Die Watson Legende, Kai Bliesener

Die Watson Legende

Berlin 1964, Kalter Krieg. Polit-Thriller

Kai Bliesener

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Verrat, Intrigen, Liebe und Tod.
Carl Janson, ein Profikiller wird von einem Geheimbund westlicher Geheimdienste in die geteilte Stadt geschickt. Sein Auftrag: Ein Agentenaustausch. Doch die junge Republik ist nicht nur zum Spielplatz der Spione...

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Kommentare zu "Die Watson Legende"

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  • 4 Sterne

    mabuerele, 13.08.2018

    „...Mordaufträge waren an sich heikle Angelegenheiten. Schlecht vorbereitet oder ausgeführt, konnten sie heftige diplomatische Verwicklungen auslösen...“

    Das Buch beginnt im Jahre 1947. Ein 17jähriger Junge nimmt am Flughafen in London Abschied von seinen Eltern. Wenige Minuten später explodiert deren Flugzeug in der Luft.
    Im Jahre 1964 lebt der mittlerweile 33jährige Carl Jansen in der Schweiz. Er hat sich zu einem Mann für besondere Fälle und endgültige Lösungen entwickelt. Seine Aufträge erhält er von der Organisation, einem unabhängigen westlicher Geheimdienst, der für heikle Angelegenheiten zuständig ist.
    Morrisson, deren Chef, beordert Carl in das geteilte Berlin. Schnell stellt Carl fest, dass die neue Aufgabe völlig anders ist als alle bisherigen. Er soll einen geheimen Austausch von Spionen zwischen Ost und West managen.
    Der Autor hat einen fesselnden Polit-Thriller geschrieben. Im Gegensatz zu Carl weiß ich eher, wer in diesem Fall Freund oder Feind ist. Das nimmt der Geschichte aber nichts von ihrer Spannung, denn die Akteure im Hintergrund haben alle ihre eigenen Vorstellungen, wie der Coup laufen soll. Carl, der am liebsten allein arbeitet, ist mit seinen Kontaktleuten nicht glücklich. Einige Feinde sehen in Berlin die große Chance, ihre Rechnungen mit Carl endlich zu begleichen. Alte Seilschaften werden aktiviert. Nichts läuft so, wie es sich Carl vorgestellt hat.
    Wie exakt Carl die politische Lage einschätzt, zeigt das folgende Zitat:

    „...Und wenn ich mich recht erinnere, waren es die Deutschen, die den Krieg angezettelt haben, der Millionen Menschen das Leben gekostet hat […] Nur deshalb sitzen wir hier mitten in einer geteilten Stadt und um uns herum tobt ein Krieg. Kein lauter, sondern ein leiser Krieg. Er ist kalt und vor allem eins: brandgefährlich...“

    Ihm gegenüber sitzt zu dem Zeitpunkt ein Mann des BND und gleichzeitig Mitglied der Operation Gehlen.
    Der Schriftstil sorgt für den rasanten Handlungsablauf. Ich darf nicht nur Carl bei einen Planungen über die Schulter schauen, sondern auch die Gedanken der verschiedenen Geheimdienstleute verfolgen, seien sie aus dem Osten oder aus dem Westen. Besonders intensiv sind alte Nazis in das Geschehen involviert. Sie klären Carl über die Verursacher des damaligen Flugzeugabsturzes auf und hoffen so auf seine Zusammenarbeit.
    Carl muss sich fragen, wem er wirklich vertrauen kann. Ein solcher Mann ist Jäger. Ihm lässt er einen Blick in sein Inneres werfen.

    „...Nein, ich möchte dich nicht in Schwierigkeiten bringen. Dich aufzusuchen, obwohl ich derzeit nicht sagen kann, wer Freund und Feind ist, war schon Risiko genug...“

    Von Anfang an hatte ich den Eindruck, dass Carl mit seinem Job auf Dauer nicht glücklich ist und für ein Leben danach plant. Verstärkt wurde das Ganze, als ich im Laufe der Handlung erfahren habe, wie die Entwicklung des Carl Jansen vonstatten ging.
    Die Geschichte wird konsequent und logisch zu Ende geführt, lässt aber die Frage offen, wie es mit Carls Leben weiter geht.
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Hier werden historische Zusammenhänge in einer spannenden Handlung wiedergegeben und aufgearbeitet. Deutlich wird außerdem, dass für die Geheimdienste ein Menschenleben durchaus verzichtbar ist.

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    janein
  • 4 Sterne

    Gertie G., 09.08.2018

    Für diesen Thriller begeben wir uns in das Jahr 1964 in das durch die Mauer geteilte Berlin. Es sollen heimlich jeweils ein Agent von Ost nach West ausgetauscht werden.

    Der mit der Aktion beauftrage Carl Janson ist ein kühler Kopf, der keinen Lustgewinn am Töten findet. Dennoch ist er ein Spezialist in seinem Metier. Er tötet schnell, meist lautlos des schnöden Mammons zuliebe und, weil er nichts anderes gelernt hat. Immerhin sind seine Eltern ebenfalls Geheimagenten für die „Organisation“ gewesen und bei einem feigen Bombenanschlag, den man den Nazis zurechnet, ums Leben gekommen. Und Watson, der Mann, der den kleinen verwaisten Carl wie einen Sohn aufgezogen hat, ist ebenfalls Spion. Dummerweise steht dieser auf einer anderen Seite, nämlich nur auf seiner eigenen und hat deswegen die „Organisation“ für seine Zwecke unterwandert. Und so beginnt bei Carls aktuellem Auftrag in der geteilten Stadt Berlin ein Katz-und-Maus-Spiel, das Carls Weltbild gehörig ins Wanken bringt, muss er doch mit den verhassten Alt-Nazis zusammenarbeiten.


    Meine Meinung:

    Der Agententhriller ist, wie für das Genre üblich, rasant geschrieben. Von einer Verfolgungsjagd in die andere, Kugel pfeifen den Protagonisten und dem Leser um die Ohren. Man prügelt sich und Dutzende Menschen sterben. Ich höre förmlich die Wirbelsäulen knacken, wenn dem Gegner das Genick gebrochen wird und habe den metallischen Geschmack von Blut auf den Lippen.
    Natürlich dürfen schöne Frauen nicht fehlen. Die Venusfalle - ein Trick, der so alt ist wie die Geheimdienste selbst. Und es zeigt sich, jeder Mensch ist erpressbar.

    Im Dunstkreis der unterschiedlichen Geheimdienstorganisationen ist Carl ein richtiger Sympathieträger. Er behandelt Frauen respektvoll, schreckt aber vor konsequentem Handeln nicht zurück. Die anderen Agenten von West und Ost handeln recht vorhersehbar und stereotyp. Aber wahrscheinlich sind die unteren Chargen wirklich einfach gestrickt und haben Lust am Foltern und Töten.

    Da einem Teil der Bösewichte die Flucht gelingt, ist ein Nachfolger zu erwarten.

    Der Schreibstil ist dem Genre angepasst. Feine Ironie ist hier vergeudete Liebesmüh‘. Wenn fein, dann eine feine, aber scharfe Klinge.
    Gut gefällt mir, dass historische Personen sowie Zahlen, Daten, Fakten ihren Niederschlag finden. Wer Berlin kennt, wird die eine oder andere Straße wiedererkennen. Der „Kalte Krieg“ hat auf allen Seiten viele Opfer gefordert.

    Fazit:

    Ein rasanter Agententhriller, der mit einem Cliffhänger endet, sodass ein Nachfolgeband wohl in absehbarer Zeit zu erhalten sein wird.

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    janein

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