Der Freund der Toten, Jess Kidd

Der Freund der Toten

Roman

Jess Kidd

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"Ein umwerfendes literarisches Debüt ... voll beißendem Humor." (Daily Express)

Im irischen Mulderrig sind Fremde nicht willkommen. Auch der sympathisch-abgerissene Mahony nicht, der obendrein etwas...

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  • 5 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sigrid C., 20.04.2017

    Der nicht ganz unbescholtene Mahony kommt nach Mulderrig, um sich endlich seiner Vergangenheit zu stellen.
    Mahony, aufgewachsen in einem Waisenhaus, glaubte lange Zeit, dass ihn seine Mama dort abgelegt habe.
    Eine der Klosterschwestern läßt ihm nach ihrem Tod einen Brief zustellen, der dieses Bild völlig verschiebt.
    Alles, was Mahony in der Hand hat, ist ein Foto und die Handschrift auf dessen Rückseite.

    Man stelle sich vor: Ein Dorf, traumhafte Kulisse für mehr als fragwürdige Vorgänge.
    Man stelle sich vor: Total schrullige Dorfbewohner, die alle mehr wissen, als sie zu sagen bereit sind.
    Man stelle sich vor: Tote Hunde, die immer noch ihre Herrchen lieben.
    Man stelle sich vor: Eine junge Mutter, die alles für ihr Kind tun wwürde.
    Man stelle sich vor: Tote, die Mahony mehr mitteilen als die Lebenden.
    Man stelle sich vor: Auch die Liebe kann warten.

    Ein Roman, der schon mit dem Cover, das perfekt zum Inhalt passt, wunderbar harmoniert. Die Figuren sind so gut beschrieben, dass man sie atmen hören kann, falls sie dies noch tun.
    Die Autorin Jess Kidd hat mit so viel hintergründigem Humor ein Sittenbild aus dem Jahr 1950, bzw. 1976 gezeichnet, dem man sich bereits nach den ersten Seiten nicht mehr entziehen kann. Obwohl der Roman traurig stimmt, lassen mich viele der spontan wirkenden Sätze und Beschreibungen hell auflachen, dabei wollte ich doch erst noch meine Tränen trocknen.
    Poesie und Brutalität, Hinterhältigkeit und Sanftmut, Beschützerinstinkt und ganz viele Bücher, die fliegen können, machen den Charme dieses unkonventionellen Romanes aus.

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    janein
  • 4 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Equida, 10.04.2017

    Der 26 jährige Hippie und Gelegenheitsdieb Mahony wuchs in einem Waisenhaus in Dublin auf. Sein ganzes Leben wurde er im Glauben gelasssen,seine Mutter habe ihn aus Überforderrung oder Desinteresse damals einfach auf den Stufen des Waisenhauses abgelegt.
    Nach dem Tod einer Schwester des Waisenhauses erfährt er jedoch die Wahrheit.Sein richtiger Name ist Francis Sweeeney und seine Mutter hieß Orla und war erst 16 Jahre alt,als sie ihn zur Welt brachte und in ihrem Heimatort Mulderrig nicht sehr beliebt.
    Mahony reist nach Mulderrig,um mehr über seine Mutter und deren Leben zu erfahren. Doch auch er wird dort nicht von jedem mit offenen Armen empfangen....

    Meine Meinung:

    Leider war der wunderschön gestaltete Umschlag des Buches durch 2 Aufkleber verunstaltet. Wie mir scheint ist das Zukleben der Cover mit ins Auge springenden Aufkleber bei den Verlagen zur Zeit ein richtiger Trend.
    Nun ja chacun a son gout. Mir persönlich gefällt das überhaupt nicht und Aufkleber auf dem Cover sind für mich persönlich eher ein Grund,ein Buch nicht zu kaufen.

    Die englische Originalausgabe der Schriftstellerin Jess Kidd erschien 2016 unter dem Titel "Himself". Dieser Titel hätte mir persönlich auch im Deutschen mehr zugesagt.

