Elesztrah - Blut und Federn

Blut und Federn

Fanny Bechert

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Während Lysanna zuversichtlich ihrer Zukunft entgegensieht, hängt ihre Tochter Fayori dem Vergangenen hinterher. Auch nach Monaten fällt es ihr noch immer schwer, zu akzeptieren, dass der Seelenlose Sedan zum Feind übergelaufen sein soll.
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  • 5 Sterne

    Aus dem Leben einer Büchersüchtigen., 26.04.2018

    Meinung:

    Wisst ihr, jedes Mal, wenn Fanny Bechert ein neues Buch auf den Markt bringt, freue ich mich einfach wie blöde - egal um was für ein Buch es sich dreht. Egal welches Genre. Egal ob Fortsetzung oder nicht.
    Es gibt halt diese Autoren, da weiß man einfach schon nach ein paar Sätzen, dass sie einen das ganze restliche Leben begleiten werden. Fanny Bechert kann zaubern - und das Schöne daran ist, obwohl ich ihre Geschichten liebe, finde ich immer wieder ein paar Punkte, die mich stören.
    Und ich liebe die Geschichten trotzdem weiterhin. Versteht ihr was ich meine?

    So erging es mir auch mit Elesztrah 3.
    Ich gestehe, ich mochte Sedan bereits in Band 1 & 2 nicht so besonders und konnte die Verbindung, die Fayori zu ihm hatte, nie ganz nachvollziehen. Dennoch wollte ich ihm eine Chance geben, schließlich spielt er in der Fortsetzung eine der Hauptrollen.

    Erzählt wird die Story rund um den Kontinent Al‘ Arizon und seine Bewohner, im dritten Band abwechselnd aus der Sicht von Fayori, der Tochter von Lysanna und Sedan, dem seelenlosen Verräter aus dem letzten Band.
    Elesztrah ist im Umbruch, denn die dunkle Fürstin Lawinia hat einen Plan, um der Krone des Landes näher zu kommen und alles nach ihren Wünschen zu formen. Dazu braucht sie anscheinend auch Fayoris Mutter Lysanna und auch wenn ich anfangs da saß und dachte: „Hä? Wieso? Was hat sie davon?“ wird sich am Ende alles fügen.

    Das Lesen von Band 1&2 ist schon etwas länger her und ich brauchte ein wenig, um mich wieder an alles zu erinnern, aber das war okay. So hatte ich nochmal die Zeit mir die Charaktere vor Augen zu rufen und sie zu ordnen.
    Wie der Klappentext schon sagt, startet die Geschichte mit einem Angriff auf Frostwall, die Heimat vom Clan der „Angelus Mortis“.
    Es geht direkt hoch her und bis zum Zusammentreffen von Fayori und Sedan hat es mich auch gefesselt und gepackt.
    Irgendwie kam es mir so vor, als hätte Fayori wenig Durchsetzungsvermögen, was sie teilweise echt unerfahren wirken ließ und dem Ganzen ein bisschen die Spannung nahm. Hier konnte ich aber zum Ende hin eine positive Entwicklung sehen.

    Die Verfolgung von Lawinias Truppen - um die Gefangenen zu befreien, nach dem Frostwall Angriff - erschien mir irgendwie ein wenig zu leicht. Natürlich lauerten auch dort hin und wieder Gefahren, die jedoch immer flugs überwunden waren. Zudem hatte ich, nach dem einschneidenden Erlebnis in Frostwall etwas mehr Emotionalität erwartet. Versteht mich nicht falsch, sie ist definitiv vorhanden, kam allerdings erst bei mir an als man zum ersten Mal Einblick in Sedans Gedankenwelt erhielt.
    Zusammen mit Rawena und Kenric, zwei weiteren Seelenlosen, nimmt das Abenteuer seinen Lauf. Und irgendwann kam der Knall.
    Der Punkt, an dem sich meine Hirnrädchen so schnell drehten und ineinander fügten, dass ich nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Was für eine Wendung! Was für Spannung! Warum zur Hölle bin ich da nicht drauf gekommen?

    Das Geheimnis, das die Frau Autorin um Fayoris Herkunft lüftet und die darauffolgenden Erkenntnisse meinerseits waren überwältigend.
    Ich finde keine anderen Worte, außer: Mega genialer Plottwist.
    Überraschend. Fesselnd. Verblüffend. Malerisch! Wahahahahahaha!
    Während Band 2 mir nicht ganz soooo gut gefallen hatte, wie Band 1, darf ich mit Freude feststellen, trotz den etwas langatmigen Anfängen - dass ich Band 3 einfach nur liebe!

    Fayoris Herkunft.
    Sedans Vergangenheit und auch das um 180 Grad gedrehte Bild, das ich mittlerweile von ihm habe.
    Die assassinisch angehauchten Kämpfe.
    Das diebische Flüstern.
    Und vor allem Fayoris Charakterentwicklung, wenn auch diese nicht so ganz offensichtlich ist, ich habe sie definitiv bemerkt.

    Der Schreibstil ist einfach zu lesen, leicht zu verstehen und dennoch stellenweise so tiefgründig - ich will jetzt dringend Band 4 lesen. Bitte.
    Sofort!

    Fazit:

    Blut und Federn ist eine packende Fortsetzung aus dem Elesztrah Universums. Obwohl ich zu Beginn daran gezweifelt habe, dass mich Fayori und Sedan genauso begeistern können wie Lysanna und Aerthas, muss ich sagen, dass die beiden mir vielleicht sogar noch etwas mehr liegen.
    Sie sind jung, geheimnisvoll und bieten enorm viel Explosivität.
    Gefühls- und Missionsmäßig. Diese Seelenlosen-Sache in Verbindung mit Verrat, Flucht, neuen und alten Freundschaften, Machtmissbrauch so wie der Suche nach dem Selbst - Elesztrah 3 ist aufregend und aufwühlend, wenn man sich darauf einlassen kann.

    Fantasy vom Feinsten.

    Bewertung:

    5/5

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    janein
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