Dschungel

Roman

Friedemann Karig

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Das Leben ist ein Abenteuer. Ob du willst oder nicht.

"Das Drama wie auch die Schönheit des Lebens bestehen wohl darin, dass wir alle, in einer verwinkelten Ecke unseres Ichs, auf eine Art für immer fünfzehn Jahre alt bleiben."
Benjamin von...

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    S.R., 20.05.2019

    Friedemann Karig| Dschungel| ullstein Verlag|02.05.2019|381 Seiten|22,00 €

    Der Protagonist begibt sich auf eine Reise. Eine Reise durch Kambodscha, zum Dschungel und auf die Suche nach seinem verschollenen besten Freund Felix. Dabei findet er zu sich selbst und zu den Geistern der Vergangenheit. Oft heißt es, der Weg sei das Ziel – bei diesem Roman trifft dies absolut zu.

    Der Leser begibt sich mit dem namenlosen Protagonisten zusammen auf diese Reise, auf die Suche nach Felix. Diese Reise durch den Roman bringt einen zum Nachdenken, über das Leben, den stressigen Alltag und dem Sinn dahinter. Durch anschauliche Vergleiche und Metaphern schafft es Karig die Freundschaft des Ich-Erzählers zu Felix gekonnt zu beschreiben. Der Leser fühlt sich am Ende der Reise dieser Figur so nahe, als würde er ihn selber kennen. Der Plot Twist am Ende der Reise kam einerseits erwartet, andererseits völlig unerwartet – überraschend aber nachvollziehbar.
    Philosophische Themen werden in diesem Roman behandelt ohne dabei belehrend wirken zu wollen. Nicht wie findet man zu sich selbst, sondern was ist dieses „selbst“? „ Bevor man verschwindet, muss man erst einmal da sein. Sich selbst gefunden haben. Und dieses ‚Selbst‘ definieren, das wir uns heute als eine Entität denken, die es zu verwirklichen und in die Welt zu bringen gilt.“ (S. 260)

    Die Umwelt spielt eine zentrale Rolle und Karig spiegelt die aktuellen Probleme in seinem Roman wieder. „Das Meer ist wie ein Mensch. Es schluckt und schluckt den Müll, den man ihm zu fressen gibt. Aber irgendwann kommt alles wieder raus.“ (S. 123) Absolut zeitgenössisch und brisant in Sachen Umweltschutz und Naturerhaltung.

    Der pfiffige Einbau von Songzitaten aus den Vierzigern bis in die Gegenwart holt den reisenden Leser beim Bekannten ab und erschafft Vertrautheit. Vom Dschungelbuch Song „Ich bin der König im Affenstall“ über Queen, Pink Floyd und Sinéad O’Connor bis zur eigenen Band des Autors. Friedemann Karig selbst arbeitet nämlich auch als musikbegeisterter DJ. Nach seinem Sachbuchdebüt „Wie wir lieben. Vom Ende der Monogamie“ versucht sich der Autor nun an diesem Roman. Dabei beleuchtet er wieder die Beziehungen zwischen Menschen, aber dieses Mal in anderer Form und mit anderen Schwerpunkten.

    Ein gelungener Roman über das Leben, die Liebe und die Reise zu sich selbst. Empfehlenswert für alle lesebegeisterten Lebensreisenden und solche, die es werden wollen.

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    janein
  • 4 Sterne

    M., 16.05.2019

    intelligent, spannend, konsequent

    Ein Abenteuerroman. Ein Travellerroman. Ein Roman über eine Jungen- bzw. Männerfreundschaft. Ein Selbstfindungsroman.
    Der Roman ist aus der Ich-Perspektive des Freundes von Felix geschrieben. Felix ist verschwunden und dessen Mutter Dorothée drängt den Ich-Erzähler, ihn in Kambodscha zu suchen. Ein Flugticket hat sie schon gekauft. In jeweils sich abwechselnden Kapiteln wird nun einerseits die abenteuerliche Suche nach Felix und andererseits die Entstehung und Entwicklung ihrer ambivalenten, intensiven und ebenfalls abenteuerreichen Freundschaft beschrieben. Die beiden kennen sich seit sie 7 Jahre alt sind und haben so einiges gemeinsam erlebt.
    Am Rande spielt auch Lea, die Freundin des Ich Erzählers und deren Liebesgeschichte eine kleine, aber nicht unwesentliche Rolle.

    Felix lernt man vorrangig durch die Augen des Ich Erzählers kennen. Dieser steht sehr loyal zu Felix und bewundert ihn auf eine Art. Aber auch durchs Lea Augen lernt man Felix kennen, sie hingegen sieht ihn eher kritisch und nüchtern und fordert ihren Freund auf, doch auch mal genauer hinzuschauen.
    Felix erscheint auch mir manches Mal unsympathisch und teilweise wurde ich wirklich wütend auf ihn, aufgrund seines unfairen Verhaltens. Andererseits tat er mir auch wiederum leid, in Bezug auf seine Eltern, die er selbst sogar hasst. Der Ich Erzähler war mir hingegen erstmal sympathisch. Nach und nach werden aber auch seine Schwächen deutlich.
    Auch die Freundschaft der beiden hat verschiedene Seiten und ist geprägt von Schweigen,wenn es um die wichtigen Themen geht.

    Die Figuren und ihre Beziehung zueinander sind komplex, vielschichtig und facettenreich dargestellt. Sie wirken lebendig, interessant und grundsätzlich glaubhaft.
    Trotzdem finde ich das sich verändernde Verhalten des Ich-Erzählers während seiner Suche (ich möchte hier nicht allzu tief ins Detail gehen, um nicht zu viel zu verraten) schwer nachvollziehbar. Hier fehlt mir entweder die deutlichere Herausarbeitung eines Wendepunkts oder eine mir einleuchtendere Erklärung über diesen schleichenden Prozess.

    Neben den Abenteuern, die bestanden werden müssen, den kurzen interessanten Einblicken in Kambodscha (die ruhig etwas mehr hätten sein können), die Skizzierung von Backpacker Touristen und Aussteigern und einer leisen Kritik am Tourismus geht es letztendlich vor allem um die innere Suche nach sich selbst. Es geht um die Selbstfindung der Hauptfiguren: "Wer bin ich? Was ist das Ich? Das Selbst? Die Identität? Die Seele? Wer sind wir, wenn nicht Spiegelungen im Bewusstsein der anderen?" ( S.379). Und es geht um den Wunsch nach Erlösung durch Bewusstwerdung von verdrängten oder auch trügerischen Erinnerungen. Aber: "Erinnerungen sind banal. Und heilig. Sie sind das Einzige, was wir haben. Sie formen mich zu dem, der ich bin. Ich forme sie zu dem, der ich sein will. Aber sie können mich auch verfluchen." (S.338).

    Der Roman ist durchweg sehr spannend erzählt. Karig schlägt einen frischen, sehr unterhaltsamen und durchaus auch witzigen Ton an. Stil und Sprache des Buchs sind dem Inhalt und den jungen Haupfiguren gut angepasst. Es gibt ein paar stilistische Spielereien und einige bekannte Songs begleiten den Ich -Erzähler auf seiner Reise.
    Die Atmosphäre ist dennoch hin und wieder recht düster und etwas unheimlich. Ein bisschen erinnert es zeitweise an "The Beach": - verborgene Inseln, Strand, Backpacker, Hippies, Drogen.

    Das konsequente Ende liess mich dann etwas schockiert und atemlos zurück.

    Leseempfehlung!

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    janein
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