    Die Protagonisten wirken auf mich sehr lebensecht.
    Mahony ist ein netter Kerl.Er erscheint zuweilen zwar etwas farblos,es steckt jedoch mehr in ihm als ich zuerst vermutet habe.Seine Gabe,die Toten zu sehen,ja sogar mit ihnen zu kommunizieren,hat mich schon zu Beginn der Erzählung fasziniert.Daß die Toten Mulderrig scheinbar nicht verlassen wollen und friedlich Seite an Seite mit den Dorfbewohnern leben haucht der Erzählung ein ganz besonderes Flair ein.
    Fasziniert hat mich aber vor allem die alte Schauspielerin Mrs. Cauley,die seit Jahrzenten in Mulderigg residiert und einige Menschen ( vor allem den unsympathischen,wieselhaften Pfarrer Quinn) regelrecht tyrannisiert. Sie ist eine wahre Diva.Trotz ihres sehr betagten Alters besitzt sie einen sehr wachen Geist und einen scharfen Verstand.Immer noch umgibt sie die Aura der schillernden Persönlichkeitdie sie einst war .
    Auch die anderen Dorfbewohner,wie der Pub-Besitzer Tadhg,die Pensionswirtin Shauna,die Witwe Farelly,der höchst unsympathische und unbeliebte Pfarrer Quinn und all die anderen Protagonisten zeichnen ein buntes und sehr vielfältiges,aber auch verschlossen und geheimnisvolles Bild der Menschen im Dorf.
    Jess Kidd hat eine ganz eigene,sehr poetische Sprache die sofort ins Ohr und ins Herz geht.Die Erzählung plätschert zuweilen so dahin und lullt den Leser etwas ein.Der beißende Humor den die Autorin mit in die Geschichte einfließen lässt verhindert jedoch sehr gekonnt daß die Erzählung ins Langweillige abdriftet und verleiht ihr eine zusätzliche besondere Note.Wie eine Prise Chili,die eine leckere Schokolade noch zusätzlich aufpeppt.

    Fazit:
    Ein sehr lesenswerter Debütroman einer Autorin,deren Namen man sich merken sollte.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Fornika, 16.04.2017

    Mitte der 70er Jahre wird das verschlafene irische Dörfchen Mulderrig plötzlich gehörig wachgerüttelt: Mahony, ein junger Hippie, ist auf der Suche nach seinen Wurzeln. Diese Wurzeln sind dem Dorf nicht nur sehr peinlich, sondern sollten eigentlich auch die ganze Zeit hübsch in der Erde versteckt bleiben. Genau wie die Toten, die Mahony sehen kann.

    Man könnte meinen, ähnliche Familiendramen mit etwas Gruselfaktor gäbe es zuhauf. Könnte man. Man darf aber nicht den außergewöhnlichen Erzählstil der Autorin vergessen, der macht dieses Buch nämlich zu etwas ganz Besonderem. Jess Kidd belebt jeden Stein und jeden Baum; allerdings nicht auf die Herr-der-Ringe-Ent-Art, sondern eher wie es vielleicht ein Dichter der Romantik getan hätte. Äste beugen sich über Kinder, Holzwürmer singen, Flussinseln schlafen, Sonnenlicht folgt den Leuten auf Schritt und Tritt. Dieser Erzählstil schafft eine unglaublich dichte und lebendige Atmosphäre, die mich begeistert hat. Die Autorin kann jedoch nicht nur mitreißend erzählen, sondern auch ihr irisches Dörfchen mit allerlei Marken beleben. Egal ob der ungeliebte Pfarrer oder die alte, aber mit allen Wassern gewaschene Mrs Cauley, ich fand sie großartig gezeichnet und an den richtigen Stellen etwas überspitzt dargestellt. Denn Kidd beweist Humor und eine spitze Feder. Auch die Toten, die mit Mahony kommunizieren können, fügen sich hervorragend in die Geschichte ein, ohne dass diese zu sehr ins Gruselgenre abdriftet. Es handelt sich eigentlich um völlig normale Menschen, die halt den kleinen Schönheitsfehler haben, tot zu sein. Einziger (kleiner) Kritikpunkt meinerseits ist die Tatsache, dass Mahony sich sofort zum Schwarm sämtlicher (!) Dorffrauen entwickelt. Das war mir zu übertrieben, aber vielleicht wollte die Autorin ein bisschen Freie-Liebe-Feeling der Hippies in die Geschichte bringen. Doch das tat dem Lesegenuss keinen Abbruch und so hat sich „Der Freund der Toten“ schon jetzt zu einem meiner Jahreshighlights gemausert.

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    janein
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