Die andere Seite des Schmerzes

Roman

Ruth Eder

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Die Liebe zwischen Judith und Don beginnt 1967. Zwischen Flowerpower und Fliegerausbildung lassen sich die deutsche Studentin und der tatendurstige US-Pilot weder von gesellschaftlichen Konventionen noch von den Erwartungen ihrer Familien...

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  • 5 Sterne

    7 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Petra B., 13.08.2018

    Das war meine Top-Urlaubslektüre! Packend, ergreifend, und mit vielen Erinnerungen an die legendäre 68er Generation. Man kann Wort für Wort und Kapitel für Kapitel nachvollziehen, was Kriege aus Menschen machen können. Unbedingt zu empfehlen - nicht nur für den Urlaub.

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    janein
  • 5 Sterne

    5 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Ann-Sophie R., 28.09.2018

    Was für ein aufwühlendes Buch! Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte einer Liebe, die Grenzen sprengt, aber zugleich immer wieder an Grenzen stößt, hat mich sehr berührt. Jetzt weiß ich, was ich meiner Mutter zum Geburtstag schenke.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lesezeichenfee, 17.10.2018

    Tiefe Abgründe in anderen Zeiten ;-)

    Fee erzählt von der Geschichte

    Judith lernt Don, einen amerikanischen Piloten, kennen. Sie verlieben sich und heiraten. Erst mal ist alles Sonnenschein. Dann lernt Judith seine Eltern kennen und Don muss ein ganzes Jahr nach Vietnam. Damit fangen die Schwierigkeiten an.

    Fees Meinung

    Cover

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist auch sehr passend zur Story. Judith hat ja oft auf Don gewartet, der immer unterwegs war, in seinem Beruf als Pilot. Auch die Gitarre und was sie an hat ist so flowerpowermäßig.

    Charaktere/Protagonisten

    Judith und Don haben mir gleich irgendwie gefallen. So locker-flockig, sie sind ein tolles Paar. Der Charakter ist so gut dargestellt, dass man sich die beiden sehr gut vorstellen kann. Ich als Leserin habe sie sehr intensiv erlebt. Und mit beiden gelitten. Allerdings wollte ich sie nicht als reale Freunde haben, dazu sind sie mir beide zu extrovertiert und dann wären sie mir unsympathisch. Aber hier geht es ja um ein Buch.

    Eigentlich sind alle anderen Figuren eher Randfiguren. Was jetzt keine Kritik ist, denn es geht ja fast nur um die beiden Hauptfiguren. Judiths Tochter kommt praktisch am Anfang und am Ende vor und dann noch ein bisschen als Baby. Judiths Mutter und Oma sind nicht ganz so blass und die Familie von Don ist so gut charakterisiert, dass einem die wenigen Kapitel voll und ganz reichen. Judiths Freundin taucht auch hin und wieder auf.

    Schreibstil

    Mir gefiel schon der Einstieg in die Geschichte. Ich fand, das war gut gewählt, so war man gleich mitten in der Story. Der Schreibstil ist sehr gut. Allerdings merkt man manchmal schon, dass die Autorin Journalistin ist. Natürlich bemerkte ich auch gleich, das ist andere Literatur, wie ich sie sonst lese. 😉 Sonst lese ich ja lieber Krimis und lustige Sachen. Und das ist ja was ganz anderes. Es war sehr fesselnd, sogar spannend, auch wenn manches vorhersehbar war. Das Buch hatte sehr viele Höhen und Tiefen. Es taten sich des Öfteren menschliche Abgründe auf. Wobei ich niemanden verurteilen möchte, denn es war halt zu dieser Zeit „normal“. Ich fand es schade, als das Buch aus war, denn ich hab die beiden sehr gerne begleitet.

    Ich fand die Unterschiede von Dons und Judiths Familie sehr plastisch beschrieben. Man kann sich alles so richtig vorstellen. Auch wie die beiden aufgewachsen sind. Oder die Unterschiede vor Vietnam und danach. Ich kann mir das jetzt viel besser vorstellen.

    Das ganze wurde aus Judiths Sicht geschrieben. Es gab sehr viele amerikanische Ausdrücke und Worte, weil Don ja oft Deutsch und Englisch sprach, die das ganze sehr authentisch machten und mir die Möglichkeit gaben, mal wieder mein „längst vergangenes Schulenglisch“ zu überprüfen. Ich war überrascht, dass mir das keine Probleme bereitete.

    Meine Lieblingsszene

    Also ich möchte jetzt nicht so viel verraten, aber eins doch: Meine Lieblingsszene, bei der ich am meisten Spaß hatte, war in Paris, nachts, als der Hausherr und Judith sich in der Küche trafen und aßen. Auch ihre Gespräche fand ich toll.

    Die Situation der „Vietnam-Veteranen“

    Ich finde es schlimm, dass den Soldaten nicht wirklich geholfen wurde. Denn Tabletten sind einfach keine Lösung. Allerdings hat sich bis heute nichts geändert, finde ich, denn in Deutschland werden Depression etc. auch erst mal versucht mit Tabletten unter Kontrolle zu bekommen. Das finde ich sehr schlecht. Und Vietnam überlebt man sicher nicht so ohne weiteres, wenn man nicht ein roher, gewalttätiger Mensch ist. Die Hülle überlebt zwar, aber nicht der innere Teil, der bleibt irgendwie zurück und findet nicht mehr in die Gegenwart. 😦 Allerdings hat der finnische Arzt „Wunder“ bei Don bewirkt. Jedenfalls hat die Autorin die Situation danach megagut beschrieben. Ich hab mit Judith gelitten.

    Es gab sehr viele Dramen: Krieg, Trauma, Depressionen, Drogen, Alkohol, Tabletten….

    Sonstiges

    Ich finde es gut, wie die Autorin mit dem Tod umgeht. Auch hier habe ich sie besonders einfühlsam erlebt. Wie im ganzen Buch. Sie spricht alles direkt an, einfühlsam und nicht wertend, eher erklärend.

    Fees Fazit

    Also dieses Buch hat auf jeden Fall mehr Anspruch, wie das was ich sonst lese. Es ist mal was anderes. So was lese ich sehr, sehr selten. Die Geschichte ist sehr packend, hart, schonungslos, dramatisch, spannend, mitreißend, realistisch und sehr einfühlsam geschrieben. Ich finde das Buch wirklich toll. Wenn ich könnte würde ich diesem Buch mehr als 5 Sterne geben.

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    janein
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