die Geschichte ist ziemlich bedrückend. Es ist ein Krimi, aber auch ein politisches Buch. Die Rassentrennung ist zwar aufgehoben, aber immer noch gibt es einen starken Rassismus in den USA.
    Lucius Boggs und Tommy Smith, zwei Cops der neuen Einheit, wollen nicht, dass der Mordfall ungeklärt bleibt und machen sich daher auf die Suche nach der Wahrheit, womit sie ihren Job riskieren. Es wird gefährlich für sie.
    Alle Charaktere sind sehr gut und vielschichtig ausgearbeitet. Der rassistische Dunlow ist korrupt und gewalttätig, ein absolut unsympathischer Mensch. Dagegen konnte ich die zwiespältigen Gefühle von Rakestraw gut nachvollziehen.
    Es ist ein komplexer Roman, erschreckend und realistisch. Meine absolute Leseempfehlung.

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    janein
  • 4 Sterne

    Chattys Bücherblog, 04.01.2019

    Anfangs hatte ich etwas Mühe, mich in die Geschichte und Geschehnisse reinzuversetzen. Ob es an den Namen oder Situationen lag? Ich weiß es nicht. Aber so nach und nach wurde alles deutlicher und ich habe auch Emotionen entwickelt. Emotionen, wie Wut, Entsetzen und Unverständnis.

    Wir kennen diese Rassenunterschiede, wie sie in den USA stattfanden nur aus Büchern oder von Filmen. Und ich muss sagen, darüber bin ich auch sehr froh. Es muss für die farbige Bevölkerung wirklich nicht einfach, nein, sagen wir lieber, schrecklich gewesen sein. Aber, hatte es überhaupt ein wirkliches Ende dessen gegeben? Ich bin mir bei der derzeitigen politischen Situation in USA leider nicht sicher. Aber zurück zur Story.

    Wir erleben die ersten farbigen Polizisten, die den Machtspielchen der Weißen gnadenlos ausgeliefert sind. Aber ..... das Gute daran ist, sie wachsen mit ihren Aufgaben. Ja, sie lassen sich nicht unterkriegen.

    Hier zeigen sich vorallem Boggs und Smith, die sich dem Ganzen stellen und einen ziemlich kniffligen Fall lösen möchten. Ein Fall, bei dem offensichtlich das Eine oder Andere ziemlich unsauber läuft. Die beiden Cops entdecken, dass es unter den weißen Polizisten jemanden gibt, der keine weiße Weste hat.

    Ich möchte abschließend noch ein paar Sätze zum Cover anmerken. Der Titel, nun gut, der erklärt sich von selbst, der Gesamteindruck des Covers jedoch ...? Ganz ehrlich? Ich konnte damit nichts anfangen. Es wäre nun auch kein Cover, das mich in der Buchhandlung ansprechen würde. Mir fehlt hier der gewisse Pepp, der mich als Leser neugierig macht. Und zwar so neugierig, dass ich das Buch in die Hand nehme und zumindest den Klappentext lesen möchte.

    Hätte ich dieses Buch nicht gewonnen, wäre ich wohl immer daran vorbei gelaufen. Eigentlich schade, denn die Story ist wirklich interessant.

    📚 Fazit 📚

    War es nun ein Roman oder ein Krimi? Ich kann es nicht so genau sagen. So eine Mischung! Von allem etwas. Spannung, wie in einem Krimi und Erzählungen wie in einem Roman. Wie nennt man solch eine Mischung? Romini? Oder Kriman? Egal, wie dem auch sei... dieses Buch macht nachdenklich und weckt Emotionen. Außerdem beschert er nette, unterhaltsame und spannende Lesestunden.

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    janein

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