Das purpurne Tuch

Wolfgang Wiesmann

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Bei Ausgrabungen im Römerlager in Haltern am See wird purpurnes Pulver gefunden, das 2000 Jahre lang in der Erde eingeschlossen war. Eine bahnbrechende Entdeckung - aber warum will der Ausgrabungsleiter diesen Fund vertuschen? Da sie ihm nicht...

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    Joerg H., 12.08.2018

    Das Buch beginnt in der Römerzeit, 9 n.Chr. und handelt von der Reise Siobhans zum Ort ihrer voraussichtlichen Opferung und ihrer erfolgreichen Flucht, die sie auch nach Haltern führt. Aufgrund des Klappentextes hatte ich hier einen kurzen Prolog erwartet. Die Schilderung nimmt allerdings gut ein Fünftel des Buches ein. Für mein Empfinden hätte sich alleine diese Geschichte bestens geeignet, daraus ein ganzes Buch zu machen.

    Die eigentliche Story beginnt rund 2000 Jahre später auf der Ausgrabungsstätte des Römerlagers in Haltern. Hier machen nicht nur die Studenten unter Dr. Schliefken und Bowereit, dem Doktoranden, ihre Entdeckung. Nachdem Angelina ihr Fundstück, eine Bleikugel mit einer kleinen Skulptur als Inhalt, unterschlagen hat, schleichen sich die Abiturientin Aurelia und ihre Kumpel in den Ausgrabungsort ein und finden einen Bleizylinder, der eben das besagte Tuch enthält.

    Unabhängig voneinander beginnen Angelina und Aurelia ihre Nachforschungen, doch schon bald kreuzen sich ihre Wege.

    Als Aurelia mit ihrem Kumpel Marco von zuhause ausreisst, wird Kommissarin Fey Amber eingeschaltet und sie macht sich auf den Weg von Münster nach Haltern. Kurz darauf kommt es zu einem Streit zwischen Dr. Schliefken und seinem Doktoranden, der am nächsten Tag erhängt aufgefunden wird. Selbstmord oder Mord?

    Die Story an sich ist gut konstruiert und vermittelt spannende Unterhaltung. Die Charaktere sind recht gut dargestellt, wobei mir Aurelias sprunghafte Handlungsweisen teilweise nicht ganz nachvollziehbar sind, vor allem zum Ende hin.

    Aufgrund der Tatsache, dass Fey Amber relativ spät auf den Plan tritt, spielt sie meiner Ansicht nach nicht die Hauptrolle, wie es die Kurzbeschreibung vermuten lässt. Dadurch besteht für zukünftige Bände auch noch Entwicklungspotential, denn sie scheint als Person an sich recht interessant zu sein.

    Der Erzählstil passt sich den beiden Zeitaltern in dem Buch sehr gut an, die Dialoge sind treffend dargestellt. Die Schilderungen hinsichtlich der Ausgrabungen wirken recht fundiert, ohne zu sehr ins Technik-Blabla abzudriften.

    Wer ein Faible für das alte Rom, Archäologie und gute Krimis hat, wird an “Das purpurne Tuch” definitiv Gefallen finden!

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    janein

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