Die Stimmlosen

Melanie Metzenthin

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Nach dem erfolgreichen BILD-Bestseller "Im Lautlosen" erschafft Melanie Metzenthin ein bewegendes Nachkriegsportrait über Menschlichkeit, Versöhnung und die Liebe zur Medizin.

Hamburg, 1945: Der Krieg ist zu Ende und die Naziherrschaft endlich...

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  • 5 Sterne

    Isabel R., 14.08.2018

    Die Autorin Melanie Metzenthin hatte es schon mit ihrem Vorgängerband „Die Lautlosen“ geschafft, mich in den Bann zu ziehen. In einer gemeinsamen Leserunde durfte ich unter anderem das erschütternde Thema „Euthanasie im Zweiten Weltkrieg“ mit ihr aufarbeiten.
    Sie greift nun in diesem Buch die losen Fäden der beiden befreundeten Ärzte Richard und Fritz und ihren Familien wieder auf. Viel ist passiert, nicht alle Familienmitglieder haben den Krieg unbeschadet überstanden. Was für uns im Nachhinein wie ein Geschenk erscheint – nämlich, dass die Bomben des nachts nicht mehr über Hamburg und den Rest von Deutschland abgeworfen werden – fühlt sich für die Betroffenen von damals ähnlich wie „vom Regen in die Traufe“ an. Die Bomben werden abgelöst von einer vollkommen zerstörten Stadt, die Hunger, Krankheit und Kälte mit sich bringt. So schlimm sind diese beiden Zustände, dass selbst diese beiden Familien zu drastischen Maßnahmen greifen müssen, die sich oft am Rande oder auf der anderen Seite der Legalität bewegen. Jeder muss gucken, dass er über die Runden kommt, denn die Lebensmittelmarken, die sparsam verteilt werden, sind durch den Nachschubmangel oft wenig nützlich.
    Richard ist zu dem besessen von seinem Gefühl für Gerechtigkeit. Er leidet noch sehr unter der Ungerechtigkeit, die einen kindermordenden Arzt freigesprochen hat.
    Die Autorin lässt uns aber auch teilhaben an den Lichtblicken im Leben in Hamburg der späten 40er und frühen 50er Jahre. Auch hier schießt Amor den ein oder anderen Pfeil in die richtige Richtung und die Familien haben ihren Mut nicht verloren. Sie halten zusammen und kämpfen. Ein Satz im Buch, den Richard von sich gibt, hat mich sehr bewegt: „Es ist die Pflicht echter Patrioten, jetzt alles dafür zu tun, unsere Heimat wiederaufzubauen und nicht irgendwo in der Fremde unser Glück zu suche. Ich sehe es als meine Pflicht, dort zu bleiben, wo ich gebraucht werde.“
    Ich möchte dieses wunderbare Buch all denjenigen empfehlen, die ein wenig mehr darüber erfahren wollen, was unsere Familien damals geleistet haben und dass das alles nicht selbstverständlich war. Das Buch soll aber auch ein kleines Mahnmal sein für die Momente im Leben, wenn wir mal wieder unzufrieden mit unserem eigenen Leben sind. Man kann nur hoffen, dass sich solch eine grausame Zeit nie wiederholen wird.

