Drei freundliche Tage und ein Todesfall

Harz-Krimi

Roland Lange

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Es ist eigentlich unmöglich, und doch entdeckt der Journalist Holger Diekmann in Osterode die junge Frau, in die er sich vor über zwanzig Jahren während der Drei freundlichen Tage verliebt hat! Leider wurde sie nach dem letzten Konzert der...

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Kommentare zu "Drei freundliche Tage und ein Todesfall"

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  • 5 Sterne

    mabuerele, 12.06.2018

    „...Worte sind für uns da, durchleuchtet und zu Nachrichten aufbereitet zu werden. Wir führen kein einziges Gespräch unbefangen, wir suchen stets nach verwertbaren Informationen darin...“

    Carina und Rico haben ihren ersten Auftritt bei einem Rock-Festival. Doch Carina ist nicht bei der Sache. Sie hat ein Plakat der Rock-Band „Paper Plane“ gesehen. Laut Informationen ihrer verstorbenen Mutter ist deren Bassist ihr Vater.
    Ohne Rico Bescheid zu geben, reist Carina wenige Tage später nach Osterode. Dort hofft sie, ihren Vater zu treffen. Auf den Marktplatz wird sie von dem Journalist Holger Diekman gesehen. Sie erinnert ihn an eine junge Frau, die er vor 24 Jahren kennengelernt hat. Doch diese war später mit einer Rockband verschwunden.
    Carina ruft ihren Vater Torsten Dreyer an. Beide vereinbaren ein Treffen. Dazu wird es allerdings nie kommen. Carina ist verschwunden, und Torsten wird erhängt in einer Scheune gefunden wenige Tage vor dem erneuten Auftritt der „Paper Plane“.
    Der Autor hat einen spannenden Kriminalroman geschrieben.
    Holger Diekmann glaubt nicht an einen Selbstmord von Torsten. Hauptkommissar Ingo Beherend allerdings hat nicht viel Lust zu ermitteln. Als man dann die Leiche der jungen Frau findet, ist Ingo gezwungen, zusammen mit Naima Azzouzzi ein Ermittlungsteam zu bilden. Gezwungen deshalb, weil Naima die Leiterin ist. Gleichzeitig verfolgt Holger eigene Spuren.
    Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Zwar ist schnell klar, wer im Hintergrund die Fäden zieht, doch er ist zu clever, um sich selbst die Hände schmutzig zu machen oder sich erwischen zu lassen. Nicht nur die Vorgänge vor 24 Jahren bergen Gefahren, auch die aktuellen Geschäfte scheuen das Licht der Öffentlichkeit.
    Aufgelockert wird die Geschichte durch die Eskapaden des Hundewelpen, den sich Ingo zugelegt hat. Er sorgt für amüsanten Szenen und hält den Herrn Hauptkommissar auf Trab.
    Nach und nach darf ich einen Blick in die Vergangenheit einiger Akteure werfen. Außerdem erfahre ich, was vor 24 Jahren wirklich passiert ist. Der Prolog zeigt ja nur einen kurzen Ausschnitt davon.
    Als Eingangszitat stammt von Ingo in einem Gespräch mit Holger. Die Dialoge zwischen beiden bringen die Handlung voran, denn Holger versteht es, die richtigen Fragen zu stellen und Menschen zum Reden zu bringen. Dadurch werden auch die Spannungen in der Rockband und die komplexen Beziehungen der Mitglieder untereinander thematisiert.
    Dem Autor gelingt es, den Spannungsbogen hochzuhalten. Gleichzeitig wartet er am Ende mit einer handfesten Überraschung auf.
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es wird konsequent logisch zu Ende geführt und lässt keine Frage offen.

