Die Schatten von Edinburgh

Ein Fall für Frey & McGray. Deutsche Erstausgabe

Oscar de Muriel

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Edinburgh, 1888. Der begnadete Ermittler Ian Frey wird von London nach Schottland zwangsversetzt. Für den kultivierten Engländer eine wahre Strafe. Als er seinen neuen Vorgesetzten, Inspector McGray, kennenlernt, findet er all seine Vorurteile...

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    Jenny O., 25.03.2018

    Die Schatten von Edinburgh

    von

    Oscar de Muriel


    Cover:

    Das Cover finde trotz oder gerade wegen seiner Schlichtheit sehr ansprechend.



    Inhalt:

    Edinburgh, 1888.

    Der begnadete Ermittler Ian Frey wird von London nach Schottland zwangsversetzt. Für den kultivierten Engländer eine wahre Strafe.
    Als er seinen neuen Vorgesetzten, Inspector McGray, kennenlernt, findet er all seine Vorurteile bestätigt: Ungehobelt, abergläubisch und bärbeißig, hat der Schotte seinen ganz eigenen Ehrenkodex.
    Doch dann bringt ein schier unlösbarer Fall die beiden grundverschiedenen Männer zusammen: Ein Violinist wird grausam in seinem Heim ermordet.
    Sein aufgelöstes Dienstmädchen schwört, dass es in der Nacht drei Geiger im Musikzimmer gehört hat. Doch in dem von innen verschlossenen, fensterlosen Raum liegt nur die Leiche des Hausherren ...



    Lieblingsstelle:


    In diesem Buch gab es einige tolle Dialoge, so dass ich mich kaum entscheiden konnte. Meine Wahl fiel dann doch auf diesen Dialog:

    " >> Macht Ihnen dieser Mädchensport Freude? << fragte McGray während er angewidert das Gesicht verzog.
    >> Mädchen? Fechten ist ein Männersport, McGray.<<
    >> Oh ja! Ein Haufen feiner Damen, die sich mit weißen Baumwollwindeln umwickeln und einander mit weißen Stöcken stupsen!
    Hört sich wirklich ruppig an!<< "

    Bei diesem oder ähnlichen Dialogen, hab ich mich immer königlich amüsiert.



    Meinung:

    Durch Zufall stiess ich auf dieses Buch, las mir den Klappentext durch und dachte: Historischer Krimi? Gut!
    In der Zeit um ca. 1890 ? Sehr gut!
    Ungleiches Ermittlerpaar? Das ist immer gut!
    Und schon hatte ich es mir zugelegt.

    Und ich wurde nicht enttäuscht.
    Ich liebe die Atmosphäre in diesem Buch. Oscar de Muriel beschreibt sehr bildhaft. Land-und Ortschaften entstanden sofort vor meinem geistigen Auge und ich konnte gleich zu Anfang schon in die Geschichte abtauchen und nach Edin-blöd-burgh verschwinden.

    Der Anfang hat es schon in sich und zog mich sofort in seinen Bann.
    Eine unfassbar traurige Geschichte und ein spannender Einstieg in die Story.
    Der Schreibstil ist fesselnd und sehr lebendig. Ich legte das Buch nur ungern beiseite, weil ich wirklich zu Bett musste.
    Die Dialogie zwischen Frey ( dem englischen Schnösel, der eher der Wissenschaft zugewandt ist) und McGray ( dem ruppigen ungepflegten und sehr abergläubischen Schotten) sind immer ein Highlight. Aber manches Mal muteten sie doch arg modern an, was ich dann als etwas unpassend empfand.
    Das tat meiner Freude beim lesen dieses Buches aber keinen Abbruch.
    Die Idee der Kombination des Ermittlerpaares , welches unterschiedlicher nicht sein könnte, ist zwar keine neue, aber sie funktioniert auch hier wieder richtig gut.
    Da sie einander quasi aufs Auge gedrückt wurden und mit der Zeit zwar beruflichen Respekt voreinander haben, privat jedoch gar keinen, ist der ein oder andere Kalauer vorprogrammiert.
    Der Fall in dem die beiden ermitteln, ist sehr interessant und auch sehr mysteriös und blutig.
    Lieder konnte man den Täter nicht aufgrund der Beweislage erraten.
    Auch hatte ich das Gefühl das Fall eher in den Hintergrund rückt und es im Grunde eher um Freys und McGrays Leben und Vergangenheit geht.
    Das hat mich persönlich nicht gestört. Ich könnte mir aber bei einem passionierten Krimi-Leser vorstellen, das ihm das nicht zusagt.
    Das Ende wurde nochmal richtig spannend und actionreich, sodass ich mir während des Lesens dieser Szenen auf den Lippen herumkaute und mit dem Bein wippte.




    Fazit:

    Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass ich mehr als angetan von diesem Ermittlerduo war.
    Der schnöselige Engländer, der sämtliche mysteriösen Vorkommnisse rational und wissenschaftlich erklärt ( was ihm nicht immer gelingt ) und der ruppige Schotte, dem Äußerlichkeiten ( vor allem seine eigene) völlig wurscht sind und der aufgrund seiner traurigen Vergangenheit, an allem und in allem das geschehen war, etwas Übersinnliches oder Magisches sehen will.
    Ich hab dieses Buch nur so verschlungen und war ganz traurig als es vorbei war.
    Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiterlesen und freue mich jetzt schon auf die Kurzgeschichte im eBook-Format, welches ich mir schon auf meinen Reader geladen habe.



    Empfehlung:

    Von mir gibt's eine klare Lese-Empfehlung für alle Leser, die gerne Krimis lesen, die in der viktorianischen Zeit spielen und in die etwas mystisch angehauchtes reingepackt wurde und die keinen Anstoß hegen, an den ständigen Schimpftiraden der beiden.



    Von mir gibt's:

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    janein
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