Die Farbe von Milch

Roman
 
 
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Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.
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Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.

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Kommentare zu "Die Farbe von Milch"

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  • 5 Sterne

    11 von 14 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Judith K., 04.11.2017

    Als Buch bewertet

    Meine Rezension zu dem Buch „die Farbe von Milch“ könnte jetzt wie folgt aussehen:

    Lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen…Uuuuuuunbedingt lesen!

    Das wären aber vielleicht doch ein wenig zu wenige Wörter um dieses außergewöhnliche Buch zu beschreiben, denn diese Geschichte verdient es einfach mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

    „Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.“

    Das sind die Worte, die einen zu Anfang dieser Geschichte erreichen. Kurz, knapp, aber man merkt, was für eine gewaltige Stimme dahinter steckt. Dieser Erzählstil ist einfach einzigartig und hallt am Ende auch nach. Auf den Schreibstil möchte ich gar nicht mehr so sehr eingehen, ich fand ihn trotz der fehlenden Kommata, was durchaus Sinn macht, großartig. Schön hätte ich allerdings ein Nachwort gefunden, wie z.B., die Autorin zu dieser Idee kam, damit einem das Ende nicht so fassungslos zurück lässt.

    Es ist das Jahr 1830

    Die 15 jährige Mary, ist die jüngste von vier Geschwistern. Gemeinsam mit ihrer Familie, einschließlich ihres Großvaters, leben sie mehr schlecht als recht, auf einem Hof und bewirtschaften die dazu gehörigen Felder. Einzig der Großvater kann aufgrund seines Alters und seiner Gebrechen nicht mehr mit anfassen und so wünscht sich die Familie, dass er bald stirbt, damit er nicht eine zusätzliche Belastung ist. Doch Mary hat ein besonderes Verhältnis zu ihm. Ihm vertraut sie sich an und die beiden wirken wie ein eingeschworenes Team.

    Da Mary von Geburt an eine Behinderung am Bein hat, kann auch sie nicht so schnell arbeiten, wie ihre Geschwister. Trotz dieser Behinderung wirkt sie sehr selbstbewusst und lässt sich so gar nichts gefallen. Das sind Gründe, warum sie auch öfter mit ihrem, doch sehr cholerischem, Vater aneckt.

    Als der eines Tages ein Angebot bekommt, Mary könnte beim Pfarrhaus, die kranke Frau vom Pfarrer pflegen und sich um deren Haushalt mit kümmern, wofür er dann das Geld bekommt, kam ihm das gerade recht.

    Die aufmüpfige, nichts taugende Tochter ist somit doch für etwas gut und so schickt er sie fort.

    Ohne die Rechnung mit Mary gemacht zu haben…

    Hier beginnt nämlich die eigentliche Geschichte und obwohl nicht viel passiert, passiert soo viel!

    Mary hat sich in mein Herz gebrannt und deswegen will ich jetzt auch nicht mehr viel verraten, außer…

    … Lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen, lesen…Uuuuuuunbedingt lesen!

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    janein
  • 5 Sterne

    7 von 12 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Klaraelisa, 30.03.2018

    Als eBook bewertet

    Ein Leben unter männlicher Dominanz
    Im Jahr 1830 ist Mary knapp 15 Jahre alt. Sie ist die jüngste von vier Töchtern einer bettelarmen Bauernfamilie. Die Eltern und ihre vier Töchter arbeiten sich fast zu Tode – von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Der Vater, ein gewalttätiger Grobian, kommt nicht darüber hinweg, dass er keine Söhne hat, die ein größeres Arbeitspensum schaffen, zumal Mary ein verwachsenes Bein hat und auch deshalb keine vollwertige Arbeitskraft ist. In der Familie lebt noch der nach einem Arbeitsunfall verkrüppelte Großvater, der sich immer wieder anhören muss, dass er ein nutzloser Esser ist. Zu ihm hat die junge Mary ein gutes Verhältnis. In dieser Familie gibt es ansonsten nur Arbeit, keine Liebe, kein Glück und das alles ohne Hoffnung auf Besserung.

    Eines Tages überlässt der Vater seine jüngste Tochter gegen Bezahlung dem Pfarrer, der Hilfe bei der Betreuung seiner kranken Frau braucht. Auch hier muss Mary unter der Aufsicht der 32jährigen Haushälterin Edna sehr viel arbeiten, obwohl die Arbeit körperlich nicht so anstrengend ist wie auf der Farm. Obwohl Mary jetzt materiell in besseren Verhältnissen lebt – sie hat ein eigenes Bett und bekommt genug zu essen – sind auch in diesem Haus die Menschen nicht glücklich. Der arrogante, verantwortungslose Pfarrerssohn Ralph macht sich an jede Frau in seiner Nähe heran und kann sein Elternhaus für sein Studium gar nicht schnell genug verlassen, womit er seiner todkranken Mutter das Herz bricht. Mary hat Heimweh nach der nur eine halbe Meile entfernten Farm und dem Großvater, darf aber monatelang das Pfarrhaus nicht verlassen. Nach dem Tod der Pfarrersfrau muss Edna gehen, während Mary bleibt. Sie hat längst verstanden, dass sie ein Gefängnis gegen ein anderes getauscht hat. Es gibt für sie keine Entscheidungsfreiheit und keine Befreiung von männlicher Dominanz. Ihr Arbeitgeber nimmt ihr die Freiheit genauso wie ihr Vater.

    Als der Pfarrer der intelligenten jungen Frau mit Hilfe der Bibel das Lesen und Schreiben beibringt, sieht Mary einen möglichen Ausweg aus ihrer Situation. Doch sie zahlt einen hohen Preis dafür. Die Katastrophe ist unausweichlich. Sie, die nie eine Wahl hatte, trifft am Ende ihres Berichts eine einzige Entscheidung, die sie befreit.

    Die Autorin hat mit Mary eine Protagonistin mit einer unverwechselbaren Stimme geschaffen, die mit Hilfe ihrer neu erlernten Fähigkeiten über das entscheidende Jahr in ihrem Leben berichtet: 1830-31. Mary ist zwar ungebildet, aber intelligent mit schneller Auffassungsgabe, dazu sehr direkt, was ihr immer wieder Ärger und Prügel einbringt. Ich-Erzählerin Mary bekommt in diesem schlanken Bändchen einen eigenen Stil – fast ohne Großbuchstaben und ohne Anführungszeichen für Zitate, ohne Kommata. Satzbau und Grammatik sind fehlerhaft, aber ihre Sprache wirkt sehr authentisch. Sie lebt ein Leben, in dem Gefühle nicht zählen und erst recht nicht ausgedrückt werden können, aber in großer Nähe zur Natur und den Tieren auf der Farm, besonders zu der Kuh, die ihr Wärme spendet. Eindrucksvoll ist die Szene, als sie am Ostersonntag einen Hügel besteigt, um dort den Sonnenaufgang zu erleben. “Die Farbe von Milch“ beschreibt das Schicksals eines jungen Mädchens, aber macht dem heutigen Leser auch deutlich, wie Klassenzugehörigkeit vor 200 Jahren über Lebenschancen entschied. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

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    janein

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