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    janein
  • 5 Sterne

    Elisabeth U., 21.06.2018

    Ein tolles Cover, es zeigt eine Rockband bei ihrem Auftritt, das Licht ist diffus Organe/Gelb/Rot. Ich höre schon beim Hinschauen Status Quo in einem fetzigen Gitarrensound. Carina wächst bei Pflegeltern auf, da ihre Mutter bereits tot ist. Ihren Vater kennt sie nicht, sie weiß nur, dass er Musiker in einer Band war. Und jetzt tritt diese Band in Harz zu einem Abschlußkonzert auf und die junge Frau will endlich ihren Vater kennenlernen. Sie telefonieren noch miteinander und machen ein Treffen aus, Zu dem Treffen kommt es aber nicht, denn man findet Torsten erhängt in einem Schuppen. Bald danach wird eine zweite Leiche gefunden. Der Journalist Diekmann, der Torsten auch gekannt hat, glaubt an keinen Selbstmord und fängt eigenmächtig zu recherchieren an und gerät dabei in einen Strudel von Prostitution und Mädchenhandel und bringt sich in Lebensgefahr. Ein wirklich interessant geschriebener Krimi, der mit der Suche eines Mädchens nach ihrem Vater beginnt und dann sehr dramatisch endet. Der Autor beschreibt die einzelnen Situationen derart realistisch und interessant, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Man wird bezüglich der Morde immer wieder auf eine Fährte hingeführt, die sich dann aber letztendlich als falsch erweist und man sich neue Verdächtige suchen muß. Ganz toll ist auch die Stimmung bei dem Rockkonzert wiedergegeben, man selbst fühlt sich in die frühen 80iger zurückversetzt. Ein Buch, das sich zu lesen lohnt.

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    janein
  • 4 Sterne

    Langeweile, 06.06.2018

    Klappentext:

    Es ist eigentlich unmöglich und doch entdeckt der Journalist Holger Diekmann in Osterode die junge Frau, in die er sich vor über 20 Jahren während der Drei freundlichen Tage verliebt hat! Leider wurde sie nach dem letzten Konzert der Rockband „Paper Plane „von einem Bandmitglied abgeschleppt. Und nun sitzt sie auf dem Marktplatz vor der Eisdiele und ist keinen Tag gealtert!
    Tatsächlich ist es aber ihre Tochter, die im Harz auftaucht, gerade als die alten Herren von „Paper Plane“ ihr Come-back feiern wollen. Sie sucht ihren Vater ,den Bassisten der Band.
    Doch deren neuen Auftritt erleben Vater und Tochter nicht ....

    Ein Fall für Kommissar Behrends,der einerseits in die Welt des Rock ‚n‘ Rolls entführt,andererseits in die Abgründe der Zwangsprostitution blicken lässt.

    Meine Meinung:

    Die Geschichte beginnt mit gemächlicher Spannung, obwohl es gleich zu Beginn zwei Morde gibt.
    Das Zusammenspiel der Protagonisten, einerseits der ehrgeizige Journalist Holger Diekmann, andererseits Kommissar Behrends und seine Vorgesetzte Naima Azzouzi war sehr gut beschrieben.
    Das Motiv für die beiden Todesfälle war zunächst völlig unklar, entwickelte sich dann aber zu einem Fall mit ungeahnten Ausmaßen. Obwohl die Polizei versuchte Licht ins Dunkel zu bringen, schien der umtriebige Journalist, immer die Nase vorn zu haben, was ihm beinahe zum Verhängnis wurde.
    Dass man auch einiges aus dem Privatleben der Protagonisten erfuhr, tat der Spannung keinen Abbruch. Besonders erfrischend fand ich die Beschreibungen des neuen Familienmitglieds von Kommissar Behrends,einem Welpen namens Riley,der sogar einen kleinen Anteil an der Aufklärung hatte.
    Zum Schluss wartete der Autor mit einer, jedenfalls für mich, völlig überraschenden Wendung auf.

    Fazit:

    ich habe das Buch in relativ kurzer Zeit gelesen und spreche eine Leseempfehlung , verbunden mit vier Sternen ,aus.

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    janein

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