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    janein
  • 5 Sterne

    Bärbel K., 25.07.2018

    Hamburg ist zerstört nachdem sich die Engländer für die Bombardierung Londons revanchiert haben. Aber Paula, Richard und ihr langjähriger Arztkollege und Freund Fritz Ellerweg leben zusammen mit dem Rest ihrer Familie auf engstem Raum. Obwohl überall Mangelwirtschaft herrscht, oft auf die Lebensmittelmarken nichts zu bekommen ist, versuchen sie ihre Patienten bestmöglich zu versorgen und ihre Familien vor Unterernährung zu bewahren. Nicht immer gehen sie dabei legale Wege.
    Auch in diesem zweiten Teil, der Fortsetzung zu "Im Lautlosen" hat es Melanie Metzenthin wieder geschafft einen wunderbaren historischen Roman mit starken Persönlichkeiten zu schreiben. Die Niederlage des Deutschen Reichs und das Ende des 2. Weltkrieges ist in diesem Roman atmosphärisch wunderbar wider. Getragen wird der Roman allerdings von den starken Charakteren mit denen man einfach mitleiden muss.
    Da ich bereits Teil 1 gelesen, nein eigentlich verschlungen, habe, kam es mir beim Lesen jetzt vor, als ob ich alte Bekannte wieder treffe. Während mir im ersten Teil Paula ans Herz gewachsen war, ist es diesmal Richard, ihr Ehemann. Egal welche Krise wieder auf diese verschworene Gemeinschaft zukam, er blieb ruhig, gab wohlüberlegte Ratschläge, übte wohldosiert Kritik und suchte nach der besten Lösung für alle. Aufgeben war für ihn keine Option.
    Fritz und Richard haben es auch in diesen schlechten Zeiten nicht verlernt Träume zu haben, daran zu glauben, dass es (irgendwann) in Deutschland aufwärts geht. Nur so haben sie diese kargen Nachkriegsjahre überstehen können und haben ihren Mut und ihre Zuversicht auch auf andere übertragen. Bewundernswert die beiden. Für sie gab es niemals ein ICH, sondern immer nur ein WIR.
    Der Autorin gelingt es durch immer neue Verwicklungen, Erfolge, Manipulationen und Enttäuschungen die gesamte Handlung so abwechslungsreich und dabei auch bewegend zu beschreiben, dass an keiner Stelle Langeweile aufkommt. Im Gegenteil - bin nun enttäuscht, dass die Geschichte um Paula, Fritz, Richard und Arthur nun leider zu Ende ist.
    Ich habe mich selten so gut und kurzweilig unterhalten gefühlt. Daher vergebe ich 5 wohlverdiente Lese-Sterne und spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

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    janein
  • 5 Sterne

    katikatharinenhof, 22.07.2018

    Das erste Weihnachtsfest nach dem Krieg sollte eigentlich ein Fest der Freude sein, doch die will nicht wirklich aufkommen. Die Entbehrungen sind einfach noch zu groß, der Wohnraum im zerbombten Hamburg zu knapp.
    Als sich dann auch noch Richard vor Gericht für sein Tun verantworten muss, steht die Welt Kopf. Ausgerechnet er, dem die Menschlichkeit über alles geht....

    "Die Stimmlosen" von Melanie Metzenthin haut mich komplett vom Hocker - dieser Roman überzeugt durch seinen atmosphärischen Schreibstil, seiner aufwendigen Recherche und Charakteren, die einem sofort ans Herz wachsen.
    Der Autorin gelingt es, die fiktive Geschichte derart lebendig zu gestalten, dass ich mich direkt im Geschehen befinde und miterlebe, wie sich Richard den Fragen des Gerichts stellen muss. Dass der braune Sumpf auch nach Kriegsende seine Finger mit im Spiel hat, lässt mich wütend werden und manche Szenen einfach nur mit einem Kopfschütteln quittieren. Die Machtlosigkeit von Paul wird hierbei schön beschrieben und ich frage mich, was ich wohl an seiner Stelle getan hätte...
    Die Liebe zu Medizin wird im Buch ausführlich dargestellt, ohne dabei zu fachlich zu werden. So kann ich mit atemloser Spannung mitverfolgen, wie sich Paula und Fritz immer wieder in brandgefährliche Situationen begeben, nur um die medizinische Versorgung sicherzustellen.
    Die Autorin hat ein wundervolles Stück Literatur geschaffen, das mit Selbstbewusstsein, Mut, Menschlichkeit und der Liebe zur Medizin ein Stück Nachkriegsgeschichte lebendig werden lässt.

    Ganz klare Leseempfehlung !!

    Herzlichen Dank an den Verlag, der mir dieses Rezi-Exemplar kostenfrei über NetGalley zur Verfügung gestellt hat. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.

    #DieStimmlosen #NetGalleyDE

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    janein
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