Exit Sugartown

Ausgezeichnet mit dem Heinrich-Wolgast-Preis 2017

Martin Petersen

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Eine Geschichte, wie sie jeden Tag auf der ganzen Welt geschieht: Die 17-jährige Dawn wächst mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Charlie in Sugartown auf. Ihr Vater findet immer seltener Arbeit, kommt dafür immer öfter betrunken nach Hause....

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Kommentare zu "Exit Sugartown"

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  • 3 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    MarTina .., 29.03.2016

    Die 17jährige Dawn lebt in Sugartown. Als ihre Mutter, die das Geld für die Familie verdient hat, stirbt, versucht Dawn, deren Stelle einzunehmen. Doch sie schafft es nicht. Da bekommt sie ein verlockendes Angebot: In City soll es viel Arbeit und Geld geben. Wenn sie sich traut, aufzubrechen, kann sie dann bald die ganze Familie ernähren. Also macht sich Dawn - zusammen mit ihrer Freundin Didi - auf, und lässt sich nach City schleusen. Das Leben hier ist aber ganz anders als erwartet. Dann fällt Dawn auch noch eine falsche Entscheidung, die ihr Leben stark beeinflusst. Sie gerät dadurch in große Gefahr. Wird ihr Leben doch noch eine gute Wendung nehmen?

    Meine Meinung:

    Die Geschichte erzählt das Leben von Dawn und fängt in Sugartown an. Hier geht es nur darum, genug Geld zu verdienen um zu überleben. Die Perspektivlosigkeit wurde hier gut dargestellt. Daher kann ich auch nachvollziehen, dass sich Dawn auf den gefährlichen Weg nach CIty einlässt. Auch der lange Weg im Lastwagen, dann über das Meer und das Ankommen im Flüchtlingslager wurde gut beschrieben. Ich glaube, dass dies wirklich so ablaufen kann. Dass es die Menschen im "gelobten Land" dann schwer haben, egal ob auf legalem oder illegalem Weg, ihr Ziel zu erreichen, wurde auch klar. Sie sind von den Menschenhändlern abhängig, haben eigentlich keine Chance etwas an ihrer Situation zu ändern und sitzen dabei auch noch auf Schulden bzw. die Erwartungen der Familien, dass sie bald viel Geld schicken, sitzt ihnen im Nacken. Der Traum auf ein leichteres und besseres Leben rückt dadurch bald in weite Ferne.
    Das Ende der Geschichte hat mich ein bisschen überrascht. Damit hätte ich letztendlich nicht gerechnet.

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Mir fehlten aber die Emotionen. Ich denke zwar, dass man durch so ein Leben bzw. solche Erlebnisse bestimmt abstumpft. Trotzdem blieb mir Dawn, obwohl es um ihr Leben ging, distanziert und fremd. Ich fand ihre Geschichte "hart" und traurig, konnte aber nicht wirklich mit ihr mitfühlen. Das lag wohl vor allem an dem sachlichen Erzählstil.

    Fazit:

    Der "Weg" von Dawn wurde realitisch und nachvollziehbar geschildert. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht wirklich berührt. Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Alexandra E., 29.04.2016

    Dawn, 17 Jahre, lebt mit ihrem jüngeren Bruder Charlie und ihren Eltern in Sugartown. Dies klingt erstmal alles ganz toll aber sie müssen um ihr tägliches Brot hart kämpfen und als die Mutter plötzlich verstirbt ist es an Dawn Geld zu verdienen.
    Der Vater trinkt und spielt, bekommt nicht jeden Tag Arbeit und ihr Bruder isst vor lauter Hunger Gras.
    Dawn beschliesst sich auf die Schleuser Chuck und Lucky einzulassen damit ihr Bruder ein besseres Leben führen kann, ohne auf der Müllhalde arbeiten zu müssen um Geld zu verdienen.
    Zusammen mit ihrer Freundin Diddy gehen sie auf den Deal ein, verschulden sich bei Chuck und begeben sich mit vielen anderen, hoffnungsvollen Menschen auf den Weg in die City.
    Sie müssen eng gepfercht auf einem LKW fahren, fliehen mit einem vollbesetzten Schlauchboot über das Meer, landen in einem Auffanglager ohne ihre Papiere.
    Doch Dawn und Diddy haben gefälschte Papier und kommen bei Chuck und Lucky unter, genauso wie viele andere Leute.
    Sie leben zusammen in einer kleinen Wohnung und müssen für einen Hungerlohn arbeiten gehen...immer mit Drohungen von Chuck im Nacken.
    Dann bekommt Dawn die Möglichkeit ihr Leben zu ändern und fliegt vor Chuck und seiner Schleuserbande und hofft auf ein besseres Leben...immer mit der Angst im Rücken von Chuck und seiner Bande erwischt zu werden...

