Endgültig

Thriller. Originalausgabe

Andreas Pflüger

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Jenny Aaron war Mitglied einer international operierenden Eliteeinheit der Polizei - hochintelligent, tödlich effektiv. Doch vor fünf Jahren endete ein Einsatz in Barcelona mit einer Katastrophe. Seitdem ist Aaron blind. Damals dachte sie, es sei...

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Kommentare zu "Endgültig"

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  • 5 Sterne

    17 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Holger S., 04.03.2016

    In ihrem ersten Leben war Jenny Aaron Mitglied einer international operierenden Elitetruppe der Polizei – hochintelligent, kampferprobt, effektiv. In ihrem zweiten ist sie Verhörspezialistin und Fallanalytikerin beim BKA. Sie spürt das Verborgene und versteht es, zwischen den Worten zu tasten – denn seit einem misslungenen Einsatz in Barcelona ist Aaron blind. Die damaligen Ereignisse haben sie traumatisiert. Doch es war nicht der schlimmste Tag ihres Lebens. Der schlimmste Tag ihres Lebens ist heute. Fünf Jahre nach Barcelona erhält Aaron einen Anruf: Die früheren Berliner Kollegen bitten sie um ihre Mithilfe. Reinhold Boenisch, ein zu lebenslänglich verurteilter Frauenmörder, gegen den Aaron als junge Polizistin ermittelte, hat im Gefängnis eine Psychologin getötet. Sie entschließt sich, den Fall anzunehmen und sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Doch Boenisch ist nur der Anfang, eine Schachfigur in einem Komplott. Aaron wird erkennen, dass ihr bisheriges Leben eine einzige Vorbereitung auf die folgenden sechsunddreißig Stunden war. Um dieses Leben wird sie kämpfen müssen wie nie zuvor.

    Zum Cover: Dieses ist sehr schlicht gehalten mit wenigen aber effektiven Details. Der Titel ist auch in Braille auf dem Umschlag und hebt sich beim drüberstreichen gut ab. Der Titel ist zwar gut lesbar, verschwimmt aber in der Schrift. Gefällt mir gut. Man kann auch mit einfachen Mitteln gute Effekte erzielen.

    Zum Buch: Man muss schon gut aufpassen um nichts durcheinander zu bringen in Aarons Leben denn die Vergangenheit wird immer wieder zum Thema gemacht. Alltägliches ist so beschrieben, dass man selber schon nachdenkt über einfache Tätigkeiten und Handlungen - "Wie wäre es, nichts sehen zu können". Der Autor hat sich gut mit der Materie vertraut gemacht. Was sich teilweise liest wie Science fiction kann schon auch möglich sein - durch Klicken die Umgebung aufgrund des Schallwiderstandes wahrzunehmen zum Beispiel.

    Man taucht beim Lesen ein in eine geheime Agentenwelt voller Gewalt und Abscheu, aber auch Humor bzw. Galgenhumor. Es geht um Ehre, Loyalität, Stärke, Kraft, Verluste, den Kampf ums Überleben und die Suche nach der Wahrheit. Diese liegt Aaron besonders am Herzen, da sie sich nicht mehr an den Tag erinnern kann, wo sie ihr Augenlicht verlor. In den Händen eines überaus klugen Soziopathen und seinen beiden Schergen wird sie auf eine harte Probe gestellt. Aber nicht nur sie, sondern auch ihre Freunde die zu ihrer Familie wurden.

    Fazit: Ein packender, fesselnder Thriller den ich kaum aus der Hand legen konnte. Daumen hoch.

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    janein
  • 5 Sterne

    18 von 30 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jashrin A., 04.03.2016

    Seit einem Einsatz in Barcelona ist Jenny Aaron blind und musste ihren Platz in einer hocheffektiven Eliteeinheit aufgeben. Nun ist sie Vernehmungsspezialistin und Fallanalytikerin beim BKA. Als junge Polizistin half sie damals Reinhold Boenisch ins Gefängnis zu bringen. Nun soll er dort eine Psychologin getötet haben und besteht darauf, nur mit ihr zu sprechen.
    Mit gemischten Gefühlen fliegt Jenny Aaron nach Berlin, denn dort wartet nicht nur Boenisch, sie wird auch wieder auf ehemalige Kollegen treffen, zu denen sie seit fünf Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Schon bald muss sie erkennen, dass Boenisch nur eine kleine Figur in einem viel größeren Stück ist und vieles auf eine direkte Verbindung zu ihrer Vergangenheit hindeutet. Doch wer will so spät Rache und vor allem wofür?

    Gleich von Beginn an wurde ich förmlich in die Geschichte hineingezogen und mochte das Buch kaum aus der Hand legen. Andreas Pflüger legt uns einen überaus spannenden, rasanten und fesselnden Thriller vor, der mit komplexen Charakteren und einem ebenso vielschichtigem Plot aufwartet.

    Keine der geschilderten Figuren bleibt blass, selbst wenn sie nur eine Nebenrolle spielen. Doch vor allem Jenny Aaron, ihr Kollege Pavlik, die Chefin Demirci und natürlich der Soziopath Holm werden sehr detailliert herausgearbeitet. Etwas gewöhnungsbedürftig mag für den ein oder anderen Leser sein, dass fast alle Charaktere stets nur mit Nachnamen genannt werden, doch man gewöhnt sich daran.

    Die Szenen zwischen Holm und Aaron haben mich immer wieder aufs Neue gefesselt. So unterschiedlich sie auch sind, so sind sie doch auf Augenhöhe miteinander und teilen, dass beide dem Bushido, der Philosophie und dem Verhaltenskodex der Samurai folgen. Dadurch entstand nochmals eine ganz eigene Atmosphäre.

    Andreas Pflüger hat für seinen Thriller sehr genaue Recherche betrieben, vor allem, wie Blinde ihren Alltag meistern, welche Hilfen sie teils in Anspruch nehmen und zu welch herausragenden Leistungen manche fähig sind. Diese genauen Recherchen merkt man dem Buch sehr deutlich an und sind ein großer Pluspunkt aus meiner Sicht.

    Dennoch sind es gerade Aarons Fähigkeiten, die ich trotz allem nicht immer realistisch finde. Mit Ausnahme einer Szene gegen Ende mag ich durchaus glauben, dass alles, was sie tut, möglich ist. Doch auch mit ihrer Vorgeschichte im Hinterkopf habe ich meine Schwierigkeiten damit, dass sie auf jedem Gebiet so herausragende Fähigkeiten erlangt hat, zumal als Späterblindete. Einzelne Aspekte – warum nicht? Aber alles? So wirkt Aaron stellenweise wie der unfehlbare Held, der alles kann und dem stets alles gelingt. Zum Glück bleibt dies mein einziger Kritikpunkt.

    Die komplexe Handlung wird schlüssig aufgeklärt und die Spannung bis fast zur letzten Seite aufrecht erhalten, sogar noch gesteigert. Das letzte Kapitel bildet einen etwas ruhigeren Abschluss und deutet an, dass zwar der Fall, aber noch nicht die Geschichte um Aaron abgeschlossen ist, was im Nachwort auch bestätigt wird. So kann ich mich schon jetzt freuen, dass es mit Aaron und ihren Kollegen ein Wiedersehen geben wird.

    Mein Fazit: Ein atmosphärisch dichter Thriller, der hochspannend ist und mit seinen komplexen Figuren und einer vielschichtigen Handlung besticht. Eine klare Leseempfehlung für Liebhaber dieses Genres.

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    janein
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