Die Mittsommerlüge

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Zwanzig Jahre war Kristian spurlos verschwunden. Seine Tochter Louise verzeiht ihm nie, dass er die Familie ohne Erklärung verlassen hat. Und auch ihre Mutter versteht Louise nicht. Wieso hat sie ihr Schicksal klaglos ertragen? Doch als Kristians stirbt,...
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Kommentare zu "Die Mittsommerlüge"

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  • 3 Sterne

    Klaudia K., 21.06.2018

    Mit dem Roman "Die Mittsommerlüge" gibt Katrine Norregaard ihr Debüt als Autorin.
    Der seit zwanzig Jahren spurlos verschwundene und seither als vermisst geltende Kristian kehrt unvermittelt zu seiner Ehefrau Karen zurück, die ihm seine lange Abwesenheit verzeiht und bei sich aufnimmt. Er hat aufgrund eines Gehirntumors nur noch eine kurze Zeitspanne zu leben. Ganz im Gegensatz zur Ehefrau kann seine Tochter Louise die lange Abwesenheit des Vaters nicht verzeihen. Sie sieht nur die viele verlorene Zeit und die damit verpassten Chancen. Nur seine Enkelin Ida bemüht sich, den Kontakt zwischen Kristian und ihrer Mutter Louise aufrecht zu erhalten. Als Kristian folglich an seinem Gehirntumor stirbt hinterlässt er das Sommerhaus "Lykkebo" am Limfjord und ein ganz besonderes Geheimnis. Karen möchte die Vergangenheit aufarbeiten und bittet Louise und ihren Lebensgefährten Michael mit ihr eine Woche in dem Sommerhaus zu verbringen. Gemeinsam mit der Enkelin Ida fahren sie in das von Kristian hinterlassene Sommerhaus. Nichtsahnend erfährt Karen, dass Kristian noch eine weitere Familie hatte. Die Zwillinge William und Pedro ähneln ihm bis aufs Haar. Warum musste er ihr die Wahrheit verschweigen? Schließlich akzeptiert Karen die ihr über viele Jahre aufgezwungene Einsamkeit und das Leben ohne Kristian. Sie weiß, dass auch sie Fehler begangen hat und kein Mensch makellos ist.

    Louise hingegen kann die Verfehlung ihres Vaters überhaupt nicht verzeihen. Darüberhinaus plagt sie sich mit vielen Problemen, ist obendrein ungewollt schwanger und hat einen verantwortungslosen Mann an ihrer Seite. Ida, die Tochter ist sehr nachdenklich und unterscheidet sich von den anderen Jugendlichen. Sie ist der familiäre Kitt zwischen ihren Großeltern und Louise.

    Der nach meinem Empfinden recht langatmige und ruhige Roman schwebt in einem atmosphärisch düsteren Schreibstil durch die Story. Ich tat mir recht schwer mich in die Personen und deren Denkweisen einzuleben. Oft verschlossen sich mir die Gedankengänge der Protagonisten und somit hat mich die Geschichte nicht wirklich ergriffen. Das enorme Potenzial des Romans und die an sich faszinierende Story ist aus meiner Sicht handwerklich noch nicht gänzlich ausgeschöpft, was sicherlich mit dem jungen Alter der Autorin (Jahrgang 1994) zusammenhängen könnte. Ich bin mir sicher, dass ihre nachfolgenden Bücher der vielversprechenden Autorin sich zu sehr guten Werken entwickeln werden.

    "Die Mittsommerlüge " ist alles in Allem eine gefühlsbetonte Familiengeschichte die versucht Licht in's Dunkel einer Vergangenheit zu bringen und diese zu verarbeiten.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 4 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lena, 02.06.2018

    Kristian hatte seine Frau Karen und seine neunjährige Tochter von einem Tag auf den anderen verlassen. Er war Autor, weshalb Karen ihre Tochter Louise damit vertröstet hat, dass er sich zum Schreiben eines Buches eine Auszeit nahm. Als Louise älter wurde, konnte sie immer weniger nachvollziehen, dass ihr Vater sie nie von ihr verabschiedet hatte und dass ihre Mutter Verständnis für sein Verhalten aufbrachte.
    Nach 20 Jahren Abwesenheit kehrte Kristian zurück und wurde von Karen ohne Weiteres wieder mit offenen Armen empfangen. Louise blieb allerdings unversöhnlich und hat nur ihrer Tochter Ida zuliebe den Kontakt zu ihren Eltern nicht ganz abgebrochen.

    Als Kristian an einem Gehirntumor stirbt, hinterlässt er das Sommerhaus "Lykkebo" am Limfjord. Karen möchte sich der Vergangenheit stellen und überredet Louise, eine Woche in dem Sommerhaus zu verbringen. Zusammen mit Louises Tochter Ida, ihrem Lebensgefährten Michael und Cockerspaniel Buller begeben sie sich auf Spurensuche.

    Die Atmosphäre in dem Sommerhaus ist angespannt. Michael kümmert sich wenig um die Familiengeschichte, dafür umso mehr um einen Notfall bei seine Arbeit.
    Ida trauert um ihren Großvater und kann nicht verstehen, warum ihre Mutter so abweisend zu ihrer Großmutter ist. Sie scheint es in dem Haus kaum auszuhalten und geht lieber nach draußen, wo sie die beiden Zwillingsbrüder Peder und William kennenlernt, die zurückgezogen in einem Haus am Waldrand leben.
    Louise befindet sich in einem Gefühlschaos aus Trauer und Wut und ist darüber hinaus auch noch ungewollt schwanger.
    Karen bemüht sich um gute Stimmung, möchte dass ihre Tochter Kristian verzeiht und selbst herausfinden, was Kristian in dem Sommerhaus all die Jahre gemacht hat. Blauäugig war sie davon ausgegangen, dass Kristian hier allein gewohnt und sich ganz seinen Gedichten gewidmet hat.

    Die Geschichte wird aus der Sicht der drei Frauen erzählt, die nicht nur verschiedenen Generationen angehören, sondern auch ganz unterschiedliche Charaktere sind und einen ganz eigenen Blick auf die Vergangenheit haben.
    Zunächst gibt es nicht viele Hinweise auf die Zeit, die Kristian hier verbracht hat. Mit Hilfe seiner Aufzeichnungen und durch den Kontakt zu den Zwillingsbrüdern werden nach und nach Geheimnisse offenbart, so das auch Karen gezwungen ist, sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen, die sie erfolgreich verdrängt hatte. Erst wenn die ganze Wahrheit ans Licht kommt, kann es den Frauen möglich sein, zu trauern und letztlich auch wieder zueinander zu finden.

    Es ist ein melancholischer Roman, in welchem sich die Charaktere schwer tun, sich zu öffnen und ihre Probleme lieber mit sich selbst ausmachen. Auch wenn man im Sommerhaus angekommen bald erahnen kann, wie Kristians Neuanfang ausgesehen hatte und was der Auslöser dafür gewesen ist, geht es darum, zu erfahren, wie die Frauen mit der Wahrheit umgehen werden.

    "Die Mittsommerlüge" ist eine emotionale Familiengeschichte über Vergangenheitsbewältigung, unterdrückte Konflikte und unausgesprochene Wahrheiten, die nach dem Tod von Kristian zutage treten und bewältigt werden müssen, um einander offen und ehrlich zu begegnen und verzeihen zu können.

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    janein

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