    Ich muss dem Autor meinen ganz grossen Respekt aussprechen! Er hat dieses Buch und die Geschichte von Dawn unglaublich authentisch und tief berührend umgesetzt, man bekommt das Gefühl dass der Autor dieses "Reise" selbst miterlebt hat.
    Und man bekommt ein Gefühl was Flüchtlinge in ihrer Verzweiflung auf sich nehmen, egal ob sie fliehen vor Krieg, Terror oder Hunger, sich ein besseres Leben wünschen.
    Und es zeigt wie skrupellos die Schleuser mit der "Ware Mensch" umgehen.
    Ich spreche hierfür ein ganz klare Leseempfehlung aus!

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    janein
  • 4 Sterne

    1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Simone R., 23.03.2016

    Martin Petersen beschreibt in seinem Jugendroman den Weg eines verzweifelten Mädchens, das versucht, in einem anderen Land ein besseres Leben zu finden. Da ihr legale Möglichkeiten verwehrt sind, wählt sie die illegale Variante. Der Autor hat sich damit eines Themas angenommen, dass derzeit nicht aktueller sein könnte. Dawn wird in LKWs und Schlauchboote gepfercht und durch Flüchtlingslager geschleust, um irgendwann als Salatpflückerin in der City arbeiten zu können. Doch damit ist Dawns Weg noch nicht zu Ende: jede Menge Schulden wollen abbezahlt und ihre Familie in Sugartown versorgt werden.

    Der Autor stellt dieses brisante Thema sehr eindrücklich dar. Dawn denkt zwar immer wieder über Alternativen nach, aber eigentlich hat sie keine und irgendwann ist ein Rückzieher unmöglich. Ich denke, dass es gerade in diesen Tagen wichtig ist, jungen Leuten in Deutschland nahe zu bringen, warum so viele Flüchtlinge nach Europa drängen. Dieses Buch kann seinen Teil dazu beitragen, die Motive von sogenannten "Wirtschaftsflüchtlingen" verständlich zu machen. Dawns Gedanken und Gefühle werden offen gelegt und man kann jeden Schritt von ihr nachvollziehen.

    Die Handlung findet an Orten statt, die es nicht gibt (z.B. Sugartown / City), die aber so oder so ähnlich irgendwo existieren. Ich fand diesen Kniff ganz gut. Man weiß zwar nicht genau, wo das alles stattfindet, aber man kann sich sehr schnell denken, wo ungefähr. Das alleine gibt schon genug Stoff für zahlreiche Diskussionen, die dieses Buch anregen könnte, her.

    Die Handlung wird aus der Sicht von Dawn erzählt. Die Sprache ist einfach gehalten, was sowohl gut zum Buch als auch zur Zielgruppe passt. Für mich persönlich war der Schreibstil manchmal zu simpel, da sich einige Phrasen mehrfach wiederholen und der verwendete Wortschatz nicht übermäßig groß ist. Aber ich gehöre auch nicht unbedingt zur Zielgruppe.

    Spannend ist, dass die Ereignisse, die man derzeit täglich in den Nachrichten hört und sieht, aus der Sicht einer Betroffenen erzählt werden. Wörter wie "Flüchtling", "Armut" oder "illegal" kommen nicht vor. Manchmal begreift man erst durch genauere Beschreibungen, wo sich Dawn gerade befindet und verknüpft diese Informationen dann mit den Bildern, die man kennt. Einiges wird auch nur angedeutet und man kann / muss sich seinen eigenen Reim darauf machen.

    Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. Ich hoffe, dass das Folgende jetzt nicht zu viele abschreckt, aber ich könnte es mir gut als Klassenlektüre vorstellen. Es bietet jede Menge Diskussionsgrundlagen und ein aktuelleres Thema lässt sich derzeit kaum finden.

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    janein

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