Die Töchter des Roten Flusses

Roman
 
 
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Zwischen uns die halbe Welt
Nach dem Tod ihrer Stiefmutter findet Tuyet Briefe ihrer Mutter aus Vietnam. Wollte sie den Kontakt zu ihrer Tochter also doch nicht abbrechen? Auf der Suche nach Antworten reist Tuyet von Frankfurt nach Hanoi, der Stadt am...
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Nach dem Tod ihrer Stiefmutter findet Tuyet Briefe ihrer Mutter aus Vietnam. Wollte sie den Kontakt zu ihrer Tochter also doch nicht abbrechen? Auf der Suche nach Antworten reist Tuyet von Frankfurt nach Hanoi, der Stadt am...

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Kommentare zu "Die Töchter des Roten Flusses"

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Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    5 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Serenissima, 25.01.2017

    Als eBook bewertet

    Beate Rösler legt mit "Die Töchter des Roten Flusses" einen wunderschön zu lesenden Roman vor. Leserinnen, die romantische Liebe, ferne Länder und historischen Hintergrund mögen, werden dieses Buch gerne lesen. Das Buch ist durchweg flüssig und spannend geschrieben, wobei der Hintergrund sehr gekonnt in die Handlung eingeflochten ist.
    Auf den Inhalt möchte ich nicht weiter eingehen, da dies zahlreiche Rezensenten vor mir bereits getan haben.
    Sehr gelungen finde ich die Bezüge zu den Vietnamesen in der ehemaligen DDR, von denen ich bislang so gut wie nichts wusste. Dabei habe ich selbst einige Zeit in Vietnam verbracht und konnte mir so die Schauplätze noch besser vorstellen. Wie sehr der Krieg den Einheimischen zugesetzt hat, wusste ich bereits, habe aber in dem Buch erneut mit den Figuren gelitten. Die Recherchearbeit der Autorin verdient meine Anerkennung.
    Was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass der Zufall arg oft sein Händchen im Spiel hat. Abgesehen davon ist der Roman aber eine wunderbare Lektüre, die man ungern aus der Hand legt.
    Ich bedanke mich beim Verlag sehr herzlich für das Rezensionsexemplar.

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    janein
  • 4 Sterne

    4 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Betsy, 04.02.2017

    Als Buch bewertet

    Deutschland 2015. Nach dem Tod ihrer Stiefmutter Marina findet Tuyet in deren Kleiderschrank Briefe ihrer leiblichen Mutter aus Vietnam, die vor über 20 Jahren an ihren Vater geschickt wurden. Hat Marina diese etwa unterschlagen? Wollte ihre Mutter doch Kontakt zu ihr? Zutiefst verstört über ihre Entdeckung behält sie diese Neuigkeiten vorerst für sich, unter anderem auch wegen des Gesundheitszustandes ihres Vaters. Schließlich ergreift sie als ihr Freund Alexander eine Vietnamreise für sie beide plant, die sich bietende Gelegenheit sich selbst auf die Suche nach ihrer Mutter zu machen. Auf ihrer Suche nach dieser entdeckt sie dabei nicht nur Vietnam und seine Geschichte, sondern auch sich selbst und letztendlich auch ihre Familiengeschichte.

    Atmosphärisch, emotional und zugleich aber auch wirklich fesselnd wird der Leser in den Bann von Vietnam und dieser so vielschichtigen Familiengeschichte gezogen, in der es bis zum Ende noch so allerhand zu erfahren gibt und für den Leser die eine oder andere Überraschung parat hält.

    Stimmungsvoll erzählt die Autorin diese Geschichte und schildert dabei die Charaktere so lebendig und menschlich, dass man sich wirklich gut in sie hineinversetzen kann. Durch die tiefen Einblicke in die Figuren, mit all den schönen, aber auch tragischen Erlebnissen nimmt man tiefen Anteil an ihnen und man ist hin- und hergerissen, wenn man ihre Handlungen mitverfolgt und nicht immer alles davon gutheißen kann.

    Ich will auch gar nicht näher auf den Inhalt und die Personen eingehen um nicht zuviel zu verraten, denn die gesamte Szenerie in diesem Buch sollte man wirklich selbst für sich entdecken. Soviel sei allerdings gesagt, dass wir uns auf zwei verschiedenen Erzählebenen befinden. Einerseits in der Vergangenheit als der Vietnamkrieg noch wütet und dann in der Gegenwart, sodass man in beiden Fällen Stück für Stück mehr über Tuyets Familie erfährt.

    Aber nicht nur Tuyet und ihre Familie ziehen einen in seinen Bann, auch die Geschichte und das Leben in Vietnam, sowie einiges mehr, wird hier nebenbei so fließend eingebaut, dass man etliches dazulernt und sich nur schwer vorstellen kann wie hart das Leben damals und auch zum Teil heute noch immer in Vietnam ist. Es ist als würde man mit Tuyet durch Vietnam spazieren und nach und nach nicht nur Vietnam entdecken, sondern auch begreifen, dass obwohl der Krieg schon weit weg zu sein scheint, er dort immer noch ziemlich präsent ist, vor allem in der älteren Generation, die diesen noch miterlebt hat.

    Zwar geht es im Verlauf der Handlung teilweise schon sehr dramatisch zu und auch das liebe Schicksal scheint es hier manchmal etwas zu gut meinen, doch das trägt meiner Meinung nach zu der ganz eigenen Stimmung des Buches bei und verleiht ihr nicht nur die nötige Spannung, sondern auch ein klein wenig etwas magisches. Einzig zu Beginn heißt es ein wenig durchhalten, wenn man mehr über Tuyets Leben erfährt, da dies doch viel Platz einnimmt und man sich auch erst ein wenig mit ihr anfreunden muss, denn auch sie ist kein perfekter Charakter. Allerdings ist dieser etwas lange Einstieg über sie auch wichtig um Tuyets momentane Situation zu verstehen und inwieweit dies alles dazu beiträgt, dass sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter macht und sich dadurch auch selbst weiterentwickelt.

    Wunderbar eingefügt ist auch der titelgebende rote Fluss, der hier immer irgendwie gegenwärtig zu sein scheint und am Leben der Familie teilnimmt, sei es wenn die Gefühle in Aufruhr sind, man einen Ort zum nachdenken braucht oder damit ganz besondere Erinnerungen und Entscheidungen verbindet.

    Fazit: Eine sehr emotionale und mitreißende Geschichte, die vor allem durch die so menschlich dargestellten Charaktere punkten kann, welche hier alle weit davon entfernt sind perfekt zu sein und gerade dadurch überzeugen können. Jeder hat hier seine Sorgen, Ängste, Träume und wie so oft wird auch hier über vieles nicht offen geredet, sei es um sich selbst zu schützen oder andere vor Kummer zu bewahren. Zugleich erfährt man hier nicht nur einiges vom Nord- und Südkonflikt der Vietnamesen und wie weitreichend dieser war bzw. ist, sondern auch wie anders das Leben dort immer noch im Vergleich zu unserem ist. Und während man hier quasi neben der Handlung zusätzlich noch so einiges dazulernen kann, reißt einen die Familiengeschichte auch immer mehr mit und man fiebert dem Ende entgegen. Leider war dann das Ende jetzt nicht so ganz mein Fall, unter anderem auch deshalb, weil nicht alles wirklich abgeschlossen wurde und vieles zu schnell ablief bzw. nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat, aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch nur allen empfehlen, die Familiengeschichten lieben, sich gerne in fremde Länder entführen lassen und nebenbei gerne auch noch das eine oder andere dazu lernen wollen. Daher 4 hochkarätige Sterne von mir.

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    janein

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