Der Sommer der Schmetterlinge

Roman
 
 
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Die Unmöglichkeit des Vergessens
Die beiden Schwestern Clarice und Maria Inês wachsen wohlsituiert im brasilianischen Hinterland auf. Auf den ersten Blick verläuft ihre Kindheit harmonisch und behütet, tatsächlich aber teilen die Mädchen dunkle...
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Die Unmöglichkeit des Vergessens
Die beiden Schwestern Clarice und Maria Inês wachsen wohlsituiert im brasilianischen Hinterland auf. Auf den ersten Blick verläuft ihre Kindheit harmonisch und behütet, tatsächlich aber teilen die Mädchen dunkle...

Kommentare zu "Der Sommer der Schmetterlinge"

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Alle Kommentare
  • 3 Sterne

    5 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Claudia S., 05.02.2016

    Clarice und Maria Ines zwei Schwester wachsen in einem scheinbar wohlbehüteten Elternhaus im brasilianischen Hinterland auf. Scheinbar verläuft ihre Kindheit harmonisch und behütet, wäre da nicht ein Geheimnis das die beiden Mädchen ihr Leben lang begleitet.
    Es kommt sogar so weit das die beiden getrennt werden und Clarice zu ihrer Tante nach Rio de Janeiro geht. Maria Ines ist über diese Situation sehr traurig weil sie nicht weiß ob sie an dieser Trennung schuldig ist, weil sie damals geschwiegen hat. Beide heiraten unabhängig sind aber mit ihren Ehe nicht glücklich,Maria Ines hat sogar ein Verhältnis mit Tomas der sie heimlich liebt.
    Clarice verfällt immer mehr den Drogen und den Alkohol bis es am Ende soar zu einem Suizidversuch kommt.
    Viele Jahre später nach dem Tod der Eltern,treffen sich die beiden Schwestern wieder in Fazenda ihrem Elternhaus und lüften das Geheimnis das sie so viel Jahre mit sich getragen haben.
    Meine Meinung:
    Dieser Roman hatte mich durch die Kurzinfo neugierig gemacht, aber ich war etwas enttäuscht. Die Schreibweise der Autorin ist streckenweise sehr anstrengend, kann sein das es auf Grund der Übersetzung so ist. An manchen Stellen wurde dann das Buch auch richtig zäh für mich und ich war schon fast am aufgeben. Dafür hat mich aber die Neugier weiterlesen lassen, den das Geheimnis wird erst ziemlich am Schluss gelüftet. Zwar ahnt man schon ein bißchen was, aber das ganze Ausmaß erfährt man dann erst am Ende.
    Durch die vielen verschiedenen Personen und Handlungen muss man aber sehr konzentriert beim lesen sein, also kein Buch das man so nebenher mal kurz liest.
    Wer es aber trotzdem wagt, der wird belohnt durch ein emotional,tragisches Familiendrama aus Brasilien.
    Das Cover sehr schlicht gehalten, hätte mich jetzt nicht unbedingt angesprochen, sonder eher die Info auf der Rückseite.

    Von mir 3 von 5 Sternen.

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    janein
  • 4 Sterne

    3 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Barbara S., 06.02.2016

    "Der Sommer der Schmetterlinge" ist ein wunderbar poetisch geschriebener Roman, der mit leisen Tönen fasziniert und schicksalsbezogene Emotionen freigibt.

    Aus verschiedenen Perspektiven zeichnet die Autorin mit einer beeindruckenden Sprache eine tragische Geschichte, die im Leben der Protagonisten tiefe Spuren hinterlassen hat. Als Leser wird man unweigerlich in einen Sog gezogen, sieht die verhängnisvollen Folgen in der Familie und erkennt die Ursachen erst zum Ende vollständig, wenn sich alle Puzzlesteinchen zu einem ganzen Bild zusammengefüht haben. Vorher erkennt man nur die augenscheinlichen Entwicklungen der beiden Schwestern, die sich in Suizidversuchen und Drogenkonsum von Clarice und in gedankenlosen Seitensprüngen, Misstrauen und schockierendem Verhalten Maria Inês zeigt.

    "An allem, was missfallen schockieren, erschrecken, Abscheu erregen konnte, fand Maria eine morbide Freude." Zitat S. 39

    Dabei habe ich früh schon einen Verdacht geahnt, verdrängte ihn aber genau wie die Figuren im Buch inmitten des Zaubers der geschilderten Jugend und wunderschönen Naturschönheiten. Es ist fast so als wenn die Autorin den Leser ablenken möchte von den tragischen Geschehnissen. Sie baut Zeitsprünge ein, fügt Bilder und Musik hinzu und lässt über allem die Schmetterlinge flattern, die sich gerade am Steinbruch todesmutig in den Abgrund stürzen. Das gibt dem Roman einen leicht mystische Note und lässt alles in einem fröhlicheren Licht erscheinen, als es in Wirklichkeit der Fall ist.

    Gerade die Naturschilderungen haben eine geradezu faszinierende Wirkung. Man erlebt die Natur hautnah mit, wenn es heißt:

    Die Sansevierien und Monsterae überwucherten den Hang hinter dem Haus, und im Obstgarten spendeten die Jabuticabas Schatten, während die schlanken Papayamäume von Früchten überquollen. Zitat Seite 116
    Die Figuren erleben nicht geklärte Konflikte mit Auswirkungen auf ihre Seele, jede scheint die andere verletzen zu wollen. Erst mit einer Aussprache scheint ein annehmbares Weiterleben für beide Schwester möglich zu werden. Es kommt die Hoffnung auf, das Vergangene ruhen zu lassen.

    Dieser Roman hat mich mit der stilvollen Sprache angenehm unterhalten, aber auch Fragen aufgeworfen, mich an die Charaktere herangeführt, sie mir aber nicht genug nahe gebracht. Die Schwestern erscheinen mir selbst nach der Lektüre wie flatterhafte Schmetterlinge. Denn ihre Geschichte zeigt nicht die innere Zerrissenheit, sondern nur die äußerlich gezeigten Reaktionen.

    Die Naturbeschreibungen muss ich besonders lobend erwähnen, hier war man als Leser gefangen inmitten der unglaublichen Natur Brasiliens.

    Ein tiefgründiger Roman, der ein schwieriges Thema aufgreift und die fürs Leben entstellenden Folgen beschreibt. Kein einfach zu lesender Roman, aber einer, der in einer poetischen Sprache Tragik enthüllt.

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    janein
  • 4 Sterne

    5 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    tina b., 31.01.2016

    Die beiden Schwestern Clarice und Maria Inez wachsen wohlbehütet im brasilianischen Hinterland auf. Doch eine einzige Begebenheit rüttelt am Leben der kleinen Familie und zerstört diese Stück für Stück. Adriana Lisboa schafft es mit dieser Geschichte, die beiden Schwestern als liebevoll und hinterfragend sowie als berechnend und überaus rächend darzustellen. Es zeigt sich ein Weg der Berechnung und der Verzweiflung auf der erst Jahre später durch die Rückkehr und der Besinnung zu sich selbst durch Maria Inez beendet werden kann.

    Ein wundervoller Roman über einen kleinen Funken Hoffnung und der Rückkehr zu sich selbst.

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    janein

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