Franziskusweg

Florenz - Assisi - Rom. 33 Etappen. Mit GPS-Tracks

Susanne Elsner
Walter Elsner

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Auf den Spuren des heiligen Franz von Assisi führt der "Franziskusweg" als einer der wichtigsten italienischen Pilgerwege von Florenz über Assisi nach Rom. Ruhe und Besinnlichkeit, wie sie auf den großen Pilgerrouten kaum noch zu finden sind,...

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Kommentare zu "Franziskusweg"

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    MrsAmy, 16.06.2018

    Martin Engelmann, ein bekannter Referent und Fotograf aus Österreich – präsentierte vor einiger Zeit einen Vortrag über den Franziskusweg. Die Landschaft, der Weg, die Kultur – all das begeisterte mich und weckte ihn mir eine Sehnsucht – ausbrechen und loswandern.
    Vorerst aber kam nur die neue Verlagsvorschau von Rother. Und was fand ich darauf? Die Ankündigung eines Wanderführers zum Franziskusweg. Sofort war klar: der muss bestellt werden. Bald schon hielt ich das kleine Buch in den Händen und tauchte zumindest schon einmal gedanklich in diesen Pilgerweg ein.

    Bereits beim Lesen des Vorwortes spürt man, dass den beiden Autoren Susanne und Walter Elsner der Franziskusweg tief am Herzen liegt. Sie wissen um seinen Zauber, seine Spiritualität, seine ungeheure Kraft – ganz egal, ob man gläubig ist oder nicht. Bei der Wegführung (die keinesfalls so fest definiert ist, wie beim Jakobsweg) war ihnen besonders wichtig, vor allem jene Pfade zu wählen, auf denen einst auch der heilige Franz von Assisi gewandelt ist. Insgesamt warten auf den Wanderer 33 Etappen, die von Florenz über Assisi bin nach Rom führen. Die vielen erstklassigen Fotografien im Wanderführer vermitteln einen wunderbaren Eindruck von der Fülle an Kultur und Natur.

    Die einzelnen Wegbeschreibungen halten in den Kurzinfos genau jene Informationen bereit, die es Bedarf. So gibt es einen Überblick über mögliche Unterkünfte, eine Kurzcharakteristik der Strecke, Höhenunterschied und Gehzeit und – was mir besonders gut gefallen hat – ein Hinweis auf kritische Stellen, an denen etwa die Orientierung schwierig oder bspw. Trittsicherheit von Nöten ist. Weiterhin ein kurzer Abriss über die Landschaft, mögliche Einkehrstellen sowie eine Liste der Städte mit kleinen Piktogrammen, denen man entnehmen kann, ob sich etwa Unterkünfte, Einkaufsmöglichkeiten und Trinkbrunnen vor Ort finden. Diese Piktogramme sind auch in den kleinen Wanderkärtchen (1:75.000) eingezeichnet – eine sehr gute Idee! Im Weg-Zeitdiagramm tauchen die wichtigsten nochmals auf, wobei ich finde, dass man an dieser Stelle auf sie hätte verzichten können. Die Wegbeschreibung ist klar formuliert und lässt sich sehr gut lesen und nachvollziehen. Auch hatte sie tatsächlich immer die richtige Länge. Straßennamen und vorhandene Markierungen werden konsequent erwähnt, wichtige Punkte sind wie immer fett markiert und mit Nummern versehen. Immer wieder wird die Beschreibung (nicht störend!) von Hinweistexten mit Wissenswertem zu Kulturstätten, die mit Franz von Assisi in Verbindung stehen, unterbrochen. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass sich die Autoren hier mit ihrem Wissen aufdrängen wollen. Vielmehr wollen sie das Auge des Pilgers auf die Geschichte lenken, die hier immer wieder spür- und erlebbar wird.

    Leider findet sich keine Biografie von Franziskus im Wanderführer, ein zumindest kurzer Abriss wäre wünschenswert gewesen. Allerdings ist anzunehmen, dass sich wer sich auf den Franziskusweg begibt, sich bereits vorab mit seinem Namensgeber bekannt gemacht hat. Der Wanderführer hätte nur mehr Seiten gehabt – und zusätzliches Gewicht wäre im Rucksack gelandet.

    Der Einführungsteil war wirklich informativ und ich habe ihn gerne gelesen. Es finden sich Ausführungen zum Pilgerpass, der Infrastruktur und den Gehzeiten. Besonders wertvoll sind sicherlich Tipps zur besten Reisezeit sowie zur Zeitplanung und Routenwahl. Die Autoren sind keine Träumer und wissen, dass wahrscheinlich nur die Wenigsten in den Genuss kommen werden, den Franziskusweg an einem Stück zu gehen. Weiteres fanden sich Zeilen zur Ausrüstung, den Kosten sowie zur Anreise, Orientierung, Tagespensum, Ernährung, Problemen und Gefahren. Man merkte stets, dass die Autoren genau wissen, von was sie hier schreiben. Es sind wirklich wertvolle Tipps, die einem bei der Reise ohne Zweifel gute Dienste leisten werden. Bevor es dann mit den Tourenbeschreibungen losgeht, gibt es vor jedem Gebiet (Toskana, das hügelige Herz Italiens, Umbrien, Rietital, Sabinerland) eine Doppelseite zur Einstimmung. Dann kann es endlich losgehen.

    Und hast du deinen Rucksack auch schon gepackt?

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein

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