Die untalentierte Lügnerin

Roman. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2019 (Longlist)
 
 
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Eine junge Frau wagt den Aufbruch in ein neues Leben. Sie muss sich dazu von allem trennen, was ihr Halt gibt, auch von den Lügen, die ihre Familie zusammenhalten.
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Eine junge Frau wagt den Aufbruch in ein neues Leben. Sie muss sich dazu von allem trennen, was ihr Halt gibt, auch von den Lügen, die ihre Familie zusammenhalten.

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Kommentare zu "Die untalentierte Lügnerin"

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  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Kaffeeelse, 01.09.2019

    Als Buch bewertet

    Das erste Buch, welches ich 2019 von der diesjährigen Longlist des deutschen Bücherpreises gelesen habe, ist "Die untalentierte Lügnerin". Und ich muss sagen, es lässt mich verstört zurück. Dabei kann ich nur sagen, dass die Autorin durchaus kraftvoll und intensiv schreibt. Sie schreibt sehr gern und sehr gut über die menschlichen Mini-Höllen, wie ein Kritiker so treffend formulierte, dabei liegt ihr Fokus nicht nur im Gesagten/Geschriebenen, sondern auch/eher im Ungesagten. Und eben darin liegt auch die große Stärke des Romans, im Ungesagten. Der Leser/die Leserin darf sich seine/ihre Gedanken machen. Und das habe ich getan. Erst nach und nach entfalten sich die verschiedenen Personen und man erkennt die einzelnen Lebenslinien, die einzelnen Lebensläufe, die Probleme der Menschen. Dieser Roman wird noch einen großen Nachhall haben. Interessant ist noch ein weiterer Kunstgriff der Autorin, der Hauptcharakter dieses Buches schreibt im Buch noch eine Geschichte, wo ich mich die ganze Zeit frage/gefragt habe, wieviel von dieser Geschichte autobiographisches Erleben des Hauptcharakters ist. In der Beschreibung des Romans wird folgende Formulierung verwandt: ein Psychogramm ohne Psychologie, und genau diese Beschreibung ist sehr zutreffend, eine Beschreibung von Personen ohne psychologische Betrachtung. Insgesamt ist dieses Buch in einem kühlen Ton gehalten, erzählt in Fragmenten über ein zerstörtes Leben und ist ungemein verstörend/unglaublich nachhallend. Dabei entfaltet das Buch erst nach und nach seine Kraft, dieser kühle Ton lässt in mir eine Distanz zum Hauptcharakter entstehen, welcher mir definitiv nicht sympathisch war. Das ändert sich aber nach und nach, je mehr ich über das Leben des Hauptcharakters erfahre, desto einfühlsamer werde ich, man kann auch eine gewisse Entwicklung von Maren erkennen und am Ende wünsche ich Maren nur, dass alles gut gehen möge. Auch diese Entwicklung in mir finde ich interessant, ein Roman, der in einem kühlen Ton gehalten ist, löst dies normalerweise nicht aus. Die Autorin konnte mich also erreichen.


    Um was geht es aber eigentlich in diesem Buch: es ist eine ungewöhnliche Familiengeschichte aus Österreich, die aber eigentlich gar nicht so ungewöhnlich ist. Es wird viele ähnliche Konstellationen geben, hinter den Fassaden, hinter den Mauern, hinter den Masken, grenzüberschreitend. Als erstes haben wir Maren, die Tochter, nach einem gescheiterten Fluchtversuch kommt sie zurück zur Familie, obwohl dieser Fluchtversuch kein direkter war, sondern eher ein Studium, dessen Anforderungen schlussendlich zu viel sind und in einer psychischen Krise/Erkrankung münden. Dann haben wir ihre Mutter, Vera, eine Malerin, das Verhältnis von Mutter und Tochter ist unterkühlt und ebenso wie ihre Tochter Maren ist auch Vera psychisch labil. Als nächstes haben wir Robert, den Stiefvater, Maren hatte ihn als Kind für die Trennung der Eltern verantwortlich gemacht, erst viel später hat sie erfahren, dass ihre Mutter fremd gegangen ist. Dann kommt als nächste Person Marens Vater Gernot hinzu, er liebt seine Kinder, durch sein frühes Fehlen in der Familie erfolgt diese Liebe eher aus der Ferne und durch sporadischen Kontakt. Dann haben wir Maren Brüder, Igor, Gernots Sohn und Ruben, Roberts Sohn, beide sind ebenfalls von zu hause verschwunden, ersterer lebt mit seiner Frau Karoliina glücklich in Finnland und letzterer studiert in München und versucht sein Glück zu finden. Maren versucht nun Kontakt zu anderen Menschen herzustellen, man merkt ihr deutlich ihre Defizite an, aber genauso merkt man ihr auch eine Entwicklung an. Eine Entwicklung, die mir gefallen hat. Man hätte aus dieser Familiengeschichte einen deutlich dickeren Roman machen können, aber auch so dünn, so klein, hat es diese Familiengeschichte in sich.


    Den Titel finde ich etwas eigenartig. Die untalentierte Lügnerin, ich weiß ehrlich nicht, wie ich dies auf die Person der Maren anwenden sollte. Sie lügt, ja, aber weder ist dieses Lügen so untalentiert, noch gehört dieses Lügen so hervorgehoben. Es sind in meinen Augen eher Notlügen, die das Leben auch manchmal erschafft. Natürlich ist dies nicht schön. Aber wer sagt schon immer die Wahrheit?

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Martina W., 28.08.2019

    Als eBook bewertet

    Ganz oft ist es so, dass ich schon nach dem ersten Satz weiß, ob mir ein Buch gefällt oder nicht. Hier war sofort klar: das mag ich.
    Der Stil ist unprätentiös, klar strukturiert und jedes Wort steht am richtigen Platz.
    Maren und die anderen Personen standen direkt bildlich vor mir, nach nur einigen Worten….Eva Schmidt hat hier mit wenigen Pinselstrichen ein detailliertes Bild gezeichnet. Ganz große Klasse.
    Inhaltlich ist die Geschichte faszinierend, obwohl – oder gerade weil – sie so unaufgeregt erzählt wird. Die subtile Spannung hält sich bis zum Schluß (den ich natürlich nicht verrate!).
    Das Buch habe ich heute Nachmittag in einem Rutsch durchgelesen.
    Ganz klare Leseempfehlung!

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    janein
  • 4 Sterne

    Inge H., 31.08.2019

    Als eBook bewertet

    Angenehme Lektüre
    Eva Schmidts Roman „Die untalentierte Lügnerin“ liest sich leicht und locker.

    Die Protagonistin Maren, ist nach einer gescheiterten Schauspielerkarriere zurück nach Hause gekommen. Ihre Familie ist ein wenig verkorkst. Ihre Mutter ist Künstlerin und etwas eigenartig. Der Stiefvater ist mir etwas suspekt, er bezahlt zwar alles, aber ich frage mich oft, ob er etwas damit bezweckt. Marens jüngerer Bruder hat sein Studium geschmissen.

    Die Autorin erzählt Marens Gefühlswelt mit feinsinnigem Stil. Mich störte nur der Titel. Wenn auch Maren mal lügt, bemerke ich nicht, das es untalentiert ist. Ich hatte sogar geglaubt, das der Roman nur aus Lügen besteht. Da habe ich Glück gehabt, ich kann mich mit Maren zwar nicht identifizieren, aber ich kann sie teilweise verstehen.
    Der Roman ist angenehm zu lesen.

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    janein

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