Häuser aus Sand

Roman

Hala Alyan

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Ein Roman über den Ort, der für uns alle lebensnotwendig ist - das Zuhause. Über die Gemeinschaft, die uns alle prägt - die Familie. Und über die Sehnsucht nach dem Vergangenen. "Häuser aus Sand" ist der erste...

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  • 5 Sterne

    Kaffeeelse, 09.06.2018

    Bei diesem Buch handelt es sich um die Geschichte der palästinensischen Familie Yacoub, von 1948 bis 2015 spielend. In jedem der insgesamt 13 Kapitel immer wieder Sequenzen aus diesen Jahren erzählend, immer in zeitlichen Abständen, was teilweise etwas bruchstückhaft wirkt, immer wieder tritt eine andere Person der Familie auf und es wird deren Geschichte erzählt. Trotzdem entsteht ein irgendwie ganzheitliches Bild der vielen verschiedenen Mitglieder dieser Familie, der vielen verschiedenen Meinungen in dieser Familie, aber auch der Kraft der familiären Bindungen. Die erste Generation des Buches wird aus Jaffa vertrieben, verliert ihre Heimat, steht vor dem Nichts, muss sich neu organisieren. Da es sich um keine arme Familie handelt, fällt ihnen das nicht so schwer, wie den ärmeren Vertretern ihres Volkes, aber dennoch wirft das Wunden auf, Wunden, die nie richtig verheilen werden. Auch den weiteren Generationen werden die immer wieder aufflammenden Konflikte im Nahen Osten zum Verhängnis. Vertreibung und Heimatverlust werden ein begleitendes Thema in dieser Familie. Es werden die politischen Ereignisse im Nahen Osten grob umrissen, aber die Auswirkungen auf die Menschen verdeutlicht, auch wird dem Leser klargemacht, warum Fundamentalisten immer wieder ihre Zuhörer finden, gleichzeitig aber auch, dass es auch in der arabischen Welt den Gegenpol zum Fundamentalismus gibt. Und es geht auch um die Veränderung der arabischen Welt, deren Öffnung zum westlichen Lebensstil, aber gleichzeitig auch ums Bewahren althergebrachter Werte, und damit auch um die geistige Vielfalt der Menschen, es geht auch um Unterschiede innerhalb der arabischen Welt, eine dem Westen etwas näherstehende westliche arabische Welt (Syrien, Libanon, Palästina, Jordanien) und eine etwas mehr die arabische Kultur präsentierende östliche (hier in diesem Buch nur durch Kuwait repräsentiert). Und es geht auch um Vorurteile gegenüber dem Fremden, und das in beide Richtungen, was ich als sehr gelungen empfand. Und es geht auch um sehr viele stark wirkende Frauen in dieser arabischen Welt, was mir sehr gefallen hat.


    Was für ein wundervoller Roman, was für eine schöne Sprache, es sind schöne Bilder, die da im Kopf entstehen, was für eine Kraft, die da in den Worten liegt. Es sind so menschlich und wunderbar gezeichnete Charaktere in diesem Buch, die einen berühren und irgendwie umhauen. Der Roman ist sehr spannend geschrieben, hat einen sehr starken Sog. Und ich fühle mich wieder mit einem etwas wehmütigen Gefühl zurückgelassen, nach dem Beenden des Romans.


    "Die Häuser schweben an ihm vorbei wie Dschinn, wie verflossene Lieben. Das Schrägdach auf der Hütte seiner Mutter, Salmas marmorierte Küchenfliesen, das Häuschen, das er in Nablus mit Alia bewohnte. Das Haus in Kuwait. Die Wohnungen in Beirut. Dieses Haus hier, in Amman. Für Alia zumindest ein altes, verschwundenes in Jaffa. Glänzend weiß wie Häuser aus Salz sieht er sie vor sich, bis eine Flutwelle kommt und sie mit sich nimmt."


    "Was ist ein Leben ? Eine Abfolge von Jas und Neins, Fotos, die in einer Schublade landen, Liebschaften, die man für die Rettung hält, die sie nie sind. Weitermachen, aushalten, auch dann nicht aufhören, wenn es wehtut. Mehr ist es nicht, das Leben, würde er ihr am liebsten sagen. Es geht einfach weiter."


    Ein wunderbares Buch ! Unbedingt Lesen !

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    janein
  • 5 Sterne

    dj79, 05.06.2018

    Nirgends richtig zu Hause

    „Häuser aus Sand“ ist eine politische Geschichte, die die wohlhabende Palästinensische Familie Yacoub bei ihrer Flucht vor dem Krieg über Generationen hinweg begleitet. Ausgehend von ihrer Heimat Jaffa müssen die Yacoubs zunächst nach Nablus, dann nach Kuwait und nach Amman in Jordanien fliehen. Ab der 3. Generation leben Teile der Familie sogar in Paris und Boston. Da die Familie finanziell gut betucht ist, ist die Flucht jedoch eher mit einem Umzug oder mit einem Weiterziehen vergleichbar. Ein neues Haus, neue Einrichtungsgegenstände werden angeschafft. Neue Hausmädchen werden eingestellt. Das Leben geht weiter.

    Obwohl arabisch gesprochen wird, werden die Yacoubs auch an ihren Wohnorten im Nahen Osten aufgrund ihres „Dialekts“ als Fremde identifiziert und entsprechend behandelt. Deshalb fällt es ihnen schwer, richtig Fuß zu fassen. Durch ihr dauerhaftes Leben im Ausland nehmen sich die Yacoubs auch den jeweiligen Lebensstil im Land an. Schleichend und unbemerkt verändern sich die Yacoubs in ihrem Habitus. Somit weichen die späteren Generationen so stark von ihren Landsleuten ab, dass sie auch in Palästina als Fremde empfunden werden.

    Als gesellschaftskritische Betrachtung setzt sich „Häuser aus Sand“ über die Flucht hinaus mit der Veränderung der Haltung der Muslime im Glauben und dem Einfluss der westlichen Welt auf den „Erziehungserfolg“ bei den Kindern auseinander. Auch fernab von der europäischen Kultur findet dem entsprechend eine Verrohung der Gesellschaft statt, wenn auch das Ausmaß ein anderes ist.

    Alia ist als die Jüngste der 2. Generation das Familienmitglied, das die gesamte Geschichte miterlebt. Während ihrer aufmüpfigen Kindheit als Nesthäkchen hat sie ihrer Familie einigen Kummer bereitet. Deshalb mochte ich sie als Kind nicht so gern. Nach ihrer Hochzeit mit Atef ist ihr Leben von heftigen Turbulenzen gekennzeichnet. Dennoch hält Alia immer die Familie zusammen. Sie erträgt ihr schwieriges Schicksal ohne sich zu beklagen, versucht das Beste daraus zu machen. Dafür habe ich Alia dann bewundert.

    An dem Roman hat mir der Blick hinter die Kulissen der Palästinensischen Familie besonders gut gefallen. Man erkennt, was man eigentlich weiß, was allerdings die mediale Berichterstattung vollständig ausblendet, nämlich dass auch Palästinenser oder dass auch Muslime neben dem politischen Konflikt ganz normale Problemchen wie eine krumme Nase oder Übergewicht haben. Als weiterer Pluspunkt verleihen die eingestreuten arabischen Worte dem Roman zusätzlich Authentizität.
    Durch das Beschränken der Geschichte auf die wichtigsten Stationen der Familie mit mehrjährigen Lücken dazwischen und durch spontane Gedankensprünge und Rückblicke wird die Aufmerksamkeit des Lesers stark beansprucht. Auch wenn mir dieser Erzählstil gefallen hat, könnte ich mir vorstellen, dass er nicht jedermanns Sache ist.

    Fazit: Empfehlung an alle, die auch beim Lesen gern eine Herausforderung annehmen.

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    janein
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