Funkenfeuer

Vorarlberg-Krimi

Martin Mucha

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Der Stolz eines jeden Vorarlberger Dorfes ist der Funken - das Frühlingsfeuer, das den Winter vertreiben soll. Während Wachtmeister Schmiedle alle Hände voll damit zu tun hat, den Dorffunken vor den missgünstigen Menschen aus den Nachbardörfern zu...

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    Gertie G., 28.03.2018

    „Funkenfeuer“ ist ein alter, schwäbisch-alemannischer Feuerbrauch, der noch heute in Vorarlberg, der Schweiz, Liechtenstein und anderen Gebieten mit schwäbisch-alemannischer Bevölkerung gepflegt wird. Er findet am ersten Sonntag nach dem Aschermittwoch statt. Höhepunkt ist das Verbrennen der „Funkenhexe“. Der Vorarlberger Funkenbrauch wurde 2010 in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

    Rund um diesen alten Brauch ist der Krimi von Martin Mucha angesiedelt.

    Revierinspektor Hubert Schmiedle, von allen noch mit dem alten Gendarmeriedienstgrad „Wachtmeister“ betitelt, hütet allein, aber dienstbeflissen, die Polizeiinspektion in einem fiktiven Dorf im Ländle. Es ist wenige Tage vor dem „Funkensonntag“. Da es zu einem beliebten Volkssport gehört, den „Funken“ der Nachbargemeinde zu stehlen oder zu zerstören, ist Schmiedles Aufmerksamkeit auf den eigenen „Funken“ fokussiert.

    Da platzt die Nachricht, dass die junge, zugewanderte Lehrerin verschwunden ist, in seine Beschaulichkeit.

    Schmiedle beginnt sich umzuhören. Bald ist klar, dass der Bürgermeister ein handfestes Motiv hätte, die Lehrerin verschwinden zu lassen: Sie hat ihn wegen sexueller Belästigung verklagt.

    Doch wie dem geschäftigen Bürgermeister, der durch geschickte Manöver die meisten Dorfbewohner auf seiner Seite hat, beikommen?
    Und außerdem den Funken nicht aus den Augen lassen?

    Schmiedle, ein wortkarger, aber gewitzter Beamter, ist ein guter Zuhörer und so horcht er auf dem Dorfplatz, im Wirtshaus und vor allem seiner Ehefrau zu, wenn der neueste Dorfklatsch erzählt wird.

    Wird die Lehrerin unversehrt wiederauftauchen? Und wird das Funkenfeuer ohne Zwischenfälle ablaufen?

    Meine Meinung:

    Martin Mucha hat hier einen großartigen Krimi geschrieben. Er beschreibt die Leute wirklich toll. (Ich habe mehrere Monate in Vorarlberg gearbeitet. Ja, genau solche Typen sind mir untergekommen!)

    Hubert arbeitet bedächtig. Jede Hast und Hektik liegen ihm fern. Er kennt sein Dorf in und auswendig. Er liebt gutes Essen (auch in der Fastenzeit) und auch im Dienst hin und wieder ein Schnäpsle.

    Herrlich auch die im breiten Dialekt geschriebenen Dialoge. Wegen der Mundart ist das Buch jetzt nicht unbedingt für jedermann leicht zu lesen. Leser mit alemannischen Wurzeln werden sich bestimmt sehr amüsieren.

    Die Krimihandlung tritt zugunsten des Lokalkolorits zurück. Wir lernen eine Reihe von exquisiten hochprozentigen Obstsorten kennen und unternehmen einen Streifzug durch die Vorarlberger Küche. Mir ist beim Lesen über Vorarlberger Bergkäse, Kasspatzln und Ri(e)bel das Wasser im Mund zusammengelaufen. Witzig ist, dass Schmiedle zum Chinesen geht, wenn er ein goldbraunes SchniPo = Wiener Schnitzel mit Pommes Frittes essen möchte.

    Eine besondere Freude hat mir das bejahrte Damenkränzchen bereitet. Ich kann sie mir wirklich gut vorstellen, die alten Damen, die auf die klingenden Namen Agathe, Crescencia (90 plus) und Walpurga hören.

    Eine meiner Lieblingsstellen:

    „Doch die Mauer des adoleszenten Selbstvertrauens, das sich aus Arroganz und Testosteron speiste, bröckelte.“ (S.78)

    Hier eine Kostprobe des Dialekts, wobei das wichtigste Wort gut erkennbar ist:

    „Moll ja, un mir sön sega, supr, dass du Bolizischt bisch, wal dia andara sin A….«

    Autor Martin Michael Mucha, 1976 in Graz geboren, lebt als verheirateter Familienvater in Wien. Seine Jugend verbrachte er allerdings in einem Dorf im Vorarlberger Walgau.

    Fazit:

    Ein etwas anderer Krimi, aber die Vorarlberger sind ja auch anders als die Innerösterreicher. Gerne gebe ich 5 Sterne und hoffe auf eine Fortsetzung.

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    janein

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