Die Allee der verbotenen Fragen, Antonia Michaelis

Die Allee der verbotenen Fragen

Roman

Antonia Michaelis

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Ihr Spiegelbild in einer Schaufensterscheibe öffnet Akelei die Augen: Sie ist nicht mehr das junge Mädchen, dem die ganze Welt offen steht, sondern eine pummelige, mittelalte Frau im pastellgrünen Mantel. Als Finn, ihre Sandkastenliebe, als...

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Kommentare zu "Die Allee der verbotenen Fragen"

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  • 4 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Frau F., 17.05.2016

    Das Buch:
    Das Außergewöhnlichste an Mittdreißigerin Akelei ist ihr Vorname. Ansonsten führt sie ein geordnetes, unaufgeregtes Leben und kann weder ihrem Ehemann, ihrem Job noch ihrem Beruf besondere Begeisterung entgegenbringen. Niemand also, dem man eine abenteuerliche Reise quer durch Deutschland zutrauen würde - bis Akelei in einer Schaufensterscheibe ihren Jugendfreund Fin zu sehen glaubt, der vor 18 Jahren spurlos verschwand. Bevor sie näher darüber nachdenken kann, hat sich Akelei an die Spur des Fremden geheftet, tatkräftig unterstützt von einem Huhn, das eigentlich als Sonntagsbraten enden sollte...

    Zeitgleich steht der junge Engländer Fin Paul Smith, der das norddeutsche Heimatdort seiner Eltern besucht, vor einem Grabstein, der seinen Namen trägt. Der Dorfpfarrer drückt ihm einen Koffer in die Hand, der ein merkwürdiges Sammelsurium an Erinnerungsstücken enthält - und eine Adresse in Berlin. Fin Paul macht sich auf den Weg, um das Geheimnis um Grabstein und Koffer zu lüften, immer verfolgt von einem geheimnisvollen Mann in einem grauen Wollpullover...

    Meine Meinung:
    Die Bücher von Antonia Michaelis leben davon, dass sie in poetischer Sprache nicht ganz alltägliche Geschichten erzählt, moderne Märchen quasi. Wer sich darauf einlassen kann, dass die Grenze zwischen Traum und Realität zeitweise verschwimmt oder dass Hühner auftreten, die den Fernsehhund "Lassie" in den Schatten stellen, der wird auch in "Die Allee der verbotenen Fragen" wieder mit einer außergewöhnlichen Geschichte belohnt, die quer durch Deutschland und zeitweise auch in die jüngere deutsche Geschichte führt, in die Zeiten vor der Wende.
    Man bekommt einen Einblick in Akeleis Kindheit in der Kastanienallee, der titelgebenden "Allee der verbotenen Fragen". Alles hier entspricht den Regeln und ist wohlgeordnet, bis auf Familie Paul, mit denen Akelei keinen Kontakt haben darf. Aber gerade das Verbotene und Chaotische übt einen unwiderstehlichen Reiz auf Akelei aus und so freundet sich das Einzelkind aus dem linientreuen Arzthaushalt natürlich doch mit dem jüngsten Sprössling der "wilden" Familie Paul an.

    Die Zeitsprünge in der Geschichte fordern den Leser auf, selbst mitzurätseln was vor 18 Jahren geschah, warum Fin spurlos verschwand und was es mit dem unheimlichen Grabstein auf sich hat. Die Lösung allerdings ist dann doch eine Überraschung und bietet Diskussionsstoff.
    Besonders gefallen hat mir, dass sich die handelnden Personen nicht sofort in eine Schublade einsortieren lassen. Häufig musste ich im Verlauf des Buches meine gefasste Meinung über einige Nebencharaktere ändern und eigene Vorstellungen hinterfragen, ob nun über Akeleis zunächst farblos erscheinenden Ehemann oder ihre behütende, politisch engagierte Mutter.
    Auch das Huhn spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte und sorgt für einige komödiantische Szenen, unter anderem auf der Reeperbahn :breitgrins:.
    Hier pfeife ich gerne mal auf Realitätsnähe und lasse mich lieber gut unterhalten. Wer spannungsgeladene Geschichten mag, wird vor allem im letzten teil des Buches voll auf seine Kosten kommen.
    Einziges Manko: Das letzte Buch, das ich von Antonia Michaelis gelesen habe, "Paradies für alle", hat mich noch einmal auf einer ganz anderen Ebene berührt. "Die Allee der verbotenen Fragen" ist genauso gut gemacht, ist aber von der Thematik her etwas "leichter verdaulich". Auf jeden Fall habe ich Lust bekommen, demnächst auch "Das Institut der letzten Wünsche" von Antonia Michaelis lesen zu wollen.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sabrina L., 18.04.2016

    Johann ist 18, lebt mit seinen Eltern in England und möchte Europa bereisen. Da er in Deutschland geboren wurde, fängt seine Reise auch dort an. In Wieck, einem kleinen Dorf, in dem er aufgewachsen ist, entdeckt er ein Grab. Merkwürdigerweise trägt dieses Grab seinen Namen: Johann Fin Paul. Und zudem stimmt der Geburtstag des Toten auch mit seinem überein: der 3. April.
    Und wäre dies nicht schon seltsam genug, überreicht ihm der Pfarrer des Dörfchens auch noch einen geheimnisvollen Koffer, den er beim Umgraben gefunden hat. In dem Koffer sind Gegenstände, die Johann unbekannt sind. Oder vielleicht doch nicht? Er macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit, nichtsahnend, dass am Ende nichts mehr so sein wird wie vorher.
    Was er nicht weiß, ist, dass sich Akelei, eine 36-jährige Hausfrau, an seine Fersen geheftet hat, die in ihm den Jungen Fin erkennt, in den sie als Teenager verliebt war. Doch kann das sein? Eigentlich müsste Fin so alt wie Akelei sein. Alles andere ergibt doch keinen Sinn, oder?

    Als Fan von Antonia Michaelis war ich wieder einmal sehr gespannt auf das neue Buch, Und was soll ich sagen? Ich wurde wieder nicht enttäuscht.
    Mit viel Feingefühl, einem hohen Krimianteil (man rätselt das ganze Buch über, wie die Handlung weitergeht und inwieweit alles zusammenhängt) und so mancher Überraschung erzählt die Autorin aus dem Leben einer Frau, die auf der Suche nach sich selbst ist.
    Akelei ist unglücklich und kinderlos verheiratet, hat keine perfekte Figur, macht nichts aus sich und stellt ihr Leben plötzlich in Frage. Was bleibt noch, wenn man nur für Mann und Haushalt lebt? Nicht mehr viel. Und deswegen ist es nicht verwunderlich, dass sie ihrem alten Traum nachläuft, getrieben von den Schatten der Vergangenheit.
    Und darum dreht sich auch die Geschichte. Um das, was geschehen ist, was man sucht, verdrängt und vielleicht sogar wiederfindet.
    Hier wird auch die Kindheit in der DDR beleuchtet; in all den Rückblenden taucht der Leser in die Zeit ein, in der es die Stasi gab, Republikflüchtlinge und Bilder von Lenin an den Wänden.

    Der Star des Buches ist wohl zweifellos das weiße Huhn, das Akelei in ihrer geblümten Tasche dabei hat. Ich musste oft schmunzeln, denn die Situationen, in denen es auftritt, sind recht witzig geschildert.

    "Die Allee der verbotenen Fragen" ist ein Buch, das sich von der Masse absetzt, das am Ende Erstaunen hervorruft und schön undurchsichtig bleibt.
    Der Schreibstil ist äußerst gelungen, er hält stetig die Spannung.

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    